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Burg Olbrück

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Die Burg Olbrück ist eine Höhenburg im Brohltal, erste Erwähnung 1112, Reste der ursprünglichen Anlage vorhanden. Die Burg steht in beherrschender Lage auf einer 440 Meter hohen Phonolithkuppe, die nach Norden hin steil ins Brohltal abfällt. Im Mittelpunkt der Burganlage steht ein 34 Meter hoher Bergfried, von dem man bei guter Sicht sogar die Türme des Kölner Doms sehen kann. Im Jahr 2013 ist die Burganlage von dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr für Gruppen, Familien und Wanderfreunde geöffnet.


Burg Olbrück Luft M.jpg
Burg Olbrück aus der Luft
Burg Olbrück 12 M.jpg
Das obere Brohltal mit Burg Olbrück und Hain (unten links)
Blick über das Rodder Maar auf den Bergfried der Burgruine Olbrück.
Burg Olbrück 11.jpg
Mittelaltermarkt auf Burg Olbrück
Das Rodder Maar (Vordergrund) und die Ruine der Burg Olbrück (hinten).
Der Bergfried.
Bis vor ein paar Jahren wurden in der Kastellaney der Burg Rittermahle veranstaltet.
Burgtor im Winter.

Standort

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Eigentümer

Pavol Pavlovic (seit 2012), Vorgänger: Rainer Maria Schlitter

Geschichte

Die Burg wurde um 975 erbaut.

Wahrzeichen des Brohltals und als markantester Punkt weithin sichtbar ist die Burgruine Olbrück. Vor rund 410.000 Jahren entstand die vulkanische Bergkuppe der Olbrück. Ausgrabungen aus den 1970iger Jahren haben römische Baureste in der Kernburg nachgewiesen, so das es als sicher gilt, daß hier ein römischer Wachturm stand.

In der wechselvollen Geschichte der Burg führten viele Verpfändungen und Beleihungen zu zahlreichen Besitzwechseln. Diese waren: die Erbauer, die Grafen von Wied (im Jahre 975), die Ritter von Eich und zuletzt die Herren von Bassenheim. Zur napoleonischen Zeit verkaufte die französische Besatzungsmacht die Burg auf Abbruch. Ab 1815 gehörte die Burganlage dem preussischen Staat, der den weiteren Abbruch verhinderte. Um 1878 erwarb der baltische Baron von Eckesparre, ein Nachfahre der Ritter von Eich, die Burg und trug zum Erhalt der Anlage bei. Nach seinem Tod verkauften die Erben die Olbrück vermutlich an Spekulanten wegen des Phonolithbaus. Seit 1956 befindet sich die Burg in Besitz eines Architekten.

Die Burg, mit dem mächtigen 34 m hohen Turm, einem der schönsten Wohntürme der deutschen Burgenarchitektur, ist die einzige Eifeler Höhenburg, die vom Rhein aus zu sehen ist. Die große Anlage mit Turm, Pallas samt Ecktürmen und Vorburg vermittelt immer noch eine gute Vorstellung von der Bedeutung der Reichsherrschaft Olbrück und ihrer mächtigen Herren.

Eine Spezialfirma aus Würzburg führte im Frühjahr 2013 Sicherungsarbeiten am Burgturm durch. Ende Februar 2013 war festgestellt worden, dass sich an einigen Stellen im oberen Bereich Verputzteile lösen. Aus Verkehrssicherungsgründen mussten Turm und Umgebung abgesperrt werden. Die Rhein-Zeitung (RZ) berichtete am 6. April 2013:

Die Sicherungsarbeiten begutachtete ... ein Handlungsbevollmächtigter des neuen Burgherren Pavol Pavlovic. Der Geschäftsführer der slowakischen Finanzberatungsfirma P & P Invest hatte die Burgruine ja im Juni 2012 still und leise dem langjährigen Besitzer Rainer Maria Schlitter abgekauft. Damals hieß es bei der Verbandsgemeinde (VG) Brohltal, die die Burgruine bis 2042 gepachtet hat, Pavlovic wolle die „Anlage gastronomisch nutzen“. Zu seinen weiteren Absichten schweigt sich Pavlovic dagegen bis heute aus. Auf mehrere RZ-Anfragen per E-Mail in den vergangenen Monaten reagierte er erst gar nicht. Aus dem VG-Rathaus in Niederzissen heißt es: Pavlovic hat auch der VG noch nicht vorgestellt, was er zukünftig mit der Burgruine vorhat. Auch die Fraktionen im Brohltaler VG-Rat können Pavlovics Vorhaben nicht einschätzen.

Am 1. April 2015 öffneten sich die Burgtore mit einem frischen touristischen Besucherkonzept. Das Kassenhäuschen, erste Anlaufstelle für ankommende Gäste, wurde um einen Kiosk erweitert. Die Kastellaney steht Gruppen, Firmen und Privatpersonen als Mietobjekt zur Verfügung. Als Hauptkraft wurde Elisabeth Hilger aus Oberzissen gewonnen.[1]

Der Kiosk wird 2016 von neuen Inhabern geführt.

Während einer nichtöffentlichen Sitzung des Bauausschusses im Juni 20116 stellte Zoltan Kosztolanyi, der Handlungsbevollmächtigte des neuen Eigentümers Pavol Pavlovic, die Pläne für die Zukunft der Burgruine vor. Die Sanierung solle mindestens 2,1 Millionen Euro kosten und zwischen zwei und fünf Jahre dauern. Während der Arbeiten bleibe die Burgruine für Besucher geöffnet bleiben. „Von VG-Bürgermeister Johannes Bell und Ausschussmitglied Horst Daleki wurde er in der jüngsten Sitzung mehrmals sehr energisch und in deutlichen Worten ermahnt, nach Jahren des Vertröstens doch endlich mal ein schlüssiges Konzept vorzulegen“, berichtete die Rhein-Zeitung. Obwohl Kosztolanyi mit drei Architekten und Bauingenieuren ins Rathaus nach Niederzissen gekommen war, blieben bei vielen Ausschussmitgliedern Zweifel, ob die angekündigten Pläne tatsächlich umgesetzt werden. Kosztolanyi sagte der Rhein-Zeitung, die Sanierungsarbeiten würden am Pulverturm und am Haupttor beginnen. Zuvor seien diverse Genehmigungen von den Denkmalschutzbehörden einzuholen. Ob auch eine Baugenehmigung erforderlich ist, das werde noch geprüft. Die Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz könnte in einen Machtkampf ausarten. Derzeit seien die vom Eigentümer beauftragten Fachleute damit beschäftigt, Detailplanungen zu erarbeiten und Aufträge zu erteilen. Möglicherweise könnten die Arbeiten im August 2016 beginnen. Der Kölner Diplom-Ingenieur Reiner Lemke stellte während der Sitzung das Sanierungsgutachten vorgestellt, das Pavlovic bei ihm in Auftrag gegeben hatte. Demnach werde die Sanierung des Bergfrieds 785.000 Euro kosten, die der restlichen Burganlage 1,3 Millionen Euro. Lemke sagte, die Sanierungsarbeiten des Bergfrieds im Jahr 2000 sein äußerst dilettantisch durchgeführt worden. In manchen Bereichen der Burgruine müssten die Facharbeiter „jeden Zentimeter mit einem kleinen Hammer abklopfen“. Was aus der Burgruine nach der Sanierung wird, ließ Kosztolanyi offen: „Uns wurde gesagt, dass ein Hotel erlaubt ist“, sagte er, „das müsste aber wirtschaftlich sein.“[2]

Weitere Bilder

Videos

siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 31. März 2015
  2. Quelle: Jan Lindner: Burgherr will Olbrück für 2,1 Millionen sanieren – Pavlovic-Vertreter stellen Pläne im Brohltal vor – Zweifel bleiben – Arbeitsbeginn im August?, in: Rhein-Zeitung vom 18. Juni 2016