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Jakobus Grebe

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Bruder Jakobus Grebe übernahm im Jahr 2012 die Buchbinderei der Benediktinerabtei Maria Laach, obwohl er zuvor bereits mit dem Erledigen anderer Aufgaben im Kloster betraut worden war.[1]


Vita

Nachdem er die Schule abgeschlossen hatte, machte Jakobus Grebe eine Schreiner-Lehre. Das Schreinerhandwerk war nämlich sechs Generationen lang Tradition. Anschließend arbeitete Jakobus Grebe etwa zwei Jahre lang in einer Sargfabrik, bevor er ab 1987 zwei Jahre lang Zivildienst in einem Franziskaner-Kloster absolvierte. 1989 entschied er sich dafür, in den Franziskaner-Orden einzutreten. Nachdem er seine Ordensausbildung absolviert hatte, kam 1994 als Gast in die Benediktinerabtei Maria Laach; in der Kloster-Schreinerei wollte er sein Meisterstück anfertigen. 1997 wurde er Meister im Tischler-Handwerk. Das Leben im Benediktinerkloster und der damalige Abt Anno Schoenen überzeugten ihn derart, dass er im Jahr 1995 aus dem Franziskanerorden aus- und am gleichen Tag in den Benediktinerorden Maria Laach eintrat. Dort musste er erneute eine klösterliche Ausbildung absolvieren, bevor er im Jahr 2000 seine feierliche Profess ablegen konnte.

Bruder Jakobus' Wunsch, in der Kloster-Schreinerei zu arbeiten, wurde jedoch nicht erfüllt. Stattdessen erhielt er von Abt Anno Schoenen und seinem Nachfolger, Abt Benedikt Müntnich, den Auftrag, in der Schneiderei des Klosters zu arbeiten. Zuvor absolvierte er bei Bruder Gerhard im Franziskanerkloster Fulda eine klosterinterne Schneider-Ausbildung. Nachdem er nach Maria Laach zurück gekehrt war, nähte Bruder Jakobus fünf Jahre lang in der Klosterschneiderei Ordenskleidung. 2002 übernahm er zusätzlich den Dienst im Klosterforum der Benediktinerabtei Maria Laach und die Leitung der Klosterküche.

Darüber hinaus setzte er eine Idee von Bruder Hilarius (Franz Wittmers), dem Leiter der Klostergärtnerei Maria Laach, um, der ein Kloster eigenes Produkt anbieten wollte. So kochte Bruder Jakobus Marmelade aus dem Obst, das in Maria Laach wuchs, und das Besucher dem Kloster schenkten. Im Jahr 2011 waren das immerhin insgesamt fünf Tonnen Marmelade sowie Honig und Senf.

Abt Benedikt Müntnich befreite ihn 2012 von einigen Aufgaben und beauftragte ihn, die Buchbinderei des Klosters zu übernehmen. Zuvor musste Bruder Jakobus das Buchbinderhandwerk lernen – zunächst ein Jahr lang in der Landesbibliothek Koblenz und anschließend im Rahmen von Seminaren in Holland und Mainz.

Bei der Auflösung einer alten Druckerei erwarb Bruder Jakobus günstig alte Bleischriften und Maschinen, die er in die Buchbinderei in Maria Laach integrierte. Daneben arbeitet er in einer kleinen Schreinerei, die er im Jahr 2000 eingerichtet hatte, um seinen Hobby, dem Orgelbau, nachzugehen. Später verlegte er sich auf Drechselarbeiten.

Schließlich half Bruder Jakobus bei der Einrichtung einer Schreinerei in Peking, und er erlernt die chinesische Sprache.

Fußnoten