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Bombenangriff auf das Fährschiff "Franziska" am 9. Februar 1945 in Kripp

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Zur Erinnerung an die Menschenopfer, die der Bombenangriff in Kripp forderte, wurde am 30. Oktober 2007 auf dem Friedhof Kripp die Gedenkstätte für die Zivilopfer des 2. Weltkrieges aus Kripp eingeweiht.

Der Bombenangriff auf das Fährschiff "Franziska" am 9. Februar 1945 in Kripp ...


Chronik

Mit der Landung der Alliierten im Juni 1944 in der Normandie hatte die Wehrmacht eine weitere Front nach der im Osten und im Süden in Italien mit Truppen und Material zu versorgen. Die Alliierten versuchten deshalb, die Nachschublinien zu zerstören. Wichtige Ziele für Bombenangriffe in der Goldenen Meile waren das Gleisdreieck Goldene Meile, die Ludendorff-Brücke Remagen und die zur Linken Rheinstrecke gehörende Eisenbahnbrücke über die Ahr in Sinzig. Im letzten Kriegsjahr wurden fast täglich Angriffe geflogen. Im Boden der Goldenen Meile findet man deshalb noch heute Bombensplitter. Während der Wehrmachtsoffensive in den Ardennen vom Dezember 1944 bis zum Februar 1945 wurden die Angriffe noch verstärkt. So startete am 9. Februar 1945 auf dem Flughafen nahe dem französischen Beauvaise-Tille ein Verband der 322. Bomb Group mit 36 aufmunitionierten Flugzeugen. Zweck dieses Angriffs war die Zerstörung der Eisenbahnbrücke Sinzig. Vermutlich waren es tief hängende Wolken und verstärkter Flakbeschuss durch die Wehrmacht, die einen zielgenauen Abwurf der hoch fliegenden Maschinen erschwerten. Statt die Eisenbahnbrücke Sinzig trafen die um 15.46 Uhr herabregnenden Bomben deshalb die Häuser entlang der Rheinallee in Kripp. Weil an diesem Tag Hochwasser herrschte, hatten die Bewohner trotz Alarm nicht die Schutzräume aufgesucht. So starben bei diesem Angriff in Kripp 16 Menschen, und 18 Häuser wurden zerstört. Drei weitere Menschen starben in Linz; außerdem wurden dort zwei Häuser zerstört. Neben weiteren Kolateralschäden wurden die Rheinfähre „Franziska“ getroffen, die erste frei zwischen Linz und Kripp pendelnde Fähre, und die Glasfenster der Katholischen Pfarrkirche "St. Johannes Nepomuk" Kripp zersprangen.[1]

Bei dem Bombenangriff starben: Constantia Breuer, Florentine und Joseph Klün(n)er, Sophia und Ernst Krampe, Margarete und Johann Wilhelm Schürheck, Heinrich Söller, Katharina und Peter Valentin, Max Werner, Katharina und Renate Hoffmann, Juliane Denn, Bernhard Söllen und Gertrud Lammer. Die Namen der zahlreichen Verletzten sind überwiegend nicht mehr bekannt.[2]

Zur Erinnerung an die Menschenopfer, die der Bombenangriff in Kripp forderte, wurde am 30. Oktober 2007 auf dem Friedhof Kripp die Gedenkstätte für die Zivilopfer des 2. Weltkrieges aus Kripp eingeweiht.

Weblink

geschichte-kripp.de: Kripp, 9. Februar 1945

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 30. Januar 2015
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 9. Februar 2015