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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Feuerwehr-Gerätehaus Sinzig

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Der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Bau-, Liegenschafts- und Verkehrsausschuss der Stadt Sinzig vergewisserten sich bei einem Besuch des 1968 erbauten Feuerwehr-Gerätehauses an der Friedrich-Ebert-Straße in Sinzig, dass das Gebäude nicht mehr zeitgemäß ist und den zu dieser Zeit geltenden Anforderungen nicht mehr genügte. Ein weiteres Problem ist die verwinkelte Zufahrt zu dem Gerätehaus, die beim Ausrücken mitunter wertvolle Zeit kostet. Der Stadtrat Sinzig stellte deshalb im Jahr 2015 30.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zur Verfügung, in der die Möglichkeiten einer Erneuerung des Gebäudes am bestehenden Standort und der Neubau auf einem städtischen Grundstück gegeneinander abgewogen werden sollen. Die Veräußerung eines stadteigenen Grundstücks sei Voraussetzung für eine Förderung aus Landesmitteln, sagte Bürgermeister Wolfgang Kroeger der Rhein-Zeitung, der mit Baukosten von 2,5 Millionen Euro und einer Förderung durch das Land in Höhe von einer halben Million Euro rechnete. Welches städtische Grundstück veräußert werden könnte, sei offen.[1]


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Altes Spritzenhaus an der Ausdorfer Straße

Standort

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Chronik

Das alte Feuerwehrgerätehaus an der Friedrich-Ebert-Straße wurde im Jahr 1968 erbaut.

Im Jahr 2009 nahm die Feuerwehr bei der Stadtverwaltung einen ersten Anlauf – mit dem Ziel eines Neubaus. Ins Auge gefasst wurden dazu unter anderem das Gelände, auf dem später der REWE-Markt Sinzig gebaut wurde, die Jahnwiese Sinzig sowie Modernisierung und Erweiterung am alten Standort mit einem Durchbruch zur Wallstraße hin.

Im Februar 2016 genehmigte der der Stadtrat Sinzig den Kauf eines 4580 Quadratmeter großen Grundstücks in der Nähe des TÜV Grundstücks an der Kölner Straße für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses. Voreigentümer war die Doktor-Oetker-Gruppe. Das Planungsbüro Rössner aus Remagen wurde mit der Bauplanung beauftragt. Ziel sei es, Bau und Zuschussantrag an die Mainzer Landesregierung Ende 2016 abgeben zu können.[2]

Nach einer Schätzung des Remagener Architekturbüros Rösner-Möseler-Wilbrandt-Kühmstedt soll der Neubau 4,2 Millionen Euro kosten. Für den Kauf des Geländes hat die Stadt bereits 300.000 Euro bezahlt. Bei ersten Planungen war eine Bausumme von 2,5 Millionen Euro genannt worden. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier stellte eine Förderung für eine Fläche von 838 Quadratmetern à 2000 Euro pro Quadratmeter in Aussicht, insgesamt also rund 1,6 Millionen Euro. Zusätzlich solle es eine Einrichtungspauschale von 157.000 Euro geben. Zusammen wären das 1,833 Millionen Euro. Das geplante zweistöckige Gebäude weist eine Gesamtfläche von etwa 1500 Quadratmetern auf und verfügt über einen viergeschossigen Turm für Übungen mit der Drehleiter und zum Trocknen der Schläuche. Laut Grundrisszeichnung des Architekturbüros wurde das Gebäude für rund 50 Personen berechnet, zuzüglich 25 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Die im Herbst 2016 vorgestellte Variante nach DIN-Vorgaben sei ein Kompromiss, der nach ausführlichen Gesprächen mit Feuerwehr, Verwaltung und Planern gefunden wurde, sagte Architekt Michael Rösner bei einer Sitzung des Bauausschusses der Stadt im Dezember 2016. Die genauen Kosten könnten erst dann ermittelt werden, wenn die Fachplaner für Elektrik, Brandschutz und Energieversorgung einbezogen werden. Bei den 4,2 Millionen Euro handele es sich um eine Schätzung auf der Grundlage von Richtwerten der Architektenkammer. Der Bau rangiere in seiner Ausführung im gehobenen mittleren Standardbereich. Spielraum für eine Reduzierung Baukosten um 300.000 Euro sah Rösner bei der Verkleinerung der Grundfläche um 150 Quadratmeter. Dann müssten der Schulungs- und der Bereitschaftsraum sehr verkleinert werden, und die Toiletten im zweiten Obergeschoss fielen weg. Die Gesamtsumme habe einen Unsicherheitsfaktor von 15 bis 20 Prozent in die eine oder andere Richtung.[3]

Der Stadtrat in den Haushalt der Stadt Sinzig für das Jahr 2017 für den Neuaufbau des Steges 80.000 Euro ein. Das Projekt steht in Verbindung mit der Umlegung des Rheinburgenweges, für den 15.000 Euro vorgesehen sind. Ein Zuschussantrag beim Wirtschaftsministerium in Mainz wurde im Frühjahr 2016 gestellt.

Im März 2017 besuchten Kommunalpolitiker aus Sinzig in Hauenstein und Deidesheim in der Pfalz Gerätehäuser. Ergebnis dieser Tour: In Sinzig wird nach den Ursprungsplanungen gebaut. Eine Raumreduzierung oder andere Sparversuche soll es nicht geben.

Im April 2017 waren alle Ratsfraktionen bereit, die Kosten in Höhe von 4,2 Millionen Euro zu akzeptieren. Der Rat vergab daraufhin den Planungsauftrag für das neue Gerätehaus.[4]

Im September 2017 brachte der Stadtrat Sinzig das neue Feuerwehrhaus an der Kölner Straße auf den Weg. Mit mehr als 4,2 Millionen Euro würden die Baukosten weit über den Richtwerten des Landes liegen. Bereits eingereichte Änderungswünsche der an der Planung beteiligten Wehrleute solle der Architekt in seinem Planentwurf einarbeiten.[5]

Siehe auch

Freiwillige Feuerwehr Sinzig

Mediografie

Jan Lindner: Sinziger Wehr ist sauer auf die Politik – Feuerwehrchef Braun: Gerätehaus hat zahlreiche Mängel (Interview), in: Rhein-Zeitung vom 27. Januar 2016

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 8. Januar 2014
  2. Quelle: Sinziger Rat tagte: Grundstück für Neubau des Feuerwehrgerätehauses gekauft, blick-aktuell.de vom 26. Februar 2016
  3. Quellen: Judith Schumacher: Neues Gerätehaus: Krach um Kosten in Sinzig – Schätzung für neues Domizil beläuft sich auf 4,2 Millionen Euro – CDU initiiert im Bauausschuss geänderten Auftrag für Architekten, in: Rhein-Zeitung vom 7. Dezember 2016, und Bernd Linnarz: Diskussion um hohe Kosten: 4,2 Millionen für Feuerwehrhaus in Sinzig, general-anzeiger-bonn.de vom 7. Dezember 2016
  4. Quelle: Bernd Linnarz: Stadtrat in Sinzig: Neues Feuerwehrhaus für Sinzig, general-anzeiger-bonn.de vom 9. April 2017
  5. Quelle: Victor Francke: Ratssitzung in Sinzig: Rat bevorzugt die teuerste Lösung für die Kitas, general-anzeiger-bonn.de vom 22. September 2017