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Gösta Ernst

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Gösta Ernst (* 24. April 1956 in Bad Neuenahr) wurde im Herbst 2011 im Rheinischen Landesmuseum Trier von der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke mit einem von acht Design-Preisen des Landes 2011 ausgezeichnet. Der Parkettleger hatte für seine Arbeit einen variabel einstellbaren Abstandhalter mit dem Namen „Gapjack“ entwickelt. Es gab 87 Einreichungen, die Produktpalette der Sieger reichte von Möbelstücken bis hin zu einem Traubenvollernter.


Gösta Ernst

Der "Gapjack"

Beate Au schrieb in der Rhein-Zeitung vom 7. Dezember 2011 über den "Gapjack":

„Gap“ steht für Fuge, „jack“ bezeichnet im Englischen alles, was mit Winden und Heben zu tun hat. In ihm steckt mit einem Kegelrad-Winkelgetriebe und eine Trapez-Gewindespindel die High-tech-Lösung für ein Problem, dem Ernst als Parkettleger immer wieder begegnet ist. „Keine Wand ist gerade, aber die ersten Parkettreihen müssen millimetergenau ausgerichtet werden. Früher hat man zur Justierung Holzkeile benutzt, die sich aber gern lösen oder verschieben“, erklärt Ernst die Herausforderungen, für die es aus seiner Sicht bisher kein optimales Hilfsmittel gab.

Zehn Jahre habe es gedauert, bis aus Ernsts Idee eine Patent-Anmeldung wurde. Zum Einsatz kommt der Gapjack beim Verlegen von Böden, mit ihm kann der Handwerker Druck aufbauen, um die Fugen der Paneelen zu schließen, bis zum Beispiel der Leim getrocknet ist. Damit seien keine Keile mehr nötig, die sich gern lösen oder verschieben.[1] Der General-Anzeiger berichtete weiter:

Das kleine, aber sehr effektive Werkzeug besteht aus neun Einzelteilen. „Purer geht es auch vom Design her nicht: ein Kreis, ein Quadrat“, freut sich der Preisträger ..., der das Werkzeug nun mit Wolfgang Ehlert aus Sinzig international bewerben möchte. „Die Nachfrage ist enorm, der internationale Markt wird aufmerksam“, so Ernst, der auch stolz ist, dass sein Werkzeug nicht nur in der Deutschen Designzeitung abgebildet wird, sondern auch am Wettbewerb auf Bundesebene teilnimmt. Er hat den „Gapjack“, der knapp 18 Euro das Stück kostet, aus Kunststoffspritzguss zum Patent angemeldet. „Form und Funktion bilden dort eine Einheit, wo das Design gut ist. Und gutes Design steht auch für Nachhaltigkeit“, betonte Ministerin Lemke.

In der Sendung „Einfach genial“ (Mitteldeutscher Rundfunk) vom 28. Februar 2012 gab es eine Vorstellung des „Gapjacks“ durch Ernst.

Video

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 29. November 2011