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Seilbahnbrücke Altenahr

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Die über die Ahr führende Seilbahnbrücke Altenahr, über die auch der Ahr-Radweg führt, ist Eigentum der Horst & Jüssen KG Altenahr, in deren Besitz sich auch die Seilbahn Altenahr befand. Die Fahrrad- und Fußgängerbrücke führt vom Seilbahn-Parkplatz an der Talstation der ehemaligen Seilbahn Altenahr auf die linke Seite der Ahr.


Zustand im Herbst 2016
Seilbahnbrücke - Heinz Grates (2).jpg
Seilbahnbrücke - Heinz Grates (3).jpg

Standort

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Chronik

„Schon seit Langem steht eine Sanierung auf der Agenda der Ortsgemeinde“, berichtete die Rhein-Zeitung (RZ) am 13. April 2013. Derzeit würden Sanierungsangebote eingeholt, erklärte Ortsbürgermeister Albrecht Kreiten der RZ. Zu entscheiden sei auch noch, ob die Brücke in Holzbauweise oder in Metall saniert wird. Zudem müssten die Eigentumsverhältnisse geklärt werden. „Noch gehört die Brücke der ehemaligen Seilbahngesellschaft“, hieß es in der RZ, „zwar steht bereits fest, dass die Gemeinde sie kaufen wird, aber über den Preis wird derzeit noch verhandelt.“

Im August 2013 wurde die Brücke vom Ordnungsamt der Verbandsgemeindeverwaltung Altenahr gesperrt. Grund: mangelnde Verkehrssicherheit, so Achim Haag, Bürgermeister der Verbandsgemeinde. „Die Holzbohlen der Brücke sind marode. Da wir ein sicheres Passieren nicht garantieren können, mussten wir zu der Maßnahme greifen“, sagte Haag dem General-Anzeiger. Eigentümerin der Brücke ist die Horst & Jüssen KG, in deren Besitz sich auch die Seilbahn Altenahr befand, die im Jahr zuvor ihren Betrieb eingestellt hatte und die laut Vertrag mit der Gemeinde zurückgebaut werden muss, falls sich kein neuer Betreiber findet. Der Rückbau betreffe auch die Brücke, sofern sich keine andere Lösung findet, so Haag. Um die Sperrung aufzuheben, müsste die Ortsgemeinde Altenahr für die Sanierung sorgen. Die Kosten dafür würden allerdings im fünfstelligen Bereich liegen. Im Rathaus werde nach Alternativen für Radler und Wanderer gesucht. Dabei werde auch über die Nutzung der alten Eisenbahnbrücke nachgedacht.[1]

Die nach wie vor gesperrte Brücke werde „zeitnah saniert oder zurückgebaut“, sagte Ortsbürgermeister Rüdiger Fuhrmann im Januar 2017 der Rhein-Zeitung, ein Neubau komme aus Kostengründen nicht in Frage. Als Alternative stehe 200 Meter oberhalb die Ahr-Brücke am Campingplatz Altenahr zur Verfügung.[2]

Nachdem die Brücke schon länger teilweise gesperrt ist und so keine Fahrmöglichkeit für Autos und Motorräder bietet und Fahrräder geschoben werden müssen, ging sie aus privater Hand in den Gemeindebesitz über. Für diese Brücke sei nun „eine Lösung in Sicht“, berichtete die Rhein-Zeitung am 6. Juni 2017: Sie werde saniert, wobei das Land die Kosten übernimmt.

Sowohl der Neubau der Brücke als auch die erforderliche Verschwenkung und Erneuerung des Ahr-Radweges würden hauptsächlich vom Bund finanziert. Das sagte Ortsbürgermeister Rüdiger Fuhrmann bei der Sitzung des Gemeinderates von Altenahr Mitte November 2017. Die Gemeinde müsse voraussichtlich lediglich einen kleinen fünfstelligen Betrag als Planungskostenbeitrag aufbringen. „Da sich die Brücke in einem extrem desolaten Zustand befindet und daher eine hohe Dringlichkeit herrscht, konnte zudem erreicht werden, dass die Planung von Altenahr selbst erstellt und umgesetzt werden darf, wodurch wir nun zeitnah agieren können“, berichtete Bürgermeister Fuhrmann weiter. Deshalb sei damit zu rechnen, dass die Detailplanung im Frühjahr 2018 fertig ist und dass dann umgehend mit den Arbeiten begonnen werden kann. Der Überbau der Brücke solle aus Aluminium gefertigt werden. Die Widerlager der alten Brücke könnten nach einer Überarbeitung wieder verwendet werden. Deshalb werde die Brücke auch an alter Stelle wieder aufgebaut. Damit bleibt genügend Platz für das geplante Nahversorgungszentrum bleibt, mache es dieser Standort mache es jedoch notwendig, den Ahr-Radweg am Seilbahnparkplatz entlang der bestehenden Bebauung zu verlegen. Der Gemeinderat vergab daraufhin einstimmig den Auftrag für die Planung der Brücke zu einem Angebotspreis von 27.500 Euro.[3]

Fußnoten

  1. Quelle: Brücke der Seilbahn gesperrt – Bauwerk ist Privateigentum, in: General-Anzeiger vom 21. August 2013
  2. Quelle: Beate Au: Naturschutz macht Brückenbau kompliziert – Altenahr hätte lieber gestern als heute wieder eine Ahrquerung im Langfigtal, doch die liegt in weiter Ferne, in: Rhein-Zeitung vom 31. Januar 2017
  3. Quelle: Ute Müller: Desolate Brücke bald Vergangenheit – Gute Nachricht für die Gemeinde Altenahr: Der Bund finanziert den Neubau, in: Rhein-Zeitung vom 15. November 2017