THW-Ortsverband Ahrweiler
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Der THW-Ortsverband Ahrweiler wurde am 15. Januar 1953 in der THW-Bundesschule in Marienthal gegründet - mit Stützpunkten in Bad Neuenahr und Dernau. Am 1. Januar 1975 wechselte der Sitz des Ortsverbandes in die alte Grundschule nach Kalenborn, am 15. Juli 1993 auf seinen heutigen Standort, einem ehemaligen Brauereigebäude in der Sebastianstraße in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ende 2010 soll der Ortsverband eine neue Unterkunft in der Sebastianstraße 118–124 beziehen - auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Pies, hinter der ebenfalls neuerbauten TAMIKA-Tankstelle (TAMIKA = Tanken mit Karte).[1]
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Ansprechpartner
THW-Ortsbeauftragter ist Axel Schmieding
Entwicklung
1950, im Zeichen der Bedrohung durch den Kalten Krieg, wurde in Bonn das THW gegründet. Drei Jahre später, am 15. Januar 1953, wurde der THW-Ortsverband im Ahrtal mit Stützpunkten in Bad Neuenahr und Dernau gegründet. Dieser Ortsverband war Vorgänger der heutigen Ortsverbände in Ahrweiler und Sinzig. Erster Ortsbeauftragter des THW in Ahrweiler war Matthias Groß. Die Ausstattung des Ortsverbandes bestand am Anfang aus kaum mehr als ein paar Schubkarren und Schaufeln. Die damalige Hauptaufgabe des Bergungszuges des THW war die Räumung von Trümmern und die Rettung von Menschen aus beschädigten Häusern, wie sie bei einem feindlichen kriegerischen Angriff erwartet wurde. In den folgenden Jahren wurde die Ausstattung des THW in Ahrweiler ausgebaut und die Helfer des Ortsverbandes wurden für ihre Aufgaben ausgebildet. 1967 erfolgte die Neuausrichtung in einen Instandsetzungszug mit drei Gruppen: "Elektro", "Gas- und Wasserversorgung" sowie "Abwasser und Ölschadensbekämpfung". Seine Aufgabe war, Beschädigungen des Strom-, Wasser-, Gas- und Abwassernetzes im Katastrophen- und Kriegsfall zu beheben.[2]
1975 zog der THW-Ortsverband Ahrweiler in die alte Grundschule in Kalenborn um. 1985 wurden der Ortsverband im Rahmen der Neukonzeption des THW als "Technischer Zug" mit zwei Bergungsgruppen und der Fachgruppe Infrastruktur aufgestellt. 1993 wechselte der Ortsverband auf das ehemalige Brauereigelände in Bad Neuenahr-Ahrweiler. 2004 folgte anstelle der Fachgruppe Infrastruktur die Fachgruppe Beleuchtung. 2010 zog das THW in Ahrweiler in die heutige Liegenschaft an der Sebastianstraße 122 um. Im Mai 2013 zählt der Ortsverband knapp 40 ehrenamtliche Helfer.
In den ersten 60 Jahren seines Bestehens waren die Helfer des THW in Ahrweiler an zahlreichen Einsätzen im In- und Ausland beteiligt. Häufig half der Ortsverband bei der Bewältigung von Hochwassergefahren. Und bei Verkehrsunfällen, insbesondere auf der Autobahn 61, unterstützte er die Feuerwehren.
Helfer waren auch in Goma (Zaire) im Einsatz, um die Wasserversorgung in dem dortigen Hilfslager sicherzustellen. 1999 leitete der frühere Ortsbeauftragte und jetzige Vizepräsident des THW, Gerd Friedsam, die THW-Sondereinheiten, die nach dem Erdbeben in die Türkei entsendet wurden.
Im gleichen Jahr wie der Ortsverband wurde in Marienthal die erste Schule des THW gegründet. Am 9. März 1953 nahm sie ihren Unterrichtsbetrieb auf. Als Übungsobjekte dienten damals die Trümmer von der Tunnelsprengung der nie vollendeten Strategischen Bahn Neuss - Kreuzberg - Metz. 1960 wurde am gleichen Ort zusätzlich die Zentrale Ausbildungsstätte des Bundes für den Luftschutzhilfsdienst (ZAB) gegründet.
Fünf Jahre später wurden diese beiden Schulen auf das Gelände der ehemaligen Ziegelei in Ahrweiler verlagert. Da die Schulen in Holzbaracken untergebracht waren, erhielten sie schnell den Beinamen „Holzhausen“. 1971 wurden beide Schulen zur Katastrophenschutzschule des Bundes (KSB) mit Außenstelle in Hoya an der Weser zusammengefasst. In neu errichteten Gebäuden auf der Anhöhe „Godeneltern“ oberhalb der Ziegelei ging vier Jahre später die Katastrophenschutzschule (KSB) in Betrieb.
Die deutsch-deutsche Wiedervereinigung und die Auflösung des Ostblocks hatten strukturelle Veränderungen im Zivilschutz zur Folge. Die KBS wurde zur Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ). Die Ausbildung der THW-Helfer ist zu diesem Zeitpunkt bereits an die THW-Bundesschulen in Hoya und Neuhausen verlagert worden.
Seit 1971 gibt es in Ahrweiler eine THW-Jugend-Gruppe. Dort werden Jugendliche ab dem zehnten Lebensjahr auf altersgerechte Weise mit der Technik des THW vertraut gemacht. Neben der technischen Ausbildung steht gemeinsame Freizeitgestaltung auf dem Programm. Die Vermittlung von Toleranz, Hilfsbereitschaft und Weltoffenheit, das Erlernen von Teamarbeit und die Heranführung an die Demokratie nehmen bei der Arbeit der THW-Jugend einen wichtigen Stellenwert ein. Geschulte Betreuer bilden die Mädchen und Jungen aus und unterstützen die Heranwachsenden.[3]
Zum Samstag, 25. Mai 2013, bezieht der Ortsverband seine neue Unterkunft in der Sebastianstraße 122 in Bad Neuenahr, der an diesem Tag mit einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Auszeichnungen
Am 27. Mai 2004 wurde der Ortsverband mit der Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler ausgezeichnet.[4]
siehe auch
Weblinks
Fußnoten
- ↑ Quelle: Rhein-Zeitung vom 13. Juli 2010
- ↑ Quellen: u.a. Rhein-Zeitung vom 14. Mai 2013 und Günther Schmitt: THW in Bad Neuenahr: Tag der offenen Tür, general-anzeiger-bonn.de vom 21. Mai 2013
- ↑ Quelle: Rhein-Zeitung vom 25. Januar 2013
- ↑ Quelle: Ehrungen verdienter Bürgerinnen und Bürger in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2006

