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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Bachemer Burgen

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Das Dorf Bachem zwischen Ahrweiler und Bad Neuenahr war seit dem 15. Jahrhundert etwa 400 Jahre zwischen Ahrweiler und Wadenheim (eines der drei Dörfer, aus denen später Neuenahr entstand) ein Streitobjekt. Letztlich blieb Bachem immer Ahrweiler zugehörend. In dieser Zeit entstanden in Bachem zwei Burgen: Die Ahrburg stand im Bereich der heutigen Straßen Pfarrweg/St.-Pius-Straße und die Himmelsburg im Bereich Königstraße/Steinkauler Straße. Beide Burgen wurden zum Ende des Dreißigjährigen Krieges zerstört.

Historische Hinweise auf die Himmelsburg finden sich noch heute. Die Steinkauler Straße führt von der Plätsch aus gesehen am südlichen Ende der Bebauung den Namen Rittloch oder Rüttloch im Dialekt. Das ist ein Hinweis auf einen kaulenartigen Pfad, der von der Steinkauler Straße zum Rodderweg führte. Offenbar nutzte der Ritter der Himmelsburg diesen Pfad, um um seine Burg herum zu reiten. Heute ist dieser Pfad durch die in den 80er Jahren durchgeführte Gebietsreform zu einer ungepflasteten Straße stark erweitert worden.

Die Ahrburg stand weiter nördlich und auch dort führte ein Pfad zu den Wiesen und Gärten an der Ahr in Richtung Bad Neuenahr. Durch die Widmung dieser Wiesenflächen als erschlossenes Bauland in den 80er Jahren wurde die St.-Pius-Straße gebaut und führt heute von der St.-Pius-Brücke zur Bachemer Brücke.

An dieser Stelle sei anzumerken, dass weder Ahrweiler noch die drei Dörfer, aus denen heute Bad Neuenahr entstanden ist, über Burgen verfügte. Bachem war Streitobjekt zwischen Ahrweiler und Wadenheim und konnte sich erfolgreich zu Ahrweiler gesellen. Das wird auch durch die noch heute traditionelle Aufrechterhaltung mit den vier Ahrweiler und dem Walporzheimer Junggesellenvereinen sowie der St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft Ahrweiler e.V. gelebt.