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Kreissparkasse Ahrweiler

Heimersheimer Backes

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Das Backes an der Johannisstraße 44 ist eines von insgesamt vier Backhäusern in Heimersheim, die jeweils mit den vier Toren verbunden waren. Zwei davon wurden nach dem Zweiten Krieg abgerissen. Das Westtor samt Backes wurde jedoch wieder aufgebaut.


Standort

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Eigentümerin

Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler

Chronik

Ein im 14. Jahrhundert erbautes Backhaus stand laut mündlicher Überlieferung zunächst an der Südseite des Ortes an der Stadtmauer. Nachdem es Ende des 17. Jahrhunderts verfallen war, wurde es im Jahr 1803 abgerissen. 1806 hatten einige Heimersheimer die Idee, die Bruchsteine des alten Backhauses zum Bau eines neuen zu verwenden. Als Standort wählten sie den 100 Meter weiter westlich an der Grabenstraße gelegenen Platz. Auf der Tür eines der drei Öfen steht die Jahreszahl 1808. Deshalb geht der Backesverein Grabenstraße heute davon aus, dass das Backes im Jahr 1808 in Betrieb genommen wurde.

Mitte der 1950er-Jahre gab es jedoch kaum mehr Interesse am Backhaus und es wurde nicht mehr genutzt. Letzter Backesmeister war Ludwig Schumacher. Das Backhaus wurde nicht mehr genutzt. Bis Mitglieder eines Kegelklubs im Jahr 1972 auf die Idee kamem, im Backes Döppekooche zu backen. Bald probierte sich der neu gegründete Backesverein Grabenstraße auch im Brotbacken. Seitdem backen die Vereinsmitglieder alle 14 Tage etwa 45 Brote. Ende der 1980er-Jahre wurde der Backofen von Vereinsmitgliedern erneuert. Und Ende der 1990er-Jahre kaufte der Verein von einem Ahrweiler Bäcker eine Teigmaschine, die das Brotbacken ungemein erleichterte.

Der Ortsbeirat Heimersheim beschloss im November 2017, den Bau einer Toilette für das Backes mit 500 Euro zu unterstützen. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler beteiligt sich mit 10.000 Euro an den Kosten für Kanal- und Wasseranschluss. Ein weiterer Teil des Kostenaufwands wird durch Eigenarbeit des Backesvereins getragen.[1]

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 4. Dezember 2017