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Hotel „Berliner Hof“ Bad Neuenahr

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Das ehemalige Hotel „Berliner Hof“ an der Ahrstraße 15 in Bad Neuenahr und das ehemalige Hotelgebäude daneben wurden wohl in der Kaiserzeit vor 1900 erbaut.


Ahrstraße.jpg

Standort

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Sonstiges

Der Berliner Hof warb einst mit vorzüglicher Küche und einem großen schattigen Garten. In einer Werbeanzeige, die auf Seite 37 des Bandes Die Straßen von Neuenahr reproduziert wurde, hieß es:

Hotel Restaurant Berliner Hof, Bad Neuenahr, Ahrstraße 15. Fünf Minuten von den Kur- und Badeanlagen entfernt. Schöne, luftige Zimmer. Anerkannt gute, kurgemäße Küche. Reine Weine. Großer, schattiger Garten, gedeckte Halle. Pension von 5 Mark an. Inhaber: Mathias Braun.[1]

In dem von den Geschichtsfreunden Bad Neuenahr, dem Eifelverein Bad Neuenahr e.V. und einem Arbeitskreis der Kreisvolkshochschule Ahrweiler e.V. herausgegebenen Band Die Straßen von Bad Neuenahr (2004) heißt es zur sogenannten „Dorfecke“ der Ahrstraße:

Hier kam es zu jenen Zeiten insbesondere bei ,Brauns Matthes’ im Berliner Hof an den Meisterstammtischen noch zu vielen Episödchen und scherzhaften Begebenheiten, wie sie zum Beispiel von dem 1995 verstorbenen Philipp Bichler mit den Originalen 'Hendrech und Jösef' erzählt werden. Hier trafen sich über Generationen diverse Stammtische und spielten Sibbeschröm.

Die Com-Plex Immobilien & Facility Management GmbH plante im Januar 2013 den Abbruch des ehemaligen Hotelgebäudes und des Gebäudes nördlich neben dem ehemaligen Hotel sowie den Neubau von 17 seniorengerechten Wohneinheiten (50 bis 150 Quadratmeter), die – verteilt auf zwei Gebäudekomplexe – mit Tiefgarage und Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Im Erdgeschoss plante sie Praxen für drei Ärzte und eine Apotheke.[2]

Im Februar 2017 begannen im länglichen Anbau auf der Gebäuderückseite des ehemaligen osteuropäischen Restaurants sowie des Dalmacia Grills Abrissarbeiten. Thomas Rick, Sprecher der „Investorengemeinschaft Rick“ aus Burgbrohl, der Eigentümerin der Gebäude, sagte der Rhein-Zeitung (RZ): „Wir räumen und entkernen sie derzeit, um prüfen zu können, ob sich eine Gebäudesanierung lohnt. Unser Ziel ist es durchaus, die historische Bausubstanz zu erhalten.“ Sicher sei derzeit lediglich, dass der rückwärtige Anbau komplett abgerissen wird. Es gebe aber auch gute Argumente für einen Komplettabriss, so Rick. Bei einem Neubau könne eine zusätzliche Etage aufgebaut werden. Weil keine Eigentums-, sondern ausschließlich Mietwohnungen geplant seien und weil das Gebäude im Besitz der Investorengemeinschaft bleibe, würde ein Abriss zu einem höheren Wert der beiden Grundstücke führen. „Gemäß dem Verzeichnis der aktuellen Kulturdenkmäler im Kreis Ahrweiler der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz von 1999 steht das Fassadenensemble in der Ahrstraße nicht unter Denkmalschutz und kann rechtlich gesehen jederzeit abgerissen werden“, berichtete RZ-Reporter Jochen Tarrach. Nach Ricks Aussage bestehe „eine überwiegende Wahrscheinlichkeit“, dass die Gründerzeit-Fassaden der beiden alten Gebäude erhalten bleiben. Dafür spreche auch die Baugenehmigung, die zulasse, dass das Dachgeschoss um eine Etage erhöht wird. „Die endgültige Entscheidung der Investorengemeinschaft fällt also in den nächsten Wochen, wenn die Ergebnisse der Bausubstanzuntersuchung vorliegen“, hieß es in der Rhein-Zeitung weiter.[3]

Mediografie

Fußnoten

  1. nach: Rhein-Zeitung vom 6. Mai 2016
  2. Quelle: Beate Au: Historische Fassade weicht modernem Wohnkomplex, rhein-zeitung.de vom 15. Januar 2013
  3. Quelle: Jochen Tarrach: Gebäude erhalten oder abreißen? „Berliner Hof“-Ensemble in der Ahrstraße wird gründlich untersucht und beurteilt, in: Rhein-Zeitung vom 24. Februar 2018