Burg Lede

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Die Burg Lede ...

Standort

An der Burg Lede 1, 53225 Bonn

Die Burg liegt in der Niederung des alten Sieg-Bettes zwischen Vilich und Geislar. Das sumpfige Gelände wurde im Mittelalter als „in der Lach“ bezeichnet – ein Hinweis auf die typische Lage einer Niederungsburg.

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Chronik

Anfänge (13. Jahrhundert)

Um 1200 entstand ein romanischer Wohnturm, der von Wasser umgeben war.

Dieser Turm bildet das älteste erhaltene Bauelement der heutigen Burg.

Gotische Erweiterung (14. Jahrhundert)

1361 wird erstmals Ritter Johann Schillink von Vilich als Bewohner genannt.

Er ließ den Wohnturm zu einer dreiflügeligen gotischen Burganlage erweitern.

In dieser Zeit überließ er dem Kölner Erzbischof Wilhelm von Gennep Weingüter in Ahrweiler zur Finanzierung des Burghalts.

Besitzerwechsel und Kriegszerstörungen (15.–17. Jahrhundert)

Nach dem Aussterben der Schillink‑Familie gelangte die Burg an die Familien von Bongart und später von Blanckart.

Während des Truchsessischen Krieges und des Dreißigjährigen Krieges wurden große Teile der Anlage zerstört.

Stift Vilich und preußische Zeit (18.–19. Jahrhundert)

1761 erwarb das Stift Vilich die Burg.

Nach der Säkularisation (1802) fiel sie an den preußischen Staat und wurde später mehrfach verkauft, u. a. an den Bankier Herstatt und den Freiherrn von Carnap zu Bornheim.

Wiederaufbau und heutiger Name (1904–1907)

1904 kaufte der Hüttenwerksdirektor Weinlig die ruinöse Anlage.

Er ließ sie im Stil des Späthistorismus vollständig wiederherstellen und gab ihr 1907 den heutigen Namen Burg Lede.

Zeitgleich wurde der 4,3 Hektar große Burgpark vom Gartenarchitekten Walter von Engelhardt neu gestaltet.

20. Jahrhundert bis heute

Nach 1930 gehörte die Burg der Gräfin Berghe von Trips.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten britische Offiziere, darunter der spätere Außenminister Lord Carrington, die Burg als Kommandoquartier.

Seit 1987 war sie im Besitz des Freiherrn von Loë, später ging sie in private Hände über.

Mediografie

Ebba Hagenberg-Miliu: Neues aus der Vilicher Historie - Von Schimpftiraden, Fensterklirren und einem berühmten Dichter-Sproß, ga.de, 7. Oktober 2025

Weblinks

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