Brieftauben-Reisevereinigung Rhein-Ahr e.V.

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Die 1984 gegründete Brieftauben-Reisevereinigung Rhein-Ahr e.V. ist ein überörtlicher Zusammenschluß mehrerer Taubenzüchter-Vereine aus dem Ahrkreis. Die Reisevereinigung unterhält einen sogenannten „Kabe“ (für „Kabinenexpress“) für den Transport der Brieftauben an ihre Auflassorte. Dieser Lkw hat Platz für weit mehr als 1000 Brieftauben. Jedes Wochenende in den warmen Monaten des Jahres rollt dieser "Express" z.B. bis nach Südfrankreich, um dort Brieftauben aus der Region Rhein-Ahr aufzulassen. Die Zeitnahme erfolgt vollelektronisch: Die Taube selbst löst den Kontakt beim Betreten ihres Schlags aus.


Mitgliederzahl

Mai 2012: 30 aktive Mitglieder, 60 Prozent davon sind Rentner

Vorstand

Vorsitzender: Heinz Kreusch

Geschäftsführerin: Irmenhild Kreusch

Gründung und Entwicklung

Im Jahr 2010 feierte die Reisevereinigung ihr 25-jähriges Bestehen.

Für November 2012 hatte die Reisevereinigung zu ihrem 27. Züchterfest mit Siegerehrungen und Brieftauben-Versteigerung ins Bürgerhaus Heppingen eingeladen. RV-Meister für das Flugjahr 2012 wurde Peter Esch vor Uwe Schoeneberg und Cremerius Schoeneck (beide aus Wormersdorf) samt seinem Sohn aus Adendorf. Der Versteigerungs-Erlös diente auch in diesem zur Abwicklung des Sportjahres der Reisevereinigung.[1]

Beim Züchterfest der Reisevereinigung Ende Dezember 2016 im Bürgerhaus Heppingen zeichnete der Vorsitzende Heinz Kreusch aus Heimersheim Luise und Ewald Veith aus Löhndorf mit ihren Tieren als Sieger des Reisejahres 2016 aus. Vereinsmitglied Karl-Josef Wachendorf aus Fritzdorf versteigerte bei der Veranstaltung Zuchttauben; Preise zwischen 30 und 150 Euro wurden gezahlt. 45 Mitglieder zählt der Verein zu dieser Zeit. 17 davon nehmen mit ihren Tauben an Reisewettbewerben teil. Jeder von ihnen habe zwischen 60 und 100 Brieftauben im sogenannten Winterbestand, also außerhalb der von April bis September dauernden Reisezeit, berichtete die Rhein-Zeitung am 28. Dezember 2016.[2]

Beim Züchterfest der Taubenfreunde am Sonntag, 8. Oktober 2017, im Bürgerhaus Heppingen wurde Arno Saam aus Burgbrohl als Champion 2017 der Brieftauben-Reisevereinigung Rhein-Ahr ausgezeichnet. Ausgezeichnet wurden auch die Einzelzüchter Ewald Veith aus Sinzig, Uwe Schoenenberg und Werner Brück sowie die Taubensportgemeinschaften Renate Schröder und Alfred Frier sowie Schöneck und Wachendorf. Mit jeweils etwa 1200 Tauben im vereinseigenen Kabinenexpress („Kabi“) fuhr der Vorsitzende Heinz Kreusch oder ein anderer Taubenzüchter auch im Jahr 2017 mehrfach etwa nach Belleville ins Rhonetal, um die Brieftauben dort aufzulassen. Für die 530 Kilometer lange Strecke benötigen die Tauben sechs bis sieben Stunden. 45 Mitglieder, davon 18 aktive Taubenzüchter, zählt die Reisevereinigung zu dieser Zeit.[3]

Im Oktober 2018 zählt die Vereinigung mehr als 30 Mitglieder, von denen jedes zwischen 60 und 100 Tauben im sogenannten Winterbestand hat, also außerhalb der von April bis September dauernden Reisezeit. 17 Vereinsmitglieder sind in den Reisewettbewerben aktiv.

Sonstiges

Den Ablauf eines Wettfluges beschrieb die Rhein-Zeitung einmal folgendermaßen:

Mit rund 1200 Tauben im vereinseigenen Kabi, so wird der Kabinenexpress zum Transport kurz genannt, fährt Kreusch oder ein anderer Taubenfreund mehrfach im Jahr bis nach Belleville im Rhonetal, um sie dort aufzulassen. Für die in Luftlinie 530 Kilometer lange Strecke benötigen die Tiere je nach Wetter sechs bis sieben Stunden. Im Verlauf des Flugjahres werden es immer weniger Tiere, denn in weiten Teilen Europas ist die Brieftaube zur Zeit der Wettflüge eine Hauptbeute des Wanderfalken, und auch nicht alle Tiere sind auf Dauer den hohen Konditionsanforderungen gewachsen. So ist die nährstoffreiche Fütterung rund um das Jahr ein besonders wichtiger Teil der Brieftaubenzucht. Wieder im heimischen Schlag, wird die Ankunftszeit mit einem elektronischen Konstatiersystem genau erfasst und mit der Reisezeit der anderen Tauben verglichen. Landet sie doch einmal in einem falschen Schlag, so zeigen kleine Fußringe den Besitzer an. Zur besonders schnellen Rückkehr werden die Tauben motiviert, wenn im Heimatschlag ein Gelege zu brüten oder Jungtauben zu füttern sind. Auch wenn die nach Geschlechtern getrennt gehaltenen Brieftauben bei der Rückkehr ihren Partner vorfinden, beeilen sie sich besonders. Wie es die Tiere anstellen, ohne Probleme wieder zum heimischen Schlag zurückzufinden, darüber streiten immer noch die Experten. Es gibt darüber mehrere Theorien, aber keine ist stichhaltig bewiesen.[4]

Mediografie

Weblink

brieftaubenvereine.info: Reisevereinigung Rhein-Ahr

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 29. November 2012
  2. Quelle: Jochen Tarrach: Fasziniert: Brieftaubenzüchter sind stolz auf gefiederte Spitzensportler, rhein-zeitung.de vom 27. Dezember 2016
  3. Quelle: Jochen Tarrach: Arno Saam ist Champion der Taubenzüchter – Burgbrohler wurde in Heppingen von der Brieftauben Reisevereinigung Rhein-Ahr ausgezeichnet, in: Rhein-Zeitung vom 10. Oktober 2017
  4. Quelle: Jochen Tarrach: Fasziniert: Brieftaubenzüchter sind stolz auf gefiederte Spitzensportler, rhein-zeitung.de vom 27. Dezember 2016