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Asylbewerberheim Sinzig

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Das Asylbewerberheim an der Friedrich-Spee-Straße in Sinzig verfügt über mehrere Wohnungen, die jeweils 50 Quadratmeter groß sind und in denen jeweils bis zu sieben Personen untergebracht werden. Abzüglich der Flächen für Küche, Bad und Flur bleiben nur wenige Quadratmeter pro Zimmer übrig. Etagenbett und Enge gehören dort daher zum Alltag.


Standort

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Chronik

Die Gegebenheiten, unter denen Asylsuchende in der Gemeinschaftsunterkunft an der Friedrich-Spee-Straße in Sinzig leben müssen, verletzten die Menschenwürde, kritisierte Klaus Neufang, Vorsitzender der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V., im Oktober 2012 und erhob schwere Vorwürfe gegen die Stadt Sinzig. Hans-Joachim Dedenbach, Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe, fügte hinzu, dass die Missstände bereits mehrfach angemahnt worden seien, die Stadt aber bislang so gut wie nichts unternommen habe, um sie abzustellen. Im Winter müssten die Zimmer mit überdimensionierten Einzelöfen beheizt werden. Die Raumtemperatur lasse sich dabei nur über das Öffnen der Fenster regulieren.[1] Die Stadt habe die Vorwürfe mit der Aussage kommentiert, dass das Bauamt eine Prüfung der Heizöfen in Auftrag geben werde. Zum Vowurf unhygienischer Zustände in einem der Waschkeller habe es aus dem Rathaus geheißen, die zuständige Fachabteilung werde gebeten, zu prüfen, was zu veranlassen ist. Die Rhein-Zeitung zitiert aus der Informationsbroschüre aktuell Nr. 60, Ausgabe 3/2012, der UNO-Flüchtlingshilfe, in der es heiße: „In einer Kommune (gemeint sei Sinzig) sind die Wohnungen, in denen die Flüchtlinge untergebracht sind, völlig heruntergekommen ... mit Schimmel an Decken und Wänden.“ Das Sozialamt der Stadtverwaltung habe darauf geantwortet: „Das Thema Schimmelbefall ist ein dauerndes Thema in den Wohnungen und durch das Bauamt regelmäßig aufgegriffen und bekämpft.“ Zu dem Sperrmüll, der in den Kellerräumen abgestellt worden sei, heiße es aus der Verwaltung: „Sperrmüll ist grundsätzlich vom Verursacher zu entsorgen. Die Zuordnung ist in den Kellerräumen nicht möglich. Eine Räumung ist bereits mehrfach vorgenommen worden.“ Pfarrer Neufang hat vorgeschlagen, den Asylbewerbern eine oder zwei weitere Wohnungen im Haus zur Verfügung zu stellen. Dadurch würden die Platzprobleme gemildert und für ein Stück Privatsphäre gesorgt. Außerdem regte er eine Hilfsaktion mit ortsansässigen Handwerkern oder Vereinen an. Die Stadtverwaltung habe darauf wissen lassen: "Vorbehaltlich der Zustimmung der städtischen Gremien sind im Haushalt des kommenden Jahres 25.000 Euro für die Renovierung und Nutzbarmachung einer Doppelwohnung vorgesehen."

In einem Situationsbericht in der Rhein-Zeitung vom 14. Januar 2015 hieß es, in Sinzig würden zu dieser Zeit 33 Familien (57 Personen) betreut. Einige davon würden in dem kurz zuvor instand gesetzten städtischen Gebäude in der Friedrich-Spee-Straße wohnen. Um weitere Asylbewerber aufnehmen zu können, seien private Wohnräume angemietet worden. „Ausdrücklich Wert gelegt wurde auf eine dezentrale Unterbringung“, sagte Carsten Lohre, Leiter des Ordnungsamtes der Stadtverwaltung Sinzig. So sei im Bereich Godenhaus Raum für circa 13 und im ehemaligen Pfarrhaus Westum Raum für etwa zwölf Personen geschaffen worden.[2]

Siehe auch

Portal "Migration und Integration"

Fußnoten

  1. Quelle: Andreas Wetzlar: Flüchtlingshelfer wütend auf Sinzig - Vereinschef erhebt schwere Vorwürfe gegen Stadtverwaltung, in: Rhein-Zeitung vom 11. Oktober 2012
  2. Quelle: Judith Schumacher: Kommunen brauchen Unterstützung ihrer Bürger - Wie sich die Asylbewerber auf den Kreis verteilen und die Hilfe organisiert wird, in: Rhein-Zeitung vom 14. Januar 2015