AW-Wiki-Gezwitscher !

Leitstelle Demenz im Kreis Ahrweiler

Aus AW-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Seit Februar 2006 besteht die Leitstelle Demenz im Landkreis Ahrweiler. Bei der Stelle handelt es sich um ein Modellvorhaben, das eine bessere Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankung erreichen will.


Trafen sich im Mai 2011 zu einem Gespräch über die Leitstelle:: Landrat Dr. Jürgen Pföhler (v.l.), Projektleiterin Katharina Steinich, Richard Stahl, Leiter der Caritas-Geschäftsstelle Ahrweiler, Bürgermeister Guido Orthen und Karl-Heinz Porz.

Inhaltsverzeichnis

Anschrift

Bahnhofstraße 5 (Bahnhof Ahrweiler)

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Ahrweiler

Kontakt

Projektleiterin

Katharina Steinich (Caritas-Geschäftsstelle Ahrweiler)

Träger

Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.

Aufgaben

Die Leitstelle, die im Caritas-Gebäude am Bahnhof Ahrweiler untergebracht ist, berät Betroffene und Angehörige, vernetzt die beteiligten Akteure im Gesundheits- und Sozialwesen, unterstützt ehrenamtliche Helfer, leistet Öffentlichkeitsarbeit, um das Thema Demenz zu enttabuisieren, und fördert neue, niedrigschwellige Betreuungsangebote. Die Angebote der Leitstelle richten sich an Menschen mit Demenzerkrankungen und ihre Angehörigen sowie an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Altenhilfe.

Finanzierung

50 Prozent werden von der Pflegekasse finanziert, die andere Hälfte teilen sich Land Rheinland Pfalz und Kreis Ahrweiler zu je 25 Prozent. Miete, Materialien und weitere Sachkosten trägt der Caritas-Verband.

Entwicklung

Am 1. Februar 2006 nahm die Leitstelle im Haus der Caritas in Ahrweiler ihre Arbeit auf - als eines von acht Modellvorhaben in Rheinland-Pfalz, das eine bessere Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankungen erreichen will. Die Projektleitung übernahm Katharina Steinich. An der Finanzierung der Personalkosten beteiligen sich zur Hälfte die Pflegekassen und zu je 25 Prozent das Land und der Kreis Ahrweiler. Miete, Ausstattung, Materialien und weitere Sachkosten der Fachstelle übernahm die Caritas.

Die wissenschaftliche Begleitung übernahm der RheinAhrCampus Remagen unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriele Moos mit der studentischen Unternehmensberatung Primus e.V.. Vorrangiges Ziel der Leitstelle ist die bessere Vernetzung aller im Gesundheits- und Sozialwesen Tätigen, die mit demenzkranken Menschen in Kontakt stehen. Hier geht es insbesondere um die Verknüpfung des medizinischen Bereichs, mit der Therapie, der sozialen Beratung sowie den Betreuungs- und Pflegeangeboten. Die Aufgaben sind vielfältig, z.B. der Aufbau einer Beratungskette im Verbund mit den bestehenden Beratungsangeboten, die Anregung und Initiierung neuer Betreuungs- und Wohnangebote sowie die Koordinierung der Hilfen bei Menschen mit besonderen Versorgungsbedürfnissen.

Der Projektstatus war zunächst bis zum 31. Dezember 2010 befristet.

Sonstiges

Verwirrtheit, also Demenz, ist eine der häufigsten Krankheiten im hohen Alter. In Deutschland leben mehr als eine Million Menschen, in Rheinland Pfalz circa 60.000 und im Kreis Ahrweiler schätzungsweise 1600 Männer und Frauen, die davon betroffen sind. Die Mehrheit dieser Menschen wird in der eigenen Häuslichkeit von der Familie versorgt.

Die Koordinierung und Weiterentwicklung der „Schulungsinitiative Demenz“ gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Leitstelle. Bei den Grundkursen, die am Ort von den Pflegestützpunkten organisiert werden, lernen im Jahr 2010 mehr als 100 pflegende Angehörige und Ehrenamtliche den Umgang mit demenzkranken Menschen. Rund ein Drittel der Teilnehmenden absolviert auch die Aufbaukurse, die ebenfalls wohnortnah angeboten werden.

Das Erstellen und Zusammenstellen von Infomaterialien ist ein wesentlicher Bereich der Arbeit der Leitstelle.

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitung, die in den Jahren 2006 und 2008 beim RheinAhrCampus Remagen lag, wurden Angehörige und Leitungskräfte von Pflegeeinrichtungen befragt. Die Ergebnisse brachten Hinweise für die weitere Versorgung von demenzkranken Menschen im Landkreis Ahrweiler. Seit 2009 liegt die wissenschaftliche Begleitung in den Händen von Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Pflegewissenschaftliche Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar. Mit ihm wurden im Jahr 2010 drei Workshops zur Förderung der „Demenzfreundlichen Kommunen an der Rheinschiene“ durchgeführt und zusammen mit Vertretern von Organisationen und Vereinen Ideen für eine Demenzkampagne „Auf gute Nachbarschaft“ zusammengetragen. Das Konzept soll 2011 mithilfe der Politik in Bad Breisig, Sinzig und Remagen umgesetzt werden.

Im Oktober 2010 waren eine Gesprächsgruppe für Früherkrankte und Pflegetreffs für Angehörige geplant.

Veröffentlichungen

  • Beratungsführer Demenz
  • Leitlinien Demenz

siehe auch

Portal "Soziales"

Weblinks

 
 
Sponsor