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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Dingelgruppe der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Laurentius" Ahrweiler

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Die Dingelgruppe der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Laurentius" Ahrweiler wurde im Jahr 1988 gegründet.


Mitglieder

Elf Gemeindemitglieder gehören im April 2013 zu der nach wie vor von Werner Bergmann geleiteten Gruppe: Andreas Bergmann, Werner und Oliver Knieps, Christian Adams, Andreas Schmitt (Ahrweiler), Franz-Josef Küpper, Peter Ropertz, Hermann Adams, Hermann Striebel und Frank Rost.

Termine

In Ahrweiler wird an Ostersonntag und -montag nach dem Hochamt gegen zwölf Uhr sowie nach der Abendmesse gegen 19.30 Uhr gedingelt. Bis Fronleichnam wird dann samstags weiter von 11.45 bis 12 Uhr und ab 18 Uhr sowie sonntags nach dem Hochamt, ab etwa zwölf Uhr, gedingelt. Außerdem erklingen die Glocken der katholischen Pfarrkirche „St. Laurentius“ Ahrweiler zum Zapfenstreich vor Fronleichnam und während der Fronleichnamsprozession. Zu Weihnachten und Neujahr sowie zum Patronatsfest wird ebenfalls gedingelt.

Chronik

Das Dingeln, auch Beiern genannt, ist eine Tradition, die im Erzbistum Köln wie in anderen Regionen des Rheinlandes seit dem 15. Jahrhundert bezeugt ist. In der Katholischen Pfarrei „St. Laurentius“ wird Dingeln bereits im 16. Jahrhundert in der „Ahrweiler Läuteordnung“ erstmalig erwähnt. Nachdem der Brauch viele Jahre lang geruht hatte, traf sich zu Ostern 1988 eine Gruppe von acht Männern aus der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Laurentius" Ahrweiler unter der Leitung von Werner Bergmann. Bergmann hatte von Franz Steffes die Technik des Dingelns erlernt. Gedingelt wird nicht elektrisch oder über das Glockenseil. Vielmehr werden Lederriemen direkt an die Klöppel der Glocken gebunden und dann rhythmisch gezogen. In Ahrweiler werden für das Dingeln lediglich drei der acht Glocken benötigt. Heute wird das Dingeln in Ahrweiler wieder in der Osterzeit und zu Fronleichnam praktiziert. Die Rhein-Zeitung (RZ) beschrieb am 12. April 2013:

Die große Glocke „St. Laurentius“ von 1695 schwingt elektrisch, gleich nach ihrem ersten Ton wird an der ruhenden Glocke „St. Cäcilia“ von 2003 mit einem kräftigen Doppelschlag der in einen Lederriemen eingespannte Klöppel an die Außenwand geschlagen. Es folgt, ebenso betätigt, aber nur mit Einzelschlag, „St. Maria“ von 1695. Aus diesem fortlaufenden Takt ergibt sich ein besonders feierliches Läuten. Auch andere Glockenkombinationen, also andere Tonfolgen mit mehreren Glocken, sind möglich. Gespielt werden kann aber nur über zwei Oktaven.

Die RZ berichtete weiter:

„Besonders im Winter ist es im zugigen und dunklen Turm oft eisig kalt“, berichtet Werner Bergmann. So ist es nach der Christmette zu Heiligabend nicht nur kalt im Turm, sondern auch dunkel, denn nur einige trübe Birnen geben dem Glockenraum spärliches Licht. Diese Birnen sind auf wundersame Weise über dieselbe Sicherung abgesichert, wie die Lichter der Weihnachtskrippe unten in der Kirche. Als diese nun in einem besonders feierlichen Augenblick zum „Stille Nacht, Heilige Nacht“ durch Ausschalten der Sicherung gelöscht wurden, saßen die Männer hoch oben im Turm im Dunkeln. Erst nach der Mette bekamen sie wieder Licht. Die Messe wird per Lautsprecher bis in die Glockenstube übertragen, damit die eifrigen Dingler nicht an der falschen Stelle mit ihrem Spiel loslegen. Viel Üben kann man nicht, man muss eben Gefühl mitbringen und auf die Zeichen der anderen Dingler achten. Natürlich gibt es auch Notenblätter. Diese haben aber keine Noten, sondern geben lediglich in Form von Zahlen die Reihenfolge der anzuschlagenden Glocken an.[1]

Das 25-jährige Bestehen der Gruppe wird am Samstag, 27. April 2013, mit einem bis dahin einmaligen Dingelfestival gefeiert. Neben der Gruppe von St. Laurentius lassen Dingelgruppen aus Bachem, Dernau, Lantershofen, Walporzheim und Rheinbrohl die Glocken der Katholischen Pfarrkirche "St. Laurentius" Ahrweiler auf ungewöhnliche Weise erklingen.

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Jochen Tarrach: Die Glocken erklingen zum Dingelfestival - Gruppe hält Tradition des 15. Jahrhunderts seit 25 Jahren aufrecht, in: Rhein-Zeitung vom 12. April 2013