Arp-Museum
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Das Arp-Museum im Remagener Stadtteil Rolandseck besteht aus dem Bahnhof Rolandseck, dessen Bau im Jahr 1856 als Endhaltepunkt der Eisenbahnlinie Köln - Bonn vollendet wurde. Der klassizistische Bau entwickelte sich rasch zu einem beliebtzen Ausflugsziel ins romantische Rheintal und zu einem Treffpunkt von Künstlern aller Sparten - unter ihnen auch Hans Arp. Nach dem zweiten Weltkrieg verfiel das Bahnhofsgebäude zusehends. In den 1960er Jahren ergriff der Kunstmäzen Johannes Wasmuth die Initiative erfüllte den „Künstlerbahnhof“ mit neuem Leben. Seit den 1970er Jahren engagiert sich die Landesregierung von Rheinland-Pfalz für ihre nördlichste Kultureinrichtung. Bis 2004 wurde der Bahnhof vollständig renoviert.
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Anschrift und Standort
53424 Remagen-Rolandseck
Kontakt
- Telefon 02228 9425-0
- Fax 02228 9425-24
- E-Mail info@arpmuseum.org
Täger
Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen 11–18 Uhr
Eintrittspreise
- Erwachsene 8 Euro
- ermäßigt 5 Euro
- bis 6 Jahre frei
Führungen
Schulklassen und Gruppenführungen auf Anfrage
Leitung
Direktor: Oliver Kornhoff (ab 1. Januar 2009), Vorgänger:
- Klaus Gallwitz (nachdem die Suche nach einem Nachfolger erfolglos geblieben war, ernannte die Findungskommission im Februar 2006 mit Klaus Gallwitz ein Mitglied aus den eigenen Reihen zum Direktor) (von Februar 2006 bis Ende 2008)
- Vorgänger: Raimund Stecker
- stellvertretende künstlerische Leitung/Marketing: Claudia Seiffert (ab 1. Februar 2009)
- Verwaltungsleiterin: Petra Spielmann
- stellvertretender Vorsitzender der Arp-Stiftung: Hans Fridrichs
Sonstiges
- Architekt: Richard Meier
- Richtfest: 18. Oktober 2005
Historie
Im September 2007 haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Kurt Beck das Museum eröffnet. Der Bau des Museums kostete 33 Millionen Euro; davon stammen 17,6 Millionen Euro aus der Bonn-Berlin-Ausgleichsvereinbarung. Die Befürworter des umstrittenen Projekts sahen in dem Museum ein Zugpferd mit der Chance, den Kulturtourismus anzukurbeln und Ersatz für Arbeitsplätze zu schaffen, die aufgrund des Regierungsumzugs in der Region wegfielen.
Wegen umstrittener Vereinbarungen, unklarer Wertigkeit von Kunstwerken sowie aufgrund eines Zerwürfnisses zwischen Land und Arp-Verein geriet das Museum jedoch immer wieder in die Schlagzeilenn. Der rheinland-pfälzische Landtag setzte deshalb auf Initiative der CDU-Opposition einen Untersuchungsausschuss ein, der "mögliche Versäumnisse und Pflichtverletzungen der Landesregierung" bei Planung und Bau des Museums aufdecken sollte.
siehe auch
- Hans Arp
- Sophie Taeuber-Arp
- Bahnhof Rolandseck
- Förderverein für das Arp-Museum
- Arp Museum Betriebsgesellschaft mbH
- Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e.V.
- Künstlerbahnhof Rolandseck
- Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck
- Johannes Wasmuth
- Skulpturenufer Remagen:
Mediografie
- Hajo Müller: Arp-Museum - Geschrotete Spießigkeit (ZEIT online vom 11. Oktober 2007)
- Christoph Gehring: Geschichten aus der Provinz. Die unendliche Geschichte des Arp Museums in Rolandseck, in: Deutschlandradio Kultur vom 23. Dezember 2008
- Hans Wallow: Hans Arp - Weißes Gold, schwarze Weste, merkur.de vom 13. August 2009
- Stefan Koldehoff: Kunst-Fälschungen - Irgendwie... Arp (ZEIT online vom 4. September 2009)
- Markus Clauer: Arp-Fälschungen - Schiefes Licht auf Rolandseck (ZEIT online vom 4. September 2009)
- Hildegard Ginzler: Spannende Entwicklung im Arp-Museum. Seit der Eröffnung sorgen neue Leitung, erweiterte Sammlung, personelle sowie finanzielle Aufstockung für Auftrieb, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2010, S. 66-71
- Manfred Schwarz: Eine der sieben schönsten Ansichten der Welt - Der ZEIT-Museumsführer: Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen, zeit.de vom 18. November 2010
- Arp Museum sieht sich in Bundesliga der Kulturtempel, rhein-zeitung.de vom 7. Dezember 2010

