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Bahnhof Bad Neuenahr

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Der Bahnhof Bad Neuenahr wurde nach dreijähriger Bauzeit im Jahr 1881 eröffnet. Ein Chronist schrieb über das Gebäude: „Dem Fahrgast signalisiert der Bau, dass der Zug in einen Ort eingefahren war, der, bei einem solchen Bahnhof, nicht unbedeutend sein konnte, und dem Besucher zeigte das Empfangsgebäude an: Hier ist das Tor zur Welt, hier steht die neueste technische Errungenschaft bereit.“[1]


Aus Richtung Südosten fotografiert.
Aus Richtung Südwesten fotografiert.
Die Nordseite des Bahnhofsgebäudes.
Bahnhof Bad Neuenahr.jpg
Ahrtalbahn 1.jpg
Detail
der ehemalige Güterschuppen

Anschrift und Standort

Hauptstraße 58

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Bad Neuenahr)

Sonstiges

Matthias Röcke schreibt im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1987:[2]

Zur Einweihung der Ahrtalbahn im Jahr 1880 habe nur der westliche Teil im neugotischen Stil mit (zur Straßenseite) vorspringendem Portal und zwei Fensterachsen rechts und links davon gestanden. Ein Giebel betone die Front des zweistöckigen Hauses mit ausgebautem Dach. Auf der Bahnseite sei dieser Giebel kleiner ausgefallen.
Ende der 1920er Jahre sei der Bahnhof wesentlich erweitert worden. An der Bahnseite sei eine relativ harmonische Einbindung des neuen Baukörpers gelungen, die Front sei in zehn Achsen aufgeteilt, die durch die hölzerne, neugotisch gestaltete Bahnsteighalle noch betont würden. Es habe einen kleinen Anbau nach Westen und einen großen Anbau nach Osten gegeben. Dort würden die sechs großen Fenster des Saales der Bahnhofsstuben Bad Neuenahr auffallen.
Zur Straße hin sei die Zäsur durch den Anbau deutlicher zu erkennen. Nach Osten gebe es einen eingeschossigen mittleren Erweiterungsbau und als Abschluss einen zweigeschossigen Bau mit ausgebautem Dach und einem großen, zur Straße gewandten Giebel. Der mittlere Anbau habe ein zurückspringendes Dachgeschoss und ein weit heruntergezogenes, kleines Vordach im Erdgeschoss. Terrasse und Balkon des Abschlussgebäudes würden die Fassade zerklüften. Für Kontinuität zwischen alt und neu sorge allerdings das Baumaterial, nämlich einheimischer Bruchstein.
Der ursprüngliche Eingang sei vom alten Gebäude in den mittleren Anbau verlegt worden. Am alten Gebäude mahne der Spruch »Immer heiter, Gott hilft weiter«, am Anbau – ebenfalls ein Stück Kontinuität – »Froher Mut, gesundes Blut«.
Die Erweiterung habe das Erscheinungsbild des Bahnhofs insgesamt etwas unorganisch gemacht. Trotz des Anbaus mache der Neuenahrer jedoch einen guten Eindruck, da die Dimensionen des alten Bahnhofes im Großen und Ganzen nicht gestört wurden. Ein großer, klar gegliederter Fachwerkschuppen nach Osten gehört ebenso zu den Nebengebäuden wie ein modernes Stellwerkhäuschen an den Gleisen.

Westlich des Bahnhofsgebäude gab es ein öffentliches Toilettenhaus, das im gleichen Stil und Material wie der Bahnhof gebaut wurde. Um 2005 wurde dieses Gebäude abgerissen und durch einen Neubau etwa 30 Meter westlich des Bahnhofsgebäudes ersetzt.

Weitere Bilder

Siehe auch

Mediografie

Frieder Bluhm: Bahnhof löst bei Reisenden Ekel und Abscheu aus, rhein-zeitung.de vom 6. März 2013

Weblinks

ahrtalbahn.de: Bahnhof Bad Neuenahr

Fußnoten

  1. Quelle: Matthias Röcke: Bahnhöfe im Kreis Ahrweiler, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1987
  2. Bahnhöfe im Kreis Ahrweiler