FacebookLogo.png   TwitterLogo.png   Wordpress-logo-notext-rgb.png

Helmut Gies

Aus AW-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Architekt und Bauingenieur Helmut Gies (* 28. Januar 1924, † 18. Januar 2015) aus der Peter-Develich-Straße in Ahrweiler hat Kommunalpolitik und Vereinswesen der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler über Jahrzehnte mit geprägt. Von 1979 bis 1999 war Gies Ortsvorsteher von Ahrweiler, von 1989 bis 1999 Mitglied des Stadtrates Bad Neuenahr-Ahrweiler und von 1999 bis 2004 ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.[1] Die Stadtkernsanierung in Ahrweiler hat er entscheidend mitgeprägt.


Gies Helmut.jpg

Vita

Im Jahr 1937 wurde der aus der Ahrhut in Ahrweiler stammende Helmut Gies Offizier der Aloisius-Jugend Ahrweiler von 1813 e.V..

Von der Gründung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Jahre 1969 an gehörte Gies 30 Jahre dem Bauausschuss der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler an. Von 1989 bis 1994 war er Mitglied im Kultur-, Jugend- und Sozialausschuss der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und von 1994 bis 1999 im Umlegungsausschuss der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Jahrzehnte lang engagierte sich Gies auch im VdK-Ortsverband Ahrweiler. "Sie sind zur Stimme des VdK-Ortsverbands Ahrweiler geworden und haben dazu beigetragen, dass das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft als Beitrag zur Verständigung und Versöhnung zwischen den Völkern gepflegt wird", betonte Hans-Dieter Gassen, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, bei der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Gies im September 2005. Gies gehörte dem Königsglied der St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft Ahrweiler e.V. an. Darüber hinaus war Helmut Gies, Vater von Winfried und Wolfgang Gies, langjähriges aktives und auch inaktives Mitglied, Vorstandsmitglied und Vorsitzender, Ehrenmitglied oder Förderer vieler weiterer Vereine, Gesellschaften und Gremien. U.a. war er als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Koblenz sowie im Komba-Kreisverband Ahrweiler und in der Kolpingfamilie Ahrweiler tätig. Anlässlich des 90. Geburtstages von Helmut Gies im Januar 2014 berichtete die Rhein-Zeitung, mit dem Ahrweiler Bürgerzentrum habe sich Gies bereits zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt. Für dieses Projekt habe er sich fast seine gesamte Amtszeit hindurch starkgemacht. Am 24. März 2000 konnte es dann eingeweiht werden.[2]

Auch künstlerisch war Gies aktiv: Er zeichnete unbezählte Bilder der Altstadt von Ahrweiler und er war Ehrenmitglied des Männergesangvereins Ahrweiler 1861 e.V.

Auszeichnungen

Für 35-jähriges kommunalpolitisches Engagement wurde Helmut Gies im Jahr 2004 mit der Verdienstmedaille in Gold der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ausgezeichnet. Im September 2005 erhielt er die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Das ehemalige „Bürgerzentrum Ahrweiler“ wurde im Spätherbst 2015 durch einstimmigen Beschluss des Stadtrates bei acht Stimmenthaltungen in „Helmut-Gies-Bürgerzentrum“ umbenannt. Die Rhein-Zeitung berichtete am 2. Dezember 2015

Aufgrund der großen Verdienste des ehemaligen, im Januar 2015 verstorbenen Ahrweiler Ortsvorstehers Helmut Gies hatte der Ortsbeirat auf Anregung von Stadtratsmitglied Helmut Kolling[3] beschlossen, bei der Stadt um eine entsprechende Umbenennung zu bitten. Gies habe in 20 Jahren als Ortsvorsteher mit viel Herzblut für Ahrweiler gekämpft und dabei entscheidende Impulse für die Errichtung des Bürgerzentrums gegeben. So passten nach Worten des amtierenden Ortsvorstehers Peter Diewald das zu benennende Objekt und der Namensgeber wie nur in seltenen Fällen zusammen. Gies habe, als kein anderer Mensch mehr an die Umsetzbarkeit einer Stadthalle in Ahrweiler glaubte, immer für sein Anliegen weitergekämpft und dabei langen Atem erwiesen. Im Jahr 2000 sei sein Traum dann Wirklichkeit geworden.

Fußnoten

  1. Quelle: Helmut Gies gestorben - Er wurde 90, in: Rhein-Zeitung vom 20. Januar 2015
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 30. Januar 2014
  3. Vermutlich handelt es sich hier um einen Fehler und Manfred Kolling wäre der richtige Name gewesen.