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Gerhard Hensel

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Gerhard Hensel war vom 10. März 1991 bis Ende August 2011 Pastor der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Peter" Sinzig mit der katholischen Filialgemeinde "St. Wendelinus" Koisdorf, der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Sebastianus" Bad Bodendorf und der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Michael" Franken. Er wohnt jetzt in Remagen.


Pastor Hensel und die evangelische Pfarrerin Kerstin Lüdke bei der Eröffnung der Sinziger Tafel

Vita

Gerhard Hensel wurde am 3. Oktober 1941 in Niederfischbach an der Sieg geboren. Sein Vater ging kurz danach in den Krieg und blieb nach der Schlacht von Stalingrad vermisst. Seine Mutter starb 1981 nach langer schwerer Parkinson-Krankheit. Da der Besuch eines Gymnasiums damals damals nicht möglich war, kam Hensel mit zwölf Jahren ins Internat Burg Lantershofen. Am 3. März 1960 machte er am heutigen Peter-Joerres-Gymnasium Bad Neuenahr-Ahrweiler Abitur. Es folgte ein zwölfsemestriges Theologie-Studium in Trier und München.

Am 1. August 1965 wurde Hensel zum Priester geweiht. Zunächst war er als Kaplan in Wadgassen an der Saar und in Koblenz-Karthause tätig. Dort war er dann auch Religionslehrer am Gymnasium - und zwar hauptamtlich bis 1973 drei Jahre lang. Von 1973 bis 1991 wirkte er als Pastor in den Koblenzer Stadtteilen Neuendorf und Wallersheim. Insgesamt war er 24 Jahre lang Dechant - von Herbst 1991 bis März 2001 im ehemaligen Dekanat Remagen.

Würdigungen

Am 28. August 2011 wurde Pastor Gerhard Hensel unter großer Beteiligung in der Katholischen Pfarrkirche "St. Peter" Sinzig nach 20 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. „Geprägt von der Zeit als Kaplan auf der Koblenzer Karthause von den 1968ern und vom zweiten Vatikanischen Konzil, brachte er frischen Wind in unsere Gemeinde und packte gleich ein paar heiße Eisen an“, habe die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sigrid Seul gesagt, wie die Rhein-Zeitung am Tag darauf berichtete. Hensel habe nach dem Motto „Mein Glaube versetzt Berge“ den Altar wie einen Esstisch in die Mitte verrücken lassen, moderne Kommunionkleidung der Kinder erlaubt, seinen Schäfchen das „Vater Unser“ langsam beten und den Glauben an den „mütterlichen Vater“ gelehrt – ebenso wie politisches Engagement für die Ärmsten der Armen. Die evangelische Pfarrerin Kerstin Laubmann habe Hensel attestiert, dass er nicht nur ein gehöriger Dickschädel sei, sondern auch ein verlässlicher Partner in Sachen Ökumene.

Mediografie

Bernd Linnarz: Pastor Gerhard Hensel: Ein Porträt. 20 Jahre in Sinzig seelsorgerisch gewirkt, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2012, S. 24

 
 
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