Forschungsprojekt MonAHR
Das Forschungsprojekt MonAHR (für „Monitoring der Gewässerwiederherstellungsmaßnahmen an der Ahr nach der Flutkatastrophe“) ist ein seit 2021 laufendes wissenschaftliches Forschungsprojekt, das die ökologischen Entwicklungen an der Ahr nach dem Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 untersucht. Das Projekt begleitet den Wiederaufbau des Flusses wissenschaftlich und dokumentiert, wie sich Strukturen, Wasserqualität und biologische Lebensgemeinschaften im Mittel- und Unterlauf der Ahr verändern.
Zielsetzung
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie sich die Ahr ökologisch entwickelt, während gleichzeitig umfangreiche Wiederaufbau- und Renaturierungsmaßnahmen stattfinden. Das Projekt verfolgt dabei mehrere Schwerpunkte:
- Gewässerstrukturen – Veränderungen von Flussbett, Uferbereichen und Auen
- physikalisch-chemische Wasserqualität – kontinuierliche Messungen an eigenen und behördlichen Messpunkten
- biologische Artgemeinschaften – Entwicklung von Tier- und Pflanzenarten im und am Gewässer
Ziel ist ein umfassendes Verständnis der ökologischen Prozesse, der Ökosystemleistungen und des Bewertungszustands des Lebensraums Ahr. Die Ergebnisse sollen helfen, Handlungsoptionen für Wiederherstellungs- und Baumaßnahmen besser zu bewerten und zukünftige Entwicklungen prognostizieren zu können.
Interaktive StoryMap für die Öffentlichkeit
Seit 2026 stellt MonAHR seine Arbeit auch der breiten Öffentlichkeit vor. Unter der Adresse arcg.is/rCqGC ist eine interaktive StoryMap abrufbar, die:
- Vorher-Nachher-Luftbilder der Ahr zeigt,
- interaktive Karten mit Schiebereglern bietet,
- Messmethoden und Geräte erklärt sowie
- Hintergrundtexte und Fotos aus dem laufenden Monitoring enthält.
Die Plattform soll kontinuierlich erweitert werden und künftig auch aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlichen.
Methoden und Datenerhebung
Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen ein breites Spektrum an Mess- und Dokumentationsverfahren:
- Wasserprobennahmen
- biologische Kartierungen
- Fernerkundung und Luftbildauswertung
- Ergänzung des bestehenden Monitoringnetzes durch eigene Messpunkte
Damit soll ein detailliertes Bild der ökologischen Veränderungen seit der Flut entstehen.
Projektpartner
MonAHR ist eine Forschungskooperation von:
- Hochschule Trier (Gesamtkoordination)
- Umwelt-Campus Birkenfeld
- Universität Koblenz
- Hochschule Koblenz
Unterstützt und finanziert wird das Projekt durch:
- Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz
- Landkreis Ahrweiler
- Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler
Bedeutung für das Ahrtal
MonAHR liefert eine wissenschaftliche Grundlage für:
- die Bewertung von Wiederaufbaumaßnahmen
- die ökologische Entwicklung des Flusses
- langfristige Prognosen zur Stabilität und Belastbarkeit des Gewässers
- den öffentlichen Wissenstransfer über die Veränderungen im Ahrtal
Durch die offene Bereitstellung der Daten trägt das Projekt dazu bei, die Transparenz des Wiederaufbaus zu erhöhen und die ökologische Zukunft der Ahr nachvollziehbar zu machen.
Mediografie
- Forschungsprojekt zeigt Flutfolgen an der Ahr online, zeit.de, 1. Juni 2026
- Veröffentlichung ArcGIS StoryMaps im MonAHR-Projekt, kreis-ahrweiler.de, 1. Juni 2026
Weblink
Seit 2026 stellt MonAHR seine Arbeit auch der breiten Öffentlichkeit vor. Unter der Adresse http://www.arcg.is/rCqGC ist eine interaktive StoryMap abrufbar, die:
- Vorher-Nachher-Luftbilder der Ahr zeigt,
- interaktive Karten mit Schiebereglern bietet,
- Messmethoden und Geräte erklärt sowie
- Hintergrundtexte und Fotos aus dem laufenden Monitoring enthält.
Die Plattform soll kontinuierlich erweitert werden und künftig auch aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlichen.






