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Kapellenkreuz Dedenbach

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Kapellenkreuz Dedenbach.jpg

Das aus Basaltlava bestehende Kapellenkreuz Dedenbach steht links der Landesstraße 88 in Richtung Königsfeld. Es trägt die Inschrift: „Errichtet an geweihtem Ort 1921“. Urkundlich ist erwähnt, dass der Titularbischof Theoderich (1505-1519) am 8. März 1509 an der Straße von Dedenbach nach Königsfeld eine Kapelle zu Ehren der Geburt Mariens weihte. Diese Kapelle hatte eine Grundfläche von fünf mal fünf Metern ohne Chörchen. 1833 wurde diese Kapelle renoviert, musste aber etwa 50 Jahre später wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. Als Nachfolgerin wurde 1885 die St.-Maria-Virgines-Kapelle gebaut. An der Stelle, an der die alte Kapelle einst stand, wurde am 10. Juli 1921 das Wegekreuz eingeweiht.[1]


Sonstiges

Manfred Mehlop schrieb 1993:

... Wo über mehr als 400 Jahre die alte Kapelle stand, wurde 1921 vom Großvater der Frau WICHTERICH ein Kreuz errichtet. In der Eifel war es früher Brauch, auch Grundstücke mit Handschlag zu kaufen und dies Geschäft erst manchmal Jahre später beim Notar zu beurkunden, was mit viel Arbeit und den weiten Wegen zusammenhing. So geschah es, als der Baron VON DER LEYEN, dem Schirmau gehörte, ein Waldstück Im Hühnerbüsch erworben hatte. Käufer und Verkäufer trafen sich erst ein Jahr später beim Notar. Der Baron wollte nun nach der Beurkundung bezahlen. Dies wies der Verkäufer jedoch entschieden zurück, da der Baron bereits ein Jahr zuvor bezahlt hatte. Dieser blieb aber bei seiner Meinung, noch nichts bezahlt zu haben. Da der Verkäufer zu ehrlich war, das Geld zweimal anzunehmen und der Baron nicht zu überzeugen war, wurde der Betrag schließlich dazu verwandt, ein Basaltkreuz zum Gedächtnis an die alte Kapelle zu errichten.[2]

Fußnoten

  1. Quelle: gemeinde-dedenbach.de: Dedenbacher Kapelle, gesehen am 17. April 2017
  2. Nach: Walter Müller: Kirchen, Kapellen, Kreuze in der Verbandsgemeinde Brohltal und Nachbarorten, 344 Seiten, 1343 Bilder, Niederzissen 2013, Seite 67