AW-Wiki-Gezwitscher !

Kurpark Bad Neuenahr

Aus AW-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Kurpark Bad Neuenahr bildet - zusammen mit der integrierten Trinkhalle, der Konzerthalle und dem Kurpark-Café, dem nahen Thermalbadehaus Bad Neuenahr, den Ahr-Thermen und dem Kurhotel Bad Neuenahr das Herzstück der Badestadt Bad Neuenahr. Der Park, der heute auch über eine Kneipp-Anlage und eine Boule-Bahn verfügt, lädt zum Erholen und Verweilen ein, ist aber auch ein wichtiger Treff-, Kommunikations- und Veranstaltungsort.


Während der schönsten Zeit des Jahres.
Kurpark Bad Neuenahr 31.jpg
Alte kolorierte Ansichtskarte.
Alte Ansichtskarte vom Kurpark mit Konzertmuschel.
Alte Ansichtskarte vom Kurpark Bad Neuenahr mit Springbrunnen, Wandelgang, der damals neuen Trinkhalle und - rechts hinten - dem Kurhotel Bad Neuenahr.
Kurpark Bad Neuenahr 6.jpg
"Das Ohr des Dionysos" im Kurpark wurde von Friedhelm Pankowski im Jahr 2002 im Rahmen eines Bildhauer-Symposions geschaffen.
Die Konzerthalle im Kurpark wurde einst im Bauhausstil erbaut.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Trinkhalle

Die Trinkhalle im Bad Neuenahrer Kurpark wurde im Jahr 1858 zunächst als Holzkonstruktion gebaut. Die 1934 im Bauhausstil erbaute Konzerthalle bietet Platz für 800 Gäste. Mit ihrer drehbaren Konzertmuschel ist sie heute denkmalgeschützt.

Eigentümerin

Aktiengesellschaft Bad Neuenahr

Ehrenrosengalerie

Auf Initiative des damaligen Kurdirektor Rainer Mertel wurde im Jahr 1996 im Kurpark eine Ehrenrosengalerie angelegt. Persönlichkeiten, die dem Heilbad eng verbunden sind, sollten dort mit einer Rose geehrt werden. In den Jahren darauf wurden dort der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, Gabriele Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn und Karl Kardinal Lehmann mit Rosen geehrt. Die zweite Ehrenrose wurde Carl-Alexander von der Groeben gewidmet, dem ehemaligen Vorstandsmitglied der Kur-AG. Im Mai 2011 wurde Rainer Mertel mit einer Rose geehrt. Auf dem entsprechenden Schild heißt es: „Gepflanzt im Andenken an Rainer Mertel, Ministerialrat a.D., der sich als Kurdirektor und Alleinvorstand der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr von 1996 bis 2009 mit großem Engagement für das Heilbad eingesetzt hat.“

Historie

Das Anlegen des Parks fällt mit Gründung und Einweihung des Heilbades Neuenahr im Jahr 1858 zusammen. Der Verwaltungsrat des Heilbades mit Georg Kreuzberg an der Spitze setzte sich aus einflussreichen Mitgliedern des preußischen Adels und rheinischen Geldadels zusammen, so zum Beispiel dem Grafen von Fürstenberg-Stammheim zu Stammheim und dem Freiherrn Walpott von Bassenheim-Bornheim. Ihnen war es nicht nur geglückt, Kronprinzessin Augusta von Preußen für die Quellenweihe, sondern mit dem "preußischen Generaldirektor aller Königlichen Gärten", Peter Josef Lenné, den preußischen Gartenkünstler und Landschaftsarchitekten zu gewinnen.

Die Pläne des Generaldirektors sämtlicher königlicher Gärten erwiesen sich aber als zu kompliziert und kostspielig für den noch jungen Badeort an der Ahr. Der Verwaltungsrat ließ die Entwürfe deshalb nur in stark vereinfachter Form umsetzen. Alles andere als selbstverständlich war auch, dass er den Kurpark nicht rund um die bei Heppingen erbohrte Apollinaris-Quelle, sondern im damaligen Dorf Beul anlegen ließ, wo Kreuzberg kurz zuvor eine weitere Quelle entdeckt hatte.

Joseph Steinbach schrieb im Jahr 1881 in seinem "Führer durch das Ahrtal":

Die Trinkhalle liegt ungefähr 113 Meter vom Kurhause entfernt im Kurgarten, wo die beiden erstgebohrten Brunnen in reichstem Maße sprudeln. Prachtvolle Alleen nebst überdachten Spaziergängen, die mit lieblichen Blumenbeeten bekränzt sind, umschließen das Ganze. Eine gut besetzte Kurkapelle trägt zur Aufheiterung der Gemüthsstimmung bei."

Von den Bäumen, mit denen der Park unsprünglich bepflanzt wurde, ist heute kein einziger mehr erhalten, weiß Kurdirektor Rainer Mertel. Die US-amerikanischen Besatzer ließen im Ersten Weltkrieg längere Zeit ihre Maulesel im Park grasen. "Der Urin dieser Tiere war wohl Gift für die Bäume, wenig später gingen sie nämlich ein."

Schon bald aber sei der Park neu bepflanzt worden. Heute findet sich im Park eine vielfältige Pflanzenwelt: mehr als 600 unterschiedliche Laub- und Nadelbäume, Sträucher, Stauden und Wasserpflanzen gibt es dort; hinzu kommen ein Rosen- und ein Kräutergarten. Der Kräutergarten, in dem mehr als 50 Arten gedeihen, ist übrigens nach den Theorien der mittelalterlichen Mystikerin Hildegard von Bingen bepflanzt worden. Beete und Bäume werden in Trockenperioden mit Ahr-Wasser aus dem Mühlengraben bewässert, der durch den Park fließt.

In einem Beet gedeihen Ehrenrosen, die zur Erinnerung an Frauen und Männer gepflanzt wurden, die sich um die Badestadt verdient gemacht haben. Früher zog die Aktiengesellschaft Stiefmütterchen und Primeln, Geranien und Petunien in eigenen Gewächshäuser an.[1]

weitere Bilder

Mediografie

weitere Parks in Bad Neuenahr

siehe auch

Weblink

General-Anzeiger-Bonn.de Kurgarten Bad Neuenahr

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 18. September 2009
 
 
Sponsor