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St. Johannes von Nepomuk

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St. Johannes von Nepomuk wurde am 20. März 1393 auf Befehl des Königs Wenzel IV. von Böhmen verhaftet, gefoltert und von der Prager Moldaubrücke in den Fluss gestürzt. 336 Jahre später, am 19. März 1729, wurde er vom Papst Benedikt XIII heilig gesprochen: Der Adelige und Prager Domvikar Johannes von Nepomuk, der zwischen die Mühlsteine der kirchlichen und weltlichen Mächte geraten war. Als Brücken-Heiliger wird er heute verehrt, Wanderer und Autofahrer sehen seine Statuen auch im Kreis Ahrweiler - beispielsweise auf Ahrbrücken in Bad Bodendorf, Rech und Antweiler. Die katholische Pfarrkirche "St. Johannes Nepomuk" Kripp ist dem Heiligen geweiht. Und die St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft Ahrweiler e.V. besitzt ein Kleinod, das den Heiligen ehrt: 1753 stiftete Schützenkönig Constantin Gruben ein silbernes Königsschild mit dem Johannes von Nepomuk-Bildnis.


St. Nepomuk-Standbild auf der Freiherr-vom-Stein-Brücke Bad Bodendorf.
Plastik des St. Johannes von Nepomuk in der Fassade einer ehemaligen Kapelle, die heute als Wohnhaus genutzt wird, an der Quellenstraße in Kripp.

Inhaltsverzeichnis

Sagen und Legenden

Weil er wegen des Beichtgeheimnisses von König Wenzel gemartert wurde, soll seine Zunge bei einer Graböffnung nicht verwest gewesen sein. Die Darstellung mit den Fingern auf den Lippen ist ein Zeichen für die noch immer gültige Verschwiegenheit der Priester. Die fünf Sterne über seinem Haupt auf der Prager Brücke können auf die Sage weisen, das der Fundort seiner Leiche durch einen Sternenkranz angezeigt wurde. Eine andere Version erkärt die fünf Sterne als Bedeutung der Buchstaben tacui was so viel heißt wie "Ich habe geschwiegen." Als Wasserheiliger kann er auch bezeichnet werden, weil an der Stelle wo er ertrunken ist das Wasser der Moldau zurück gewichen ist. So konnte seine Leiche gefunden werden. Nepomukzungen aus Stein helfen gegen Zungenleiden und schützen vor übler Nachrede.

weitere Bilder

Mediografie

  • Ranko Ziellenbach: Johannes von Nepomuk - ein böhmischer Heiliger in der Eifel, 165 Seiten, Heilios-Verlag Aachen, 24,80 Euro
  • Parkland Verlag: Das große Heiligenlexikon

siehe auch

Weblinks

 
 
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