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Herbert Moizisch

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Der Sinziger Herbert Moizisch (* 8. Januar 1947), stammt aus Leutesdorf. Als Zweitältester von vier Geschwistern besuchte er das Gymnasium, musste es kurz nach dem plötzlichen Tod seines Vaters aber wieder verlassen und begann bereits als 17-Jähriger eine Lehre als Krankenpfleger in einer psychiatrischen Landesklinik. Danach wechselte er in das Milieu der Operationssäle und wurde zum Anästhesie-Fachpfleger ausgebildet.


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Vita

Nach einigen Jahren stellte Herbert Moizisch betroffen fest, dass er als Anästhesie-Fachpfleger noch weniger glücklich werden konnte als in der Psychiatrie. Deshalb stieg er noch während der 1970er Jahre aus der Krankenpflege aus. Als 17-Jähriger gründete Moizisch seine erste Band: „The Thunderbirds“. Über diese „Donnervögel“, die damals lokal Furore machten, berichtete Moizisch 2007 in der ARD-Sendung „Unsere Sechzigerjahre“. Außerdem unternahm er während der 1970er mit seiner jungen Frau Rosemarie Moizisch ausgedehnte Abenteuerreisen durch den afrikanischen Kontinent und durch Nordamerika, beschäftigte sich neben der Musik mit alternativen Lebensweisen und spirituellen Wegen. „Damals war er einer der zahlreichen gesellschaftskritischen SingerSongwriter und zudem auf der Suche nach Lebensweisen außerhalb eingefahrener Gleise“, berichtete Blick aktuell – Sinzig anlässlich des 70. Geburtstags von Herbert Moizisch im Januar 2017. Im Jahr 1978 gründete er den Chor „Menschenkinder“. Mit „Ural“ und der „Lennard Bruch AG“ unternahm er Anfang der 1980er Jahre Ausflüge in die Neue Deutsche Welle.[1]

Anschließend eröffnete Moizisch ein vegetarisches Restaurant und wurde Vater zweier Söhne. Die 1980er und 1990er Jahre lebte er mit seiner Familie naturverbunden in einem Forsthaus in der Nähe von Sinzig und arbeitete als freier Bildungsreferent beim Sozialen Dienst Familie (SDF).

Obwohl er sich weiterhin als Komponist, Texter und Bandleader betätigte, galt Herbert Moizischs Hauptaugenmerk doch der humanistischen und transpersonalen Psychologie/Psychotherapie. Nachdem er Erfahrungen in verschiedenen Selbsterfahrungsgruppen gesammelt und Kurse in Gesprächsführung, Bioenergetik, Entspannungstraining, Meditation und Yoga absolviert hatte, folgte er einer Einladung nach Australien, wo er 1987 zusammen mit dem Psychologen J. Banks Seminare für Stress-Management durchführte. Nach einigen Monaten kehrte er zu seiner Familie nach Deutschland zurück und absolvierte ein Basistraining in Psychosynthese, holotropem Atmen nach S. Grof und psychodynamischer Körperarbeit nach A. Mindell. Sowohl auf therapeutischem als auch auf musikalischem Gebiet blieb Moizisch jedoch weitgehend Autodidakt und entwickelte seinen eigenen Stil. Ein psychotherapeutischer Auftrag führte ihn von 1990 bis 1995 in die gleiche psychiatrische Landesklinik, in der er auch seine Lehrzeit verbracht hatte. Nachdem nun für ihn ein Kreis geschlossen war, arbeitete er danach als freiberuflicher Lebensberater und betreibt heute in seiner Wahlheimat Sinzig ein holistisches Gesundheitsstudio mit dem Namen „Impulse Integral“.

Herbert Moizisch sang im Schulchor des Neuwieder Gymnasiums und brachte sich mit 14 Jahren selbst das Gitarrespielen bei. 1964 gründete er seine erste Band „The Thunderbirds“, mit der er sowohl den von den „Beatles“ angeführten Mainstream als auch den „Roaring“-Rhythm and Blues-Sound von „Stones“, „The Who“, „Small Faces“ u.a. auf die Bühne brachte.

Mit der Band „Occassion“, zu der auch der Sinziger Musiker Winfried Schuld sowie Werner Gabriel und Joachim Rehbein gehörten, ging Moizisch 1984 mit eigenen Songs und Texten auf Portugal-Tournee. Für diese Band entwarf Moizisch Konzepte aus Pantomime und Pop Songs. Die Nachfolgeband hieß „Herby Hawk and the Spies“. Eine zeitlang frönte Moizisch mit der Lennard Bruch AG der Neuen Deutschen Welle, war als Liedermacher in eigener Sache unterwegs und Mitgründer und Sänger der Sinziger Percussion-Formation Batida de Samba, die der Perkussionist Jürgen Schuld initiiert hatte. Mit Wolfgang Geller, Bubi Bertram und Micha Koch coverte Moizisch Anfang der 1990er in der Band „Little Wing“ die Hits der 1960er-Jahre. Im Trio „Blackbyrd“ trat er um 2000 mit Manfred Distelrath und der Sopranistin Alexandra Tschida mit einem Mix aus Oldies und eigenen Stücken auf.

Im Jahr 2006 gründete Moizisch einen Mantra-Chor, aus dem heraus sich später die Chor-Band „Great Spirit Singers“ entwickelte. Zur weiteren Entwicklung von Herbert Moizisch hieß es im Blick aktuell – Sinzig:

Nachdem die siebenköpfige Formation, die eine Fusion aus Pop/Jazz/Ethno spielt, komplett und die Vokalgruppe stabil war, komponierte Moizisch weitere Songs für das inzwischen umfangreiche Repertoire. Standing Ovations bei seinen Konzerten treiben ihn dabei zum Weitermachen. Daneben leitet Moizisch eine Singgruppe, die sich hauptsächlich den Songs der 60er und 70er Jahre verschrieben hat und veranstaltet Trance-Trommel-Sessions.

Moizisch sagte Blick aktuell – Sinzig:

Dass ich heute spirituelle Lieder schreibe, entspringt meinem Bedürfnis, Mutter Erde eine Stimme zu geben und die Bewusstseinsentwicklung zu fördern. Im Vergleich zu den wilden Protestsongs der jungen Jahre sind meine heutigen Kompositionen meditativer.

Im April 2015 arbeitete Herbert Moizisch weiterhin als integraler Coach in seinem Institut im ehemaligen Kino (Essigkrug 7) und leitete einen Oldies-Singing-Circle.

Weblinks

Fußnoten

  1. Quellen: Zur Person: Herbert Moizisch, in: Rhein-Zeitung vom 15. April 2015, und Der “kreative Musikbesessene“ feierte runden Geburtstag: Herbert Moizisch ist 70 geworden, blick-aktuell.de vom 9. Januar 2017