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Die Versenkung der "Goethe" am 3. März 1945 vor Oberwinter

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Die Versenkung der "Goethe" am 3. März 1945 am Schiffsanleger in Oberwinter war der folgenreichste Luftangriff, den der Hafenort im Zweiten Weltkrieg erlebte. Die Attacke galt dem in Oberwinter stationierten Köln-Düsseldorfer-Dampfer „Goethe“, auf dem hunderte russische Kriegsgefangene untergebracht waren. Beim Tiefflieger-Angriff am Nachmittag waren die meisten Gefangenen aber bei einem Arbeitseinsatz an Land. Dennoch kamen bei diesem Angriff 18 oder 20 Gefangene um. Anfang der 1950-er Jahre wurde der 1913 gebaute Raddampfer „Goethe“ wieder in Stand gesetzt. Nach mehrmaligem Umbau ist er noch heute als letzter und einziger Schaufelraddampfer auf dem Rhein im Einsatz. Seit dem 28. August 1996, dem 247. Geburtstag des Dichters, verkehrt er als Nostalgie-Dampfer auf dem Rhein.


Der Raddampfer „Goethe“ im Jahr seines Stapellaufs 1913
Oberwinter - Heinz Grates (11).jpg

Gedenkstein

Der Remagener Bürgermeister Herbert Georgi gab am Sonntag, 18. Mai 2003, den neu gestalteten Rastplatz „Siegengebirgsblick“ zwischen Bundesstraße 9 und Rheinpegel Oberwinter zur Nutzung frei. Initiator der Neugestaltung war der Verkehrs- und Verschönerungsverein Oberwinter-Rolandseck e.V. (VVOR). Zusammen mit dem VVOR-vorsitzenden Horst Eckertz enthüllte Georgi bei gleicher Gelegenheit auf dem Rastplatz eine Gedenktafel zur Erinnerung an die 20 Todesopfer, die die Versenkung „Goethe“ einst forderte. Die Gedenktafel wurde von der Diwo Natursteine GmbH Remagen angefertigt. Folgender Text ist auf dem Gedenkstein zu lesen:[1]

Am 3. März 1945 wurde der unterhalb dieses Ratsplatzes ankernde Rheindampfer "Goethe" durch amerikanische Tiefflieger versenkt. Er diente in den letzten Monaten des 2. Weltkrieges russischen Kriegsgefangenen, die zum Bau von Verteidigungsanlagen in Oberwinter eingesetzt waren, als Notunterkunft. Glücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffes die meisten Gefangenen im Arbeitseinsatz. Aber 20 Russen, die an Bord waren, fanden den Tod und haben ihre letzte Ruhestätte auf dem hiesigen Friedhof gefunden. Die „Goethe“ wurde 1949 gehoben und fährt noch heute als letzter Köln-Düsseldorfer Raddampfer auf dem Rhein.

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quellen: Jutta Plewa: Was lange währte, wird nun endlich gut – VVOR ließ den Rastplatz "Siebengebirgsblick" zwischen Oberwinterer Pegelhäuschen und Beginn des Hafendamms neu gestalten - Historische Stätte, in: Rhein-Zeitung vom 15. Januar 2003, Platz fürs Erinnern mit Blick auf das Siebengebirge, in: Rhein-Zeitung vom 19. Mai 2003, Rastplatz eingeweiht und Chronik vorgestellt, rundschau-online.de vom 19. Mai 2003, und Rhein-Zeitung vom 21. Mai 2017