Burg Olbrück
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Die Burg Olbrück ist eine Höhenburg im Brohltal, erste Erwähnung 1112, Reste der ursprünglichen Anlage vorhanden. Die Burg steht in beherrschender Lage auf einer 440 Meter hohen Phonolithkuppe, die nach Norden hin steil ins Brohltal abfällt. Im Mittelpunkt der Burganlage steht ein 34 Meter hoher Bergfried, von dem man bei guter Sicht sogar die Türme des Kölner Doms sehen kann.
Inhaltsverzeichnis |
Lage
Eigentümer
Historie
um 975 erbaut
Wahrzeichen des Brohltals und als markantester Punkt weithin sichtbar ist die Burgruine Olbrück. Vor rund 410.000 Jahren entstand die vulkanische Bergkuppe der Olbrück. Ausgrabungen aus den 70iger Jahren haben römische Baureste in der Kernburg nachgewiesen, so das es als sicher gilt, daß hier ein römischer Wachturm stand.
In der wechselvollen Geschichte der Burg führten viele Verpfändungen und Beleihungen zu zahlreichen Besitzwechseln. Diese waren: die Erbauer, die Grafen von Wied (im Jahre 975), die Ritter von Eich und zuletzt die Herren von Bassenheim. Zur napoleonischen Zeit verkaufte die französische Besatzungsmacht die Burg auf Abbruch. Ab 1815 gehörte die Burganlage dem preussischen Staat, der den weiteren Abbruch verhinderte. Um 1878 erwarb der baltische Baron von Eckesparre, ein Nachfahre der Ritter von Eich, die Burg und trug zum Erhalt der Anlage bei. Nach seinem Tod verkauften die Erben die Olbrück vermutlich an Spekulanten wegen des Phonolithbaus. Seit 1956 befindet sich die Burg in Besitz eines Architekten.
Die Burg, mit dem mächtigen 34 m hohen Turm, einem der schönsten Wohntürme der deutschen Burgenarchitektur, ist die einzige Eifeler Höhenburg, die vom Rhein aus zu sehen ist. Die große Anlage mit Turm, Pallas samt Ecktürmen und Vorburg vermittelt immer noch eine gute Vorstellung von der Bedeutung der Reichsherrschaft Olbrück und ihrer mächtigen Herren.
weitere Bilder
Christel Lenzgen: Burg Olbrück |
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Mediografie
- Burgführer zur Burg Olbrück, im Herbst 2005 in der Buchreihe zum Vulkanpark Brohltal/Laacher See erschienen, 48 Seiten (reich bebildert, anschaulich beschrieben wird die Geschichte der Burg mit einer umfassenden Baubeschreibung, ein gesondertes Kapitel ist der Restaurierung der Burg gewidmet. Außerdem werden die einzelnen Erzählstationen erläutert, die den Besucher auf eine Zeitreise vom Vulkanismus zum Rittertum führen. Alle touristischen Angebote der Burg werden beschrieben: Burgführungen, Hochzeiten im Bergfried, die Burgschenke Olbrücker Kastellaney sowie der Souvenirladen und der Abenteuerspielplatz für Kinder. Auch Geschichten und Sagen um die Burg wie beispielsweise die Sage vom "Schwarzen Fuchs" oder die Geschichte vom "Vogt der Olbrück" werden erzählt. Zu guter letzt wird auch der Vulkanpark Brohltal/Laacher See beschrieben, dessen Wahrzeichen die Burgruine ist. Der Burgführer ist im Buchhandel oder in der Tourist-Information Brohltal für 4,90 Euro erhältlich.
- Herr Graf ist wieder gut bei Stimme - An den acht Klang-Stationen der Olbrück wird gefeilt - Neue Burg entsteht für kleine Helden - VG wird zum Chef-Organisator (ET: 2./3. Februar 2002)
- Wolfgang Dietz: 'Burg und Herrschaft Olbrück - Aufstieg und Niedergang einer der ältesten Eifelburgen', Galenberg: 2. Aufl. 1978
- Wolfgang Dietz: 1689/90 bis 1989/90 - Zerstörung und Wiederaufbau der Burg Olbrück, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1990
- Wolfgang Dietz: 'Burg und Herrschaft Olbrück. Aufstieg, Niedergang und neue Nutzung einer der ältesten Eifelburgen', 3. Auflage/Neuauflage Galenberg 2001
- Hermann Höfer/Wolfgang Dietz: Neue Perspektiven für die Burg Olbrück, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2000
- Martina Froitzheim: Der Geist im Gewölbe, 2001
- Hans-Peter Pracht: Burg Olbrück, Aachen 2001
- Hans-Peter Pracht: Burg Olbrück und das Zissener Ländchen, 1981, erweiterte Neuauflage 2001, 19,80 Mark
- Hans-Peter Pracht: Die Burg Olbrück. Aus der Geschichte, Entwicklung und dem Werdegang einer der ältesten Eifelburgen an der südlichen Grenze des Kreises Ahrweiler, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1982
- Hermann Höfer/Wolfgang Dietz: 'Neue Perspektiven für die Burg Olbrück', in: Kreisverwaltung Ahrweiler (Hrsg.): 'Heimatjahrbuch für den Kreis Ahrweiler 2000', Ahrweiler 1999, S. 50

