Green-Mühle Ahrweiler

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Hans-Georg Klein schrieb 2012 über die Green-Mühle, die auch Durbens-Mühle genannt wurde und die einst, vom Wasser des Ackerfloss angetrieben, östlich von Ahrweiler stand:

Die einzigste Mühle, deren Existenz man von Anfang bis Ende verfolgen kann, ist die spätere Green-Mühle. Sie lag an der heutigen Brückenstraße in Höhe des heutigen Wohnhauses Hampel. Im Jahre 1630 erlaubt der Rat dem Laux Fuhrmann, an der Gisemer Brücke auf Gemeindegrund eine Ölmühle gegen eine Jahrespacht von 1 rtlr zu erbauen. Diese Mühle verpachtet der Rat 1705 an den Ölschläger Jakob Kriechel und 1744 an Johannes Kriechel. Im Jahre 1778 ist diese Mühle im Besitz von Johann Greßenich. Er klagt, dass die Mühlen ihre Besitzer nicht ernähren könnten, da der Betrieb durch die Nichteinhaltung des Vertrages ständig gestört sei. Die Löher übernähmen die Kosten für die Reparatur an Teich und Klause nicht, obwohl sie das zugesagt hätten. Aufgrund des kleinen Wasserflusses hätte man sich die Betriebstage der jeweiligen Mühlen eingeteilt. Auch das würde nicht eingehalten. Da er sich auf die Tuchmacherei verlegt habe, habe er zusätzlich eine Walkmühle installiert, dem Chirurgen Zils aber die Ölmühle gelassen. Der Streit geht an die kurkölnische Regierung, ohne dass wir etwas über eine endgültige Einigung erfahren. Da das Ackerfloß im Grunde im Gegensatz zum Mühlenteich privat gewesen ist, war auch kein Mühlenmeister für die Wartung verantwortlich. Diese Mühle ist 1893 als Green-Mühle in der Karte verzeichnet. Sie wurde auch Durbens-Mühle genannt. Diese Mühle ging um die Jahrtausendwende in den Besitz der Ehrenwallschen Klinik über und wurde als Turbinenhaus genutzt. Die Reste dieser Mühle wurden vor ca. 50 Jahren abgerissen.[1]

Siehe auch

Portal „Mühlen im Kreis Ahrweiler“

Fußnoten

  1. Quelle: Hans-Georg Klein: Die Mühlen von Ahrweiler (vierteilige Serie), in: Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler, ab Ausgabe 18/2012, Folge 4