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Heinrich Ant

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Nach 23 Jahren priesterlichen Wirkens in der Eifel verließ Pfarrer Heinrich Ant (* 1949 im Eifeldorf Kolverath) im August 2015 die Katholische Pfarreiengemeinschaft Adenau. Zusammen mit Pfarrer Dr. Rainer Justen war er dort für mehr als 6500 katholische Gläubige zuständig.


Vita

Geboren wurde Heinrich Ant 1949 in Kolverath als Sohn eines Lehrers, aufgewachsen ist er in Andernach. Am Anschluss an die Volksschule absolvierte er dort eine Banklehre. Doch er verspürte den Wunsch, einen geistlichen Beruf zu ergreifen. So machte er im Alter von 21 Jahren den ersten Schritt und schrieb sich am Abendgymnasium in Neuss ein, das er von 1970 bis 1974 besuchte. Nach dem Abitur studierte er in Münster und Trier Theologie und Philosophie. Am 11. Februar 1984 wurde er von Bischof Hermann-Josef Spital im Trierer Dom zum Priester geweiht. Es folgte die Zeit als Kaplan im Saarland, als Krankenhauspfarrer in Linz am Rhein und im Jahr 1992 der Ruf in die Eifel, wo er zunächst die Pfarreien Barweiler und Kirmutscheid übernahm. Über Ants Zeit in Barweiler und Kirmutscheid hieß es in der Rhein-Zeitung:

Ohne nostalgisch zu werden, ist Pfarrer Ant im Rückblick durchaus dankbar für die ersten zehn Jahre seines Eifeler Einsatzes. Da gehörte der „Herr Pfarrer“ zur Dorfgemeinschaft. Er wusste Bescheid, wenn irgendwo jemand sterbenskrank war und die letzte Ölung brauchte. Er wusste, wann ein Kind erwartet wurde und daher bald eine Taufe anstand. Der Herr Pastor kannte seine Schäfchen und war auf jeder Dorffeier dabei. Diese Zeiten sind allerdings vorbei. Neue und andere Herausforderungen bestimmen heute den Priesterberuf.[1]

Während seiner Amtszeit in Barweiler brachte Ant etliche Projekte auf den Weg. Dazu gehörte etwa die Gründung der Katholische Frauengemeinschaft Barweiler|Katholischen Frauengemeinschaft, die sich allerdings nach 22 Jahren wieder auflöste. Besonders gerne organisierte und leitete Ant Pilgerfahrten - unter anderem nach Lourdes. Auch die Wallfahrt zur Muttergottes mit den blühenden Lilien Jahr für Jahr im Frühherbst nach Barweiler lag und liegt ihm am Herzen.

2000 wurde Ant Mitglied einer Priestergemeinschaft im französischen Ars, von der er sich geistliche Impulse holte.

2003 übernahm Ant zusätzlich die Pfarreien Antweiler, Dorsel und Aremberg mit insgesamt mehr als 2400 katholischen Gläubigen in einem weit ausgedehnten Gebiet. Seit der Strukturreform des Bistums Trier betreute er ab 2012 im Team mit Pfarrer Rainer Justen die Stadt Adenau und die Pfarreiengemeinschaft Adenau mit 25 Dörfern.

Das katholische Pfarramt Adenau teilte im Februar 2015 mit, Ant habe auf die frei werdende Stelle als Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft in Wadern im Saarland beworben. Am 10. Februar 2015 habe das Bischöfliche Generalvikariat in Trier mitgeteilt, dass Bischof Dr. Stephan Ackermann ihm diese Aufgabe übertragen habe. Am Sonntag, 12. Juli 2015, werde Ant im Gemeindehaus Barweiler verabschiedet. Die mit seinem Weggang frei werdende zweite Priesterstelle in der Pfarreiengemeinschaft Adenau werde neu ausgeschrieben. Bis zur Neubesetzung wird nur ein Priester zur Verfügung stehen.[2]

Anlässlich der Verabschiedung von Ant im Juli 2015 berichtete die Rhein-Zeitung:

In Barweiler hat Inge Rausch seit 23 Jahren seinen Haushalt betreut. Das tägliche Kochen übernahm Heinrich Ant selber. Eine weitere Unterstützung im Alltag fand Ant im Küster Peter Strehl, der mit großer Hingabe für herrliche Blumenpracht um Kirche und Pfarrhaus sorgte. Wann es in Barweiler einen Nachfolger für Heinrich Ant geben wird, ist noch nicht bekannt.[3]

Mediografie

Pastor Heinrich Ant wurde in der Wallfahrtskirche in Barweiler verabschiedet – Zeit für einen Neuanfang, blick-aktuell.de vom 15. Juli 2015

Fußnoten

  1. Quelle: Gabi Geller: Ein Manager wollte Pfarrer Ant nie sein - Abschied am Sonntag in Barweiler nach 23 Jahren Seelsorge in der Eifel, in: Rhein-Zeitung vom 11. Juli 2015
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 20. Februar 2015
  3. Quelle: Gabi Geller: Ein Manager wollte Pfarrer Ant nie sein - Abschied am Sonntag in Barweiler nach 23 Jahren Seelsorge in der Eifel, in: Rhein-Zeitung vom 11. Juli 2015