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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Dreifaltigkeits-Heiligenhäuschen Sinzig

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Gegenüber der Regenbogenschule am Dreifaltigkeitsweg und am nördlichen Ende des Schlossparks in Sinzig steht ein Dreifaltigkeits-Heiligenhäuschen, das dort gegen Ende des 18. Jahrhunderts von der Sinziger Familie Behrhausen aufgestellt wurde.


Standort

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Chronik

Der Malermeister Peter-Josef Maag hat seinerzeit ein lebensgroßes Bildnis der Madonna auf die Rückseite des Heiligenhäuschens gemalt. Im Jahr 1863 wurde dieses Gemälde erstmals mit einer Glasscheibe geschützt. Später wurde dort eine Fotografie des Gemäldes aufgehängt und ebenfalls hinter Glas geschützt.[1]

Wie durch ein Wunder blieb das Heiligenhäuschen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nach dem Einschlag einer Fliegerbombe in unmittelbarer Nähe unversehrt. Es wurde lediglich um etwa fünf Zentimeter auf seinem Sockel nach rechts verschoben.[2]

Die Rüstigen Rentner hätten viele Stunden Arbeit in die Restaurierung des Heiligenhäuschens investiert, berichtete die Rhein-Zeitung am 7. Januar 2017. Die kleine Andachtsstätte habe sich zur einer Seite hin abgesenkt. Die Rentner wollten Fundament und Putz komplett erneuern und auf der Rückseite eine Marienabbildung anbringen. Dechant Achim Thieser habe Unterstützung zugesagt.[3] Vor dem Bildstock steht ein Wegkreuz aus Basalt.

Im Mai 2017 hieß es in der Rhein-Zeitung (RZ) nochmals, die von Hans-Günter Weber geleiteten „Rüstigen Rentner“ würden das Heiligenhäuschen „in den kommenden Monaten von Grund auf sanieren.“ Denn nicht nur der Zahn der Zeit, sondern auch Vandalen hätten dem kleinen Bauwerk erheblich zugesetzt. Hans-Günter Weber sagte der RZ, die Rüstigen Rentner hätten fünf Mal das Glas ersetzt, das das Foto des ehemaligen Madonnen-Gemäldes auf der Rückseite zeite, weil das Glas immer wieder kaputt geschlagen worden sei. Obwohl zuletzt dickes Panzerglas verwendet worden sei, hätten Vandalen das Foto wieder zerstört: „Zuerst zündeten sie Feuer darunter an, und dann rissen sie das Bild samt Verankerung einfach heraus“, sagte der Gartengestalter Hans-Günter Weber, der sie mit Ehefrau Leni 38 Jahre lang um Pflege und Instandhaltung des Heiligenhäuschens kümmerte, der RZ. Heute werde das Heiligenhäuschen von Gisela Neuhaus gepflegt. Sie sagte der RZ-Reporterin Judith Schumacher, vor zwei Jahren sei kurz vor dem Advent die aus Porzellan bestehende Madonnenfigur, die unter dem kleinen Spitzgiebel des Heiligenhäuschens stand, verschwunden, nachdem Vandalen die Gittertür vor der kleinen Plastik herausgerissen hätten. Werner Hoffmann, der ein halbes Jahr zuvor Mitglied der Rüstigen Rentner geworden war und der das Grundstück rund um das Heiligenhäuschen sauber hält, fand die Madonnenplastik am Samstag, 13. Mai 2017, unversehrt auf dem Wiesengrundstück neben dem kleinen Bauwerk. „Da hatte wohl jemand ein schlechtes Gewissen“, vermutete Hans-Günter Weber. Die Parzelle am Dreifaltigkeitsweg 30a ist Eigentum der Erbengemeinschaft Katharina Haas, Margarethe Klein und Therese Marhöfer. Die Eigentümerinnen erklärten sich bereit, das Heiligenhäuschen nach seiner Sanierung der Kirche zu schenken. Friedel Pörzgen werde zunächst den alten Verputz von dem Heiligenhäuschen abschlagen, Ernst Thelen übernehme die Schlosserarbeiten. Rudolf Hochstädter hatte für das geplante Madonnen-Bildnis auf der Rückseite bereits zwei Entwürfe angefertigt. Zum Rentner-Team gehörten im Mai 2017 außerdem Gottfried Nonnast, Werner Hoffmann und Werner Schäfer. Die Stadt Sinzig hatte sich bereit erklärt, die Kosten zu übernehmen. RZ-Reporterin Schumacher hatte auch in Erfahrung gebracht, dass früher ein Opferstock neben dem Heiligenhäuschen stand. Mit dessen Hilfe wurden Spenden für Blumenschmuck gesammelt. Jahr für Jahr am Dreifaltigkeitstag, dem Sonntag nach Pfingsten, wurde die Kapelle nämlich geschmückt. Dieser Opferstock sei jedoch in den 1980er-Jahren von Unbekannten herausgerissen worden.

Weitere Fotos

Fußnoten

  1. Quelle: Judith Schumacher: Rüstige Rentner sanieren Sinziger Heiligenhäuschen – Kapellchen aus dem 18. Jahrhundert mehrfach von Vandalen heimgesucht, in: Rhein-Zeitung vom 17. Mai 2017
  2. Quelle: Judith Schumacher: Rüstige Rentner sanieren Sinziger Heiligenhäuschen – Kapellchen aus dem 18. Jahrhundert mehrfach von Vandalen heimgesucht, in: Rhein-Zeitung vom 17. Mai 2017
  3. Quelle: Judith Schumacher: Rüstige Rentner sanieren Heiligenhäuschen – 15-köpfige Truppe verrichtet zahlreiche Arbeiten in Sinzig – Namenserläuterungen bei Straßenschildern geplant, in: Rhein-Zeitung vom 16. Januar 2017