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Jugendheim „Phantasien“ Dernau

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Das Jugendheim „Phantasien“ für schwer erziehbare Jugendliche befindet sich heute in Dernau, nachdem sein Domizil einige Jahre lang mitten in Eckendorf war. „Wir haben uns als relativ kleine Einrichtung auf die Jugendlichen konzentriert, die ihre Aggressionen nicht nach innen richten, sondern mit ihrer Wut und ihrem Trotz extrem nach draußen gehen", sagte Einrichtungsgründer Gerd Sebastian einmal.[1]


Ehemaliges „Phantasien“-Domizil an der Scheidtstraße 6-8 in Eckendorf

Anschrift

Schmittmannstraße 9

53507 Dernau

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Kontakt

Ansprechpartner

Heidi Sebastian und Gerd Sebastian (Initiator und Leiter)

Chronik

Zusammen mit Ehefrau Heidi Sebastian nahm Gerd Sebastian im Jahr 1985 in Dernau die ersten Kinder auf.

Die Immobilie in Eckendorf, eine alte fränkische Fachwerkhofanlage, beherbergte zunächst einen Bauernhof. Dann übernahm ein Arzt das Gebäude, später wurde der Hof als Kindertagesstätte genutzt. Im Jahr 1992 wurde das Jugendheim von Gerd Sebastian als privatem Träger eröffnet. In zwei Wohngruppen bietet das Haus Platz für 15 Jungen und Mädchen in zwei Wohngruppen.

15 Teenager zwischen 14 und 17 Jahren lebten im September 2005 in der Einrichtung. Aus unterschiedlichen Gründen können oder dürfen sie nicht mehr zu Hause wohnen. Acht Betreuer kümmern sich um die Erziehung der Jungen und Mädchen. Die Einhaltung eines geregelten Tagesablaufs, den die Jungen und Mädchen zumeist von zu Hause her nicht kennen, ist ein wichtiges Erziehungsinstrument.

Die Rhein-Zeitung (RZ) meldete im Oktober 2014, die Einrichtung werde Eckendorf verlassen, um in ein urbanes Umfeld zu wechseln. Das 850 Quadratmeter große denkmalgeschützte Gebäude mit Anbauten und rund 1700 Quadratmeter großem Areal sei für einen privaten Träger nur mit größten Anstrengungen wirtschaftlich zu betreiben, sagte Einrichtungsleiter Gerd Sebastian der RZ. Wegen der schlechten Verkehrsinfrastruktur sei außerdem ein ständiger Fahrdienst nötig. Probleme gebe es auch immer wieder wegen des Lärms, der von dem Haus ausgeht. „Mittlerweile stehen wir durch viele, viele Gespräche in gutem Einvernehmen gerade mit der direkten Nachbarschaft. Aber ich halte es für sinnvoll, in Stadtnähe zu ziehen, wo der Lärmpegel von Natur aus schon höher liegt“, sagte Sebastian der RZ.[2]

In früheren Jahren hingegen sei von der Nachbarschaft gefordert worden, dass das Heim fortzieht. Besonders kritisch sei es gewesen, als ein paar Jungen nachts aus dem Heim ausrissen, mit einem Radlader benachbarte Obstplantagen verwüsteten und Schaden in Höhe von 100.000 Euro anrichteten. Die Sache ging vor Gericht. "Nur weil ein Betreuer nachweisen konnte, dass er noch zehn Minuten zuvor die Jungen kontrolliert hatte, konnten wir belegen, dass wir unsere erhöhte Aufsichtspflicht nicht verletzt hatten", so Sebastian. Außerdem gab es einen Brand im Heim, der vermutlich durch eine Zigarette auf einer Matratze ausgelöst wurde. Die Feuerwehr konnte ihn immerhin so weit eindämmen, dass das Hauptgebäude unbeschadet blieb.

Siehe auch

Portal "Soziales"

Weblink

http://www.jugendheim-phantasien.de

Fußnoten

  1. Quelle: Judith Schumacher: Jugendheim „Phantasien“ soll verkauft werden - Anwesen in Eckendorf bietet Platz für 15 schwierige Jungen und Mädchen, in: Rhein-Zeitung vom 28. Oktober 2014
  2. Quelle: Judith Schumacher: Jugendheim „Phantasien“ soll verkauft werden - Anwesen in Eckendorf bietet Platz für 15 schwierige Jungen und Mädchen, in: Rhein-Zeitung vom 28. Oktober 2014