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Jobcenter Landkreis Ahrweiler

Aus AW-Wiki
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Das Jobcenter Landkreis Ahrweiler bündelt die vorherigen Leistungen der Arbeitsagentur und der Sozialämter unter einem Dach und ging zum 1. Januar 2012 im Jobcenter Bad Neuenahr, im Jobcenter Sinzig und im Jobcenter Adenau in Betrieb. Grund für die Neuorganisation: Der Deutsche Bundestag hatte die Änderung des Sozialgesetzbuches Zweiter Teil (SGB II, Hartz IV) beschlossen, wonach die getrennte Trägerschaft von Arbeitsagentur und Sozialämter nicht mehr zulässig ist.[1]


Günter Thull (Zweiter von rechts), Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mayen, und Landrat Dr. Jürgen Pföhler (Zweiter von links) unterzeichneten im November 2011 die Gründungsvereinbarung für das Jobcenter Kreis Ahrweiler im Beisein von Theo Krayer (rechts, Leiter Jobcenter) und Klaus Kniel (links, Fachbereichsleiter für Jugend, Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung Ahrweiler).

Leitung[2]

Geschäftsführer: Daniel Stellmacher-Huck

stellvertretende Geschäftsführerin: Sibylle Weiler

Niederlassungen

Aufgaben des Jobcenters

Leistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes

  • Annahme von Anträgen
  • Bewilligung von Leistungen
  • Erstellen von Bescheiden
  • Umsetzung von Sanktionen
  • Datenabgleich aller Konten/Vermögenswerte
  • Erstellen von Rückforderungen
  • Entschädigung durch falsch Beratung
Amtspflicht ist eine Dienstpflicht des Beamten, die durch die Ausübung seines Amtes begründet wird. Der Begriff kommt u. a. im Zivilrecht vor (§ 839 BGB) und ist eine Schutzvorschrift zu Gunsten von Geschädigten, die durch fehlerhafte Amtsausübung einen Vermögensschaden erlitten haben.[3] Der Betroffene muss Klage am Sozialgericht Koblenz einreichen.

Berufsberatung und Arbeitsvermittlung

  • Berufsberatung der bis 25jährigen
  • Beratung und Vermittlung in Arbeit
  • Unterstützung der Eigenbemühungen des Kunden bei der Arbeitssuche
  • Gewährung eines Eingliederungszuschusses als Impuls für den Arbeitgeber
  • Beschäftigungspakt für ältere Arbeitnehmer
  • Private Arbeitsvermittler im Landkreis Ahrweiler
  • Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung oder als Entgeltvariante
  • Betreuung durch eine Integrationsfachkraft oder einen Fallmanager

Aus- und Weiterbildung für Leistungsempfänger

  • Trainingsmaßnahmen oder Bildungsgutscheine für die berufliche Weiterbildung
  • Bildungseinrichtung im Landkreis Ahrweiler
  • Erwachsenenbildung im Landkreis Ahrweiler
  • Teilzeitstudium für Empfänger von Arbeitslosengeld II
Bezieher von Arbeitslosengeld II mit der Allgemeinen Hochschulreife können, in Absprache mit dem Fallmanger, ein Teilzeitstudium während dem Bezug von Arbeitslosengeld II aufnehmen. Auf der Internetseite der Fernuni Hagen heißt es:
"(...)Daher sind Vollzeitstudierende grundsätzlich von dem Bezug von ALG II ausgeschlossen, da sie sich in einer dem Grunde nach BAföG-förderungsfähigen Ausbildung befinden. Außerdem stehen Vollzeitstudierende nicht im erforderlichen Umfang dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Demgegenüber können Teilzeitstudierende grundsätzlich ALG II neben dem Studium erhalten, da ein Teilzeitstudium mit weniger als 20 Wochenstunden nicht nach dem BAföG förderungsfähig ist. Als Teilzeitstudierende/r stehen Sie weiterhin zur Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.(...)"[4]
Bezieher von Arbeitslosengeld II bekommen eine Ermäßigung auf den Semesterbeitrag, dieser Semesterbeitrag muss vom Arbeitslosengeld II-Empfänger selber getragen werden, soweit das Jobcenter nicht einspringt.
  • Für Bezieher des Arbeitslosengeldes II ist es auch möglich, an der Abendschule der Berufsbildende Schule des Landkreises Ahrweiler, einen Berufsaufschuss während des Bezuges der Arbeitslosengeldes II nach zu holen, da Sie während des Dauer der Ausbildung dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
  • Maßnahmen:
  • Ziel:
Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemnissen
  • Maßnahmeneinheit:
  • Einstellungssache! Jobs für Eltern
  • Potentialanalyse

Grundsicherung im Alter

sonstiges

  • Schuldnerberatung
  • psychosoziale Betreuung
  • Suchtberatung

Chronik

2011

2012

  • Seit dem 1. Januar 2012 gibt es für die 2600 in sogenannten Bedarfsgemeinschaften lebenden 4900 Empfänger von Arbeitslosengeld II nur noch eine zuständige Anlaufstelle. Bis dahin erhielten die Hartz-IV-Empfänger ihre Miete im Auftrag des Kreises von den Sozialämtern der Städte und Verbandsgemeinden; seit Januar 2012 übernehmen die Jobcenter neben der Arbeitsvermittlung auch diese Aufgabe. Dazu wurden die Daten der Sozialämter in den Städten und Verbandsgemeinden in die EDV der Arbeitsagentur eingespeist. Für die Bürger änderte sich dadurch nichts, außer dass es nur noch jeweils eine Anlaufstelle für sie gibt.
  • Mit der Gründung des Jobcenters entsprachen Kreis und Arbeitsagentur einer gesetzlichen Neuerung. Denn mit der vom Deutschen Bundestag beschlossenen Änderung des Sozialgesetzbuches Zweiter Teil (SGB II) war die ab 2005 im Kreis Ahrweiler praktizierte Arbeitsteilung zwischen der Arbeitsagentur und den kommunalen Sozialämtern nicht mehr zulässig. Der Kreis Ahrweiler ist mit 15,2 Prozent (2012: 640.000 Euro) an den Kosten des gemeinsamen Jobcenters (2012 rund 4,2 Millionen Euro) beteiligt.
  • Im September 2012 waren im Landkreis Ahrweiler 647 Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren auf Hartz IV angewiesen.[7]

2013

  • Am 30. Januar 2013 zogen die Beteiligten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz Bilanz des ersten Jahres. Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Ulrike Mohrs, Chefin der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen, und der Geschäftsführer des Jobcenters, Theo Krayer lobten die Einrichtung einhellig. Das neue Konstrukt ermögliche einen genaueren Blick auf die Problemfälle, sagte Landrat Dr. Pföhler. Die drei Geschäftsstellen in Sinzig, Bad Neuenahr und Adenau vermittelten im Jahr 2012 zusammen 1279 Hartz-IV-Empfänger in Lohn und Brot %u2013 36,2 Prozent der %u201EKunden%u201C im Kreis Ahrweiler. Bei einer Kundenbefragung gaben sie dem Jobcenter die Note 2,6 und den Mitarbeitern eine 2,4. 72 Mitarbeiter, unter ihnen sechs vom Kreis Ahrweiler und einer aus der Stadtverwaltung Remagen, betreuen im Januar 2013 knapp 5000 Hartz-IV-Empfänger im Kreis Ahrweiler in sämtlichen Fragen zu Arbeitsvermittlung, Arbeitslosengeld II und Unterkunftskosten. 122 Menschen aus dem Kreis Ahrweiler kamen 2012 bei Amazon in Koblenz unter.Quelle: Rhein-Zeitung vom 31. Januar 2013
  • Am 30. August 2013 berichtete der General-Anzeiger: "126 junge Bewerber sind noch unversorgt - Entgegen dem landesweiten Trend gibt es im Landkreis Ahrweiler weniger Arbeitslose als vor einem Monat. Die Zahl sank um 50 auf 2927, liegt damit jedoch noch um 297 höher als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt mit 4,5 Prozent stabil. Im August 2012 lag sie bei 4,1 Prozent."[8]
  • Am 14. September 2013 berichtete der General-Anzeiger: "(...) Obermeier stellte klar, dass der Kreis Ahrweiler mit einer Arbeitslosenquote von rund 4,5 Prozent in einer privilegierten Situation sei. Trotzdem sind auch im Kreis fast 3000 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen, und fast 6500 Menschen leben von staatlichen Sozialleistungen. Das heißt auch, dass rund 715 Kinder im Kreis Ahrweiler von Hartz IV leben.(...)[9]

2014

Am 23. Januar 2014 berichtete die Wochenzeitung "WAZ":

Telefonlisten veröffentlicht - Jobcenter sauer über Piraten - Nürnberg Ein klärender Anruf bei seinem Jobcenter-Mitarbeiter - so mancher Hartz-IV-Empfänger wünscht sich das schon länger. Stattdessen verweist die Bundesagentur auf ihre Call-Center. Nun hat die Piratenpartei das Konzept durchkreuzt - und darüber sind die Betroffenen extrem sauer.[10]

Bisher wurden noch keine Telefonlisten von den zuständigen Behörden im Kreis Ahrweiler veröffentlicht. Nur für das Jobcenter Stadt Koblenz existieren diese Dokumente (Stand 10. Februar 2014).[11]

  • Sommer/Herbst 2014:Diplom-Psychologe Ralf Klinge Inhaber der Discemus GmbH (Koblenz) und Inhaber des Ralf Klinge Institutes für angewandte Psychologie (Koblenz) führt im Auftrag des Jobcenters Landkreis Ahrweiler Potentionalanalysen an seinen Kunden durch. Die Maßnahme kann bis zu 7 Monate dauern, es wird ein Gutachten über diese Person erstellt. Auf diese Weise kann das Jobcenter bedarfsgerechter die Kunden in Arbeit vermitteln. Einen Einblick in das Gutachten wird dem Kunden nicht gewährt.

2017

Im Mai 2017 übernahm Daniel Stellmacher-Huck kommissarisch die Leitung des Jobcenters. Er übernahm die Nachfolge von Theo Krayer, der als Geschäftsführer des Jobcenters Westerwald nach Montabaur gewechselt war. Im Juni 2018 wurde Stellmacher-Huck von der Trägerversammlung für fünf Jahre im Amt des Geschäftsführers bestätigt.[12] Im Jobcenter Kreis Ahrweiler leitet der zu dieser Zeit 40-Jährige ein 81-köpfiges Team. „Ich habe von Theo Krayer ein gut bestelltes Haus übernommen“, sagte der Geschäftsführer. „Das Jobcenter war nicht zuletzt in der Integrationsarbeit erfolgreich. Darauf konnte ich aufbauen und den guten Weg, den das Jobcenter eingeschlagen hat, weiterführen“, so Stellmacher-Huck. Und: „Unsere Arbeit ist darauf ausgerichtet, Arbeit und Menschen zusammenzuführen. Unser Ziel ist es, die Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit sowie die Altersarmut erfolgreich zu bekämpfen.“[13]

Statistik

Zahl der Arbeitslosen im Kreis Ahrweiler

Kontrollgremien

übergeordnete Behörden

Beistand / Rechtsbeistand

Hartz 4-Empfänger darf einen Beistand mit zum Termin bringen – Jobcenter darf nicht tricksen[14].

Jobcenter Transparent

Kunden des Jobcenters Landkreis Ahrweiler können hier die Arbeitsleistung der Behörde bewerten.

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Arbeitsagentur und Sozialämter unter einem Dach - Vertrag für neues Jobcenter im AW-Kreis unterzeichnet – Hartz-IV-Empfänger haben nur noch eine Anlaufstelle – 2.600 Bedarfsgemeinschaften, Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 25. November 2011
  2. Quelle: jobcenter-ahrweiler.com: Impressum, gesehen am 12. Januar 2018
  3. Quelle: Wikipedia: Amtspflicht, gesehen am 12.02.2012
  4. Quelle: gesehen am 11. Oktober 2013 auf der Homepage der Fernuni Hagen
  5. Quelle: Jan Lindner: Ein-Euro-Jobs sind im Ahrkreis gescheitert, rhein-zeitung.de vom 5. September 2011
  6. Quelle: Rhein-Zeitung vom 31. Oktober 2011
  7. Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund Kreis Koblenz: Über 600 Jugendliche sind im Landkreis Ahrweiler auf Hartz IV angewiesen , blick-aktuell.de vom 25. Februar 20??
  8. Quelle: General-Anzeiger vom 30. August 2013
  9. Quelle: General-Anzeiger vom 14. September 2013
  10. Quelle:Telefonlisten veröffentlicht - Jobcenter sauer über Piraten | http://www.derwesten.de/wirtschaft/telefonlisten-veroeffentlicht-jobcenter-sauer-ueber-piraten-id8908945.html#plx2112562023
  11. Quelle: Piraten-Wiki
  12. Quelle: Chef der Jobcenter im Kreis – Träger bestätigen Daniel Stellmacher-Huck, in: General-Anzeiger vom 21. Juni 2018
  13. Quelle: Chef der Jobcenter im Kreis – Träger bestätigen Daniel Stellmacher-Huck, in: General-Anzeiger vom 21. Juni 2018
  14. Quelle: Beistand, gesehen am 12. Februar 2012