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Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel

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Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst 2017 im stationären Hospiz in Bad Neuenahr ermächtigten die Mitglieder des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr den Vereinsvorstand, die Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel zu gründen. Zweck der Stiftung soll die Beschaffung von Mitteln zur Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege in Bezug auf die medizinisch-palliative Betreuung und seelische Begleitung von unheilbar Kranken und ihnen nahestehenden Menschen in der Vorbereitung auf ein menschenwürdiges Sterben sein. Weiter soll der Stiftungszweck durch ideelle, personelle und finanzielle Förderung der Trauerbegleitung und durch die Schaffung von Angeboten für Trauernde verwirklicht werden. „Durch die Stiftung erschließen wir uns Zustifter – Personen, Institutionen und Firmen –, die wir sonst nicht erreichen könnten. Aber auch für die Zustifter ergeben sich Vorteile. Sie vererben uns Vermögen für die 'Ewigkeit' und erhalten eine große Außenwirkung“, so Vorstandsmitglied Monika Lessenich. Die Stiftung soll mit einem Vermögens-Grundstock aus dem Vermögen des Hospiz-Vereins ausgestattet werden. Aus den Zinserträgen sollen insbesondere der Hospiz-Vereins Rhein-Ahr|Hospiz-Verein und die Hospiz im Ahrtal gGmbh als Betreiberin des Hospizes im Ahrtal unterstützt werden. Die Vereinsvorsitzende Ulrike Dobrowolny sagte zur Stiftungsgründung: „Wir möchten den Hospizgedanken in neue Bevölkerungsschichten tragen, denn wir brauchen die Unterstützung aller Bevölkerungsgruppen.“ Wer etwa seinen Nachlass einer Hospizstiftung zukommen lassen wolle, könne das künftig auch im Ahrtal tun – mit der Sicherheit, die eine Stiftung beispielsweise hinsichtlich der Verwendung der Mittel biete. Die Stiftung sei zudem ein Baustein für die Beständigkeit der Hospizarbeit im Kreis Ahrweiler. Dem Stiftungsrat gehören die stellvertretende Vereinsvorsitzende Hildegard Schneider und Bankbetriebswirt Thomas Theisen. Als Mitglieder des ersten Stiftungsvorstands, der die Geschäfte führt, wurden Ulrike Dobrowolny und Monika Lessenich benannt.[1]


Chronik

Der Kreis der für die Stiftung Engagierten sei „um zwei prominente Gesichter aus dem Kreis Ahrweiler erweitert“ worden, berichtete der General-Anzeiger am 25. September 2019: Mandy Gieler sei als neues Vorstandsmitglied willkommen geheißen worden, und Stephan Maria Glöckner werde Botschafter der noch jungen Hospiz-Stiftung. Damit war Mandy Gieler, die in der Saison 2010/11 als Mandy Großgarten die 62. Deutsche Weinkönigin war, das erste gekorene Mitglied im Stiftungsvorstand. Als geborene Mitglieder gehörten ihm die Vorsitzende des Hospiz-Verein Rhein-Ahr, Ulrike Dobrowolny, und Vereinsvorstandsmitglied Monika Lessenich an. „Ich bin Chemikerin und habe sehr schnell festgestellt, dass ich meinen Job zwar sehr gerne mag, dieser aber gesellschaftlich wenig sinnstiftend ist“, sagte Mandy Gieler, die seit 2017 als Laborleiterin bei einem Leverkusener Chemiekonzern arbeitet. So kam es, dass sie sich entschied, eine Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleiterin beim Hospiz-Verein Rhein-Ahr zu absolvieren. „Die Stiftung ist eine schöne Variante für mich, mich zu engagieren. Wenn ich das als Multiplikator machen kann, mein Gesicht gebe und Ansprechpartner bin für Menschen mit Interesse an der Hospizarbeit, dann mache ich das sehr gerne“, erklärte die zu dieser Zeit 31-Jährige. Auch ihre Patentante und ihre Oma seien ehrenamtlich in der Hospizbewegung im Kreis Ahrweiler tätig, berichtete Gieler weiter. Nach ihrem Studium in Rheinbach und Münster, das sie als Master der Wirtschaftschemie abschloss, und ihrer Promotion im Fach Analytische Chemie, zog es sie wieder in ihrem Heimatort Dernau. Der Künstler Stephan Maria Glöckner werde die Stiftung im Jahr 2020 als erster Botschafter repräsentieren. Als Grafiker und Musiker war Glöckner bereits zuvor für den Hospiz-Verein und das stationäre Hospiz tätig, in dem er auch schon eine eigene Ausstellung hatte. „Philosophisch haben mich die Themen, die die Hospiz-Stiftung vertritt, schon immer beschäftigt. Es gibt da eine Menge Berührungspunkte“, sagte Glöckner. Berührungsängste habe er nicht, „weil meine literarische und grafische Arbeit, die ich ja auch mit Worten häufig mache, immer einen spirituellen Hintergrund hat. Und der spirituelle Hintergrund hat natürlich mit Leben und Tod zu tun“.[2]

Weblink

https://hospizstiftung-rheinahreifel.de

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 4. Oktober 2017
  2. Quelle: Verstärkung für die Hospiz-Stiftung – Ehemalige deutsche Weinkönigin Mandy Gieler neu im Vorstand. Stephan Maria Glöckner wird Botschafter, in: General-Anzeiger vom 25. September 2019