Stadt Sinzig
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Die Stadt Sinzig ist eine der acht Hauptkommunen des Kreises Ahrweiler.
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Bevölkerung
- 17.682 Einwohner (Stand: Ende 2003)
- ca. 12.940 Wahlberechtigte
Bürgervertreter
- Bürgermeister: Wolfgang Kroeger (2002-2017)
- 1 Beigeordnete: Charlotte Hager (2004-2014)
- 2. Beigeordneter: Gunter Windheuser (2004-2014)
- 3. Beigeordneter: Hubertus Henneke (2009-2014)
- Stadtrat Sinzig (2009-2014)
Stadtteile
Die Stadt Sinzig hat sechs Stadtteile:
- Bad Bodendorf
- Franken mit dem Wohnplatz Marienhof
- Koisdorf mit den Wohnplätzen Heinrichshof und Wendelinushof
- Löhndorf mit den Wohnplätzen Gerhardshof, Ilkenhof, Lindenhof und Schloss Vehn
- Sinzig mit den Wohnplätzen Forsthaus Dachsbach, Godenhaus, Harbachsmühle, Haus Schwalbenberg, Hennes-Schneider-Haus, Hombüchel, Im Berge, Schloss Ahrenthal und Schmitz Mühle
- Westum mit den Wohnplätzen Beulerhof und Nikolaushof
politische Gruppierungen
- Bündnis 90/Die Grünen - Stadtverband Sinzig
- CDU-Stadtverband Sinzig
- Die Linke - Ortsverband Sinzig
- FDP-Stadtverband Sinzig
- Freie Wählergruppe Sinzig e.V.
- Junge Union - Stadtverband Sinzig
- SPD-Ortsverein Sinzig
- Wählervereinigung Neues Sinzig e.V. (WNS)
Gremien
- Ausländerbeirat der Stadt Sinzig
- Stadtrat Sinzig
- Partnerschaftsausschuss Hettange-Grande - Sinzig
- Ältestenrat der Stadt Sinzig
- Bauausschuss der Stadt Sinzig
- Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Sinzig
- Umweltausschuss der Stadt Sinzig
Zur Geschichte
Die Geschichte Sinzigs beginnt unter dem lateinischen Namen Sentiacus in römischer Zeit, um das Jahr 140 n. Chr. Unmittelbar am Rhein, ungefähr 2 km flußaufwärts der Ahr-Mündung, wurden damals Tonwaren produziert. Noch heute heißt diese Stelle "Im Scherben-Acker". Im 4./5. Jahrhundert wurde die römische Herrschaft von den Germanen beendet, in Sinzig entstand eine kleine fränkische Ansiedlung. Im Jahre 762 wird Sinzig erstmals urkundlich erwähnt.
Seit dem Mittelalter war der Weinbau in Sinzig von großer Bedeutung, bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Rebstöcke durch die Reblaus vernichtet wurden.
Sinzig als Barbarossastadt
Die Sinziger sind noch heute stolz darauf, daß Kaiser Friedrich Barbarossa sich zwischen dem 6. März 1152 und dem Jahre 1180 insgesamt viermal in der Stadt aufhielt, die sich daher auch "Barbarossastadt" nennt. Dabei ist der rotbärtige Kaiser keineswegs exklusiv am Rhein daheim. Er dient auch anderen deutschen Städten als Beweis für die eigene Herausgehobenheit.
Da ist zunächst Gelnhausen im Kinzigtal zu nennen. Von dem Staufer stammt die von 1173 bis 1180 erbaute, im Dreißigjährigen Krieg von Schweden zerstörte Kaiserpfalz. Auch noch als Ruine (nur der Bogen der Torhalle und die Säulenarkaden des Palas sind erhalten) gilt das hoheitsvolle Ensemble mit das Edelste, das aus romanischer Zeit erhalten ist. Daneben macht vor allem das baulich geschlossene Stadtbild Gelnhausens für Besucher aus aller Welt einzigartig. Die Geburtshäuser von Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausen (Autor von "Der abenteuerliche Simplicissimus") sowie von Philipp Reiß (gilt neben Graham Bell als der Erfinder des Telefons) sind weitere Attraktionen der 25 Kilometer östlich von Frankfurt gelegenen Stadt. Gelnhausen ist Heimat des zweitgrößten Luftsportvereins Deutschlands (Aero-Club Gelnhausen) und beherbergte bis 1992 eine Garnison US-Truppen.
Auch die zweite Barbarossa-Stadt verfügt über einen traditionsreichen Flugbetrieb und beherbergte Truppen von Siegermächten des Zweiten Weltkriegs. Vom Flugplatz "Leinawald" zog der Stab des sowjetischen Jagdfliegerregiments erst am 22. Mai 1992 ab. Wenige Wochen später war der Ausbau zum Regionalflughafen beschlossene Sache. Doch die rund 41000 Einwohner zählende ostthüringische Kreisstadt Altenburg, 45 Kilometer südlich von Leipzig gelegen, ist vor allem als Skat- und Spielkartenstadt in der ganzen Welt bekannt geworden. Laut Verkehrsamt ("Altenburg - Stadt der Trümpfe") wurde hier "nachweislich" zwischen 1810 und 1815 von spielfreudigen Altenburger Bürgern das Skatspiel erdacht. Als Kaiser Barbarossa (noch nicht per Flugzeug) nach Altenburg kam, konnte also weder er noch sein Hofstadt sich mit den berühmten Spielkarten eindecken. Stattdessen nahm der Staufer im Jahre 1172 die Einweihung des Augustiner-Chorherren-Stiftes "Unserer lieben Frauen St. Marien" vor.
Die geographisch nächste "Barbarossastadt" ist Kaiserslautern (102.000 Einwohner), wo Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1152 eine Pfalz errichtete. Die Stadt verfügt zwar nicht über einen Flughafen, dafür aber über das Fritz-Walter-Stadion. Im Domizil der "Roten Teufel" (Kapazität: 44.000 Plätze) fiebert man bereits der WM 2006 entgegen. Ein weitere berühmter Lauterer ist Pfalzgraf Johann Casimir, der "Jäger aus Kurpfalz" des Volkslieds. Ursprünglich war Kaiserslautern mal ein Dorf, das nach seinem kleinen Flüßchen "Lutra" hieß. Heute wird die Lauter, als Fluss mit dem Ort nicht mitgewachsen, unterirdisch durch Barbarossas "Kaiser"-Stadt geführt.
Kindergärten und -tagesstätten
städtische
- Kindertagesstätte "Liliput" Sinzig
- Kindertagesstätte "Spatzennest" Sinzig
- Städtische Kindertagesstätte "Max und Moritz" Bad Bodendorf
- Städtische Kindertagesstätte Westum
sonstige
- Katholische Kindertagesstätte "St. Peter" Sinzig
- Katholischer Kindergarten "St. Georg" Löhndorf
- Kindertagesstätte "Zwergentreff" Franken
Schulen
Grundschulen
sonstige Schulen
- Barbarossaschule Sinzig (Regionale Schule)
- Rhein-Gymnasium Sinzig (RGS)
- Janusz-Korczak-Schule Sinzig (Schule für Lernbehinderte)

