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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Carl Friesem

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Der Jude Carl Friesem (* 1888) lebte einst mit seiner Familie im Wohn- und Geschäftshaus Jesuitenstraße 28, an der Ecke Jesuitenstraße/Wadenheimer Straße (früher Tempelgasse oder auch Jüddejäßje genannt, da sich hier die 1901 erbaute Synagoge befand). Die Rhein-Zeitung berichtete am 18. März 2017 über Carl Friesem:

Er war als Jude ein im Ort voll akzeptierter Mitbürger, der die Menschen mit seinen hintergründigen Lebensweisheiten beeindruckte. Schon 1933 wusste er: „Denkt daran, die Nazis sinn keine Feine, die sinn brutal, die machen os all platt. Zuerst kütt de Knoblauch (die Juden), un dann de Weihrauch (die Christen) drann!“ 1936 zog die Familie Friesem nach Koblenz. Von dort wurden Carl Friesem, seine Ehefrau Janette sowie die Kinder Hermann und Lieselotte 1942 ins Transit-Getto nach Izbica deportiert. Später hat man sie für tot erklärt.[1]

Heute erinnert ein Stolperstein vor dem Wohnhaus der Familie an Carl Friesem.

Stolperstein Carl Friesem.jpg

Stolperstein

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Fußnoten

  1. Quelle: Originale mit Pinsel und Farbe – Arbeitseinsatz anno dazumal: Historisches Foto zeigt Malermeister in Aktion, in: Rhein-Zeitung vom 18. März 2017