Bad Tönisstein
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Bad Tönisstein gehört zu Kell, einem Stadtteil von Andernach. Das historische Heilbad, das aus einer Handvoll Häusern besteht, erhielt seinen Namen nach dem etwas oberhalb gelegenen ehemaligen Karmeliterkloster Antoniusstein. Zur Kur fährt dorthin schon lange niemand mehr. Im 17. und 18. Jahrhundert aber kamen Kölner Kurfürsten nach Bad Tönisstein. Bad Tönisstein war damals Landesbad und Sommerresidenz der Kurfürsten von Köln. In den 1950er und 1960er Jahren war der nach ihnen benannte Kurfürstenhof eine beliebte Adresse wohlhabender Kurgäste. Wohlhabende Leute ließen sich ganz in dem idyllischen Kurort nieder. Deshalb war Bad Tönisstein einst ein kleiner, aber überaus feiner Ort. Doch ihre Villen wurden in den 1970er Jahren abgerissen. Wer ganz genau hinschaut, kann noch Reste davon entdecken.
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Lage
Quellen
Das Heilwasser aus den Tönissteiner Natron-Lithium-Quellen, die bereits um das Jahr 1700 gefasst worden sind, wurde bei Nieren-, Blasen-, Magen- und Stoffwechselkrankheiten angewandt. Bei der Neufassung der Heilquelle wurden eine römische Brunneneinfassung und Kupfermünzen aus dem ersten bis vierten Jahrhundert gefunden.
Historie
Mauerreste nördlich von Kell erinnern heute noch an das Karmeliterkloster Tönnisstein, das am 5. Februar 1802 aufgehoben wurde. An das Hotel wurde in den 1970er Jahren eine Klinik angebaut. In der Fachklinik Bad Tönisstein mit 128 Behandlungsplätzen wurden ab 1974 alkohol- und/oder medikamentenabhängige Männer und Frauen behandelt. Damit war die Klinik Bad Tönisstein eine der ersten Einrichtungen in Deutschland, die sich der professionellen psychotherapeutischen Hilfe für Suchtkranke widmete. Bis ins Jahr 2005 sind dort alkohol- und drogenabhängige Menschen behandelt worden. Dann zog die Klinik nach Bad Neuenahr um.
Umgebung
Wenige Meter unterhalb der Klinik steht das Jägerheim, ein Ausflugslokal, gleich oberhalb beginnt die Wolfsschlucht, die der Tönissteiner Bach im Laufe der Jahrtausende ins Vulkangestein schnitt.
weitere Bilder
siehe auch
- Angelika-Quelle Tönisstein
- AHG Klinik Tönisstein
- Kloster St. Antoniusstein
- Kurfürstenquelle Tönisstein
- Privatbrunnen Tönissteiner Sprudel Dr. Carl Kerstiens GmbH
- Seniorendomizil Bad Tönisstein
- St. Antonius
Mediografie
- Kurt Degen: Gemeinde Burgbrohl und Andernach-Bad Tönisstein, Broschüre, 28 Seiten, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. (Hrsg.), 1993
- Wolfgang Dietz: Bad Tönisstein, Sitz des Oberpräsidenten des Rheinprovinz-Militärdistrikts. Eine Episode aus dem Jahre 1945, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1988
- Leo Stausberg: Kurfürstliches Bad Tönisstein. Geschichtliche Studie, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1962

