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Freizeitanlage Brohltalaue-Ost (Burgbrohl)

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Die Freizeitanlage Brohltalaue-Ost in Burgbrohl wurde im Januar 2016 übergeben. Mit finanzieller Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz wurde dort ab April 2012 eine Grünanlage mit Geysir, Trinkbrunnen sowie Wasserspielplatz und Fußball-Kleinfeld für Kinder und Jugendliche gebaut. Im Juli 2012 ist eine neue Fußgängerbrücke eingesetzt worden, die es erlaubt, die Brohltalaue von der Ortsmitte aus rasch zu Fuß zu erreichen. Im Zuge der Umgestaltung wurde der Brohlbach auf einer Länge von 50 Metern für Fische und Wasserkleintiere durchgängig gemacht. Dazu ist eine Aufstiegstreppe aus Naturstein mit mehreren Flachwasserstufen gebaut worden. Das zwei Meter hohe alte Wehr wurde zurückgebaut.[1]


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Lage

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Chronik

Im Jahr 2010 wurde dem Gemeinderat Burgbrohl erstmalig der Plan für die Anlage vorgestellt. Zuerst wurde der für Kinder und Jugendliche gedachte erste Teilbereich nördlich des Brohlbaches gebaut und in Betrieb genommen.

In einem Bericht der Rhein-Zeitung (RZ) über einen Ortstermin des Burgbrohler Ortsbürgermeisters Walter Schneider (SPD), Verbandsgemeindebürgermeister Johannes Bell (FWG) und dem damaligen Landtagsabgeordnete Marcel Hürter (SPD) mit Diplom-Ingenieur Bernd Heichel (Planergruppe Heichel), Susanne Diewald (Bauleitung), Projektleiterin Angelika Görres (Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal) und Vertretern der Baufirma vom Januar 2013 wurde die Investitionskosten mit 1,55 Millionen Euro beziffert (gegenüber 1,1 Millionen Euro im Juli 2012). Die entstehende Grünanlage werde die Themen Wasser und Vulkanismus in Spiel- und Parkszenarien aufgreifen, hieß es in dem RZ-Bericht. Pyramidenförmige Bohrtürme von sechs Metern Höhe, deren Spitzen nachts beleuchtet würden, seien „den ursprünglich in der Region vorhandenen Kohlensäure-Bohrtürmen nachempfunden.“ Die Türme würden die einzelnen Themenbereiche der Grünanlage markieren. Für Kinder würden ein Wasserspielplatz sowie ein mit Banden und Netzen eingefasstes Fußballfeld für sechs bis acht Spieler gebaut. „Ein Mineralbrunnen wird quellfrisches Wasser liefern, ein Geysir die Kraft artesisch gespannten Grundwassers sichtbar machen und ein Gradierwerk für Mineralabscheidung und Wasserdampfsättigung der Luft sorgen“, schreibt RZ-Autor Andreas Braun. In dem Gradierwerken werde jedoch kein Salz, sondern Eisenoxyd aus dem Wasser ausgefällt. Hinweiselemente und ein Informationspunkt für den Vulkanparkweg ergänzen das Angebot, das ansonsten als wieder neu erstehender Burgbrohler „Kurpark“ reichlich Gelegenheit zum Spaziergang bieten wird", schreibt Braun weiter. Die Gestaltung der Aue erlaube es, Spiel, Bewegung und Natur mit einem Blick in die Geschichte des Ortes und der Region zu verbinden, sagte Ortsbürgermeister Walter Schneider bei dem Termin, „zusammen mit den verbesserten Möglichkeiten der Gastronomie im Bahnhof und im Schloss können Besucher sich nun wesentlich länger in Burgbrohl aufhalten.“ Die Verbandsgemeinde Brohltal ist froh, mit der Aue einen weiteren wichtigen und sinnreichen Baustein für den Vulkanpark Brohltal/Laacher See zu erhalten. Mit Unterstützung des Landes werde ab Juni 2013 der Brohlbach in dem Auen-Abschnitt renaturiert.[2]

Am Montag, 22. Juli 2013, übergab der rheinland-pflälzische Innenminister Roger Lewentz in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Planung und Verwaltung und der ausführenden Firmen den von der Brohltalstraße bis zur Brohlbachtalbrücke reichenden ersten Bauabschnitt des Projekts seiner Bestimmung. Zu den Gästen gehörten der Kreisbeigeordnete Horst Gies, der Landtagsabgeordnete Marcel Hürter (SPD) und Guido Ernst (CDU) und VG-Bürgermeister Johannes Bell. „Der erste Bauabschnitt ist im Wesentlichen den Kindern und Jugendlichen gewidmet“, sagte Ortsbürgermeister Walter Schneider und dankte der Firma Rhodius sowie der Brohltalklinik für das Entgegenkommen bei den für die Realisierung notwendigen Grundstücken. Minister Lewentz sagte, schöne Flächen mit hohem Erholungs- und Freizeitwert seien entstanden - ein wichtiger Punkt für Gemeinden angesichts des demographischen Wandels, der immer mehr zu einem Wettbewerb zwischen Gemeinden führe. Gemeinden, die sich diesem Wettbewerb um die Einwohner nicht stellen, würden überrollt. Die in Burgbrohl entstandene Anlage sei schön und in sich stimmig.

Manfred Rhodius, Seniorchef der Firma, die maßgeblich Planung, Bau und Inhalte der Wasserstationen in der Aue begleitete und unterstützte, wusste: Hier an diesem Platz liege sozusagen die Keimzelle des Unternehmens Rhodius. Sein Ururgroßvater sei um 1827 hierher geschickt worden, um Quellen für und mit Kohlensäure zu finden und zu erschließen. Hier sei die erste Quelle kohlensäurereichen Wassers gewesen – sie floss damals noch frei in den Brohlbach. Erst später seien Firma und Gebäude an den jetzigen Standort weiter talabwärts verlagert. Im Einvernehmen und zu beiderseitigem Vorteil seien Grundstücke mit der Gärtnerei getauscht worden. Diese Quelle und die notwendige Zugänglichkeit der Quellfassungs-Einrichtungen seien der Grund gewesen, warum die Firma am Grundstückseigentum festgehalten habe. Die jetzige Mineralwasser-Stelle am ersten "Bohrturm" der Anlage und das Thema Wasser, Kohlensäure und Eisen steht also nicht zufällig gerade an diesem Ort. Sie würden viele Bezüge zu Firmen- und Ortsgeschichte aufweisen.[3]

Im Januar 2016 wurde auch den Park auf der Südseite des Baches seiner Bestimmung übergeben. In Anlehnung an den ehemaligen Kurpark von Burgbrohl wurde dort eine Erholungsfläche für Ruhe Suchende geschaffen. Eine Fußgängerbrücke über den Brohlbach verbindet die beiden Bereiche miteinander. Durch den Park und über die Brücke können auch Patienten und Besucher der geriatrischen Brohltal-Klinik "St. Josef" barrierefrei die Burgbrohler Ortsmitte erreichen. Die Rhein-Zeitung berichtete anlässlich der Fertigstellung:

Kegelformsymbole ziehen sich als wiederkehrende Elemente wie ein roter Faden durch die Aue und prägen die gesamte Grünanlage. Sie erinnern an die einstigen Mineralwasser- und Kohlensäurebohrtürme Burgbrohls. Durch die bei Dunkelheit beleuchteten Spitzen der Kegel ist der Themenweg auch bei Nacht ein besonderer Blickfang. Ein kohlensäurehaltiger Geysir ist eine Attraktion innerhalb der Anlage.[4]

Die Baukosten betrugen rund 1,55 Millionen Euro. Dabei erhielt die Gemeinde insgesamt 1,1 Millionen Euro Förderung. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützte das Projekt im Rahmen der Städtebauförderung, der Bund beteiligte sich mit seinem Förderprogramm Ländliche Zentren. Im Rahmen des Projekts wurde der Brohlbach mit einem Zuschuss aus dem Landesprogramm Aktion Blau renaturiert.

Siehe auch

Weblink

burgbrohl.de: Brückenneubau Brohltalaue Ost

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 6. Juli 2012
  2. Quelle: Andreas Braun: Burgbrohl: „Kurpark“ greift Geschichte auf - Sport, Spiel und Erholung, in: Rhein-Zeitung vom 30. Januar 2013
  3. Quelle: Brohltalaue-Ost I in Burgbrohl ist eröffnet, in: Olbrück-Rundschau vom 25. Juli 2013
  4. Quelle: Hans-Willi Kempenich: Burgbrohl hat jetzt einen Park – Freizeitanlage Brohltalaue-Ost offiziell eingeweiht – Aufwertung für Burgbrohl, in: Rhein-Zeitung vom 23. Januar 2016