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Alte Mühle Gillig

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Ewald Gillig ist Eigentümer der Alten Mühle Gillig in Antweiler. Die Mühle wird über eine Turbine von der Ahr angetrieben.


Antweiler Mühle 4.jpg
Antweiler Mühle 7.jpg
Antweiler Mühle 2.jpg
Info-Schild an der Mühle

Inhaltsverzeichnis

Anschrift

Mühlenweg

53533 Antweiler/Ahr

Kontakt

Historie

Die Geschichte der Mühle, die in herzoglich-arembergischen Besitz war, geht bis auf das Jahr 1525 zurück. 1578 lag die Jahrespacht bei 9,5 Malter Korn, einem Mühlenschwein von 100 Pfund, 100 Eiern und vier Pfund Wachs. Im Jahr 1686 wurde die Getreidemühle mit zwei Wasserrädern neu erbaut. Seit 1892 ist die Mühle im Besitz der Familie Gillig, die 1913 die alte Mühle durch einen Neubau ersetzte und eine Turbine einbaute, die bis heute Strom erzeugt.[1]

An Pfingsten 2003 stellte Gillig die restaurierte und wieder in Stand gesetzte Mühle beim Mühlentag zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Damals reifte in dem Müllermeister der Gedanke, ein Mühlrad zu installieren, wie es sie früher an der Gillig-Mühle gab. Im Jahre 1913 wurden die beiden Wasserräder allerdings entfernt und durch eine Turbine ersetzt, deren Strom nicht nur die Mühle antrieb sondern auch den Ort Antweiler mit Elektrizität versorgte. Diese Turbine ist bis heute in der Mühle im Einsatz.

Im Nachbarort Rodder fand er den Zimmermann Stefan Klein, der sich den Job zutraute. Jürgen Fleischer kennt seinen Schwager und weiß: "Der Stefan ist nicht nur ein guter Zimmermann, er hat sich auch schon immer für alte Zimmermanns-Techniken interessiert und begeistert."

Informationen zu den alten Techniken des Mühlradbaus fand man in Büchern und in Dresden, wo in der Nähe der ehemaligen Deutschen Müllerschule noch Zimmerleute mit entsprechender Praxiserfahrung leben. Im Aremberger Wald wurden dann zwei Eichen ausgewählt, die dort seit 250 herangewachsen waren und das Rohmaterial für das Mühlrad lieferten.

In der Zimmerei Klein in Barweiler wurde das Wasserrad in Teilstücken hergestellt: die beiden Holzbogen von 4,5 Meter Durchmesser, die Achse und die Schaufelräder. An Christi Himmelfahrt ging es mit zahlreichen Helfern an die letzte Stufe des Projekts. Die Einzelteile wurden an den Mühlenteich in Antweiler gekarrt und das Mühlrad wurde vor Ort zusammen gebaut und installiert. Ein behelfsmäßiges Gerüst im Teich half dabei. Die Achse war aus einem Stamm zugeschnitten und an den Enden mit eisernen Lagern versehen.

Als die an ihrem Platz waren, mussten die beiden großen Holzbögen angebracht werden, dann die Schaufeln. Gillig erinnert sich, dass danach das schwierigste Problem auftauchte: "Wir mussten das Rad ausrichten, damit es nicht eiert." Nun dreht sich das Mühlrad im perfekten Kreis und steht niemals still, damit das Holz stets nass bleibt. "Hier hat der Zimmermann Klein ein wahres Meisterstück abgeliefert", fasst Gillig die Eindrücke zusammen.

weitere Bilder

siehe auch

Kammermusikfest "Zwischen den Jahren"

Weblink

http://www.muehlen-dgm-ev.de/pages/Detailed/1447.php

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 8. und 21. Januar 2008
 
 
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