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Katholische Pfarrkirche „St. Gertrudis“ Oedingen

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Pfarrkirche Oedingen 1.jpg
Gertrudis-Kirche 1.jpg
Statue der Pfarrpatronin St. Gertrudis
Gertrudis-Kirche 2.jpg
Kreuzwegstation

Die heutige neugotische katholische Pfarrkirche "St. Gertrudis" an der Wachtbergstraße in Oedingen wurde 1908 nach Plänen des Bonner Architekten Jakob Stumpf errichtet und St. Gertrudis gewidmet. Die 1909 fertig gestellte Kirche wurde am 11. Juli 1911 vom damaligen Trierer Weihbischof Karl Ernst Schrod feierlich konsekriert. Die ehemalige Pfarrkirche wurde zur heutigen Friedhofskapelle "St. Gertrudis" Oedingen umgewidmet.


Standort

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Chronik

Pfarrer a.D. Paul Wolber gründete am 1. Dezember 1900 den St.-Gertrudis-Kirchenbau-Verein Oedingen, dessen Satzungsziel es war, die erforderlichen Mittel für den Neubau einer neuen Kirche in Oedingen aufzubringen. Die Gemeinschaft, zu der nach und nach die gesamte Gertrudis-Bruderschaft gehörte, führte zunächst Haussammlungen im Ort durch. Danach wurden Pfarrgemeinde –Basare, gesellige Sängerfeste, die „Kirchweih“ sowie Jubiläen älterer Personen zum Zweck der Geldbeschaffung gefeiert. Daneben überhäufte Pfarrer Wolber das Bistum Trier mit Bittbriefen. Den Erfolg seiner Eingaben erlebte er nicht mehr, weil er am 16. Mai 1902 verstarb und das Bistum Trier erst drei Monate danach reagierte. Es empfahl und genehmigte im gesamten Dekanat Remagen die Durchführung von Kollekten für den Kirchbau in Oedingen. Die nachfolgenden Gemeindepfarrer – vom 20. September 1903 bis 24. Februar 1907 Wilhelm Frisch und vom 17. April 1908 mit Unterbrechungen bis Beginn des Jahres 1920 Dr. Cöln – scheuten weder Mittel noch Wege, um an Geldmittel für den geplanten Kirchenbau heran zu kommen. So ließ Pfarrer Dr. Cöln eine Postkarte mit einer Abbildung des vom Bonner Architekten Jakob Stumpf angefertigten Entwurfs der Kirche verkaufen. Die Karte wurde auch in Remagen, Sinzig, Bad Neuenahr, Meckenheim und Bad-Godesberg verkauft und erbrachte einen damalige Verhältnisse hohen Erlös. Kollekten, Spenden und sonstige Sammlungen brachten 15.000 Mark, so dass der Kirchenvorstand am 3. Dezember 1907 den Neubau der Gertrudiskirche mit einem Kostenvoranschlag von 23.750 Mark beschloss. Bereits ein Jahr später, im November 1908, wurde feierlich der Grundstein gelegt. Bauleiter war Architekt Jakob Stumpf, der weit und breit für seine neugothischen Kirchbau-Schöpfungen bekannt war und der mit der Oedinger Kirche sein letztes Projekt verwirklichte. Am 3. Oktober 1909 wurde die fertig erbaute Gertrudiskirche von Pfarrer Dr. Cöln eingeweiht. Vertreter des Bistums Trier, des Dekanats Remagen sowie der Remagener Bürgermeister Peter Wilhelm Hoeren, die Bauleitung, Gemeindevorsteher Mathias Schäfer, die Gertrudis-Bruderschaft, der Männergesangverein „Cäcilia“ 1882 Oedingen, die Oedinger Schule und die Pfarrer der benachbarten Pfarreien überbrachten Glückwünsche und Grußbotschaften. Die Vereine beteiligten sich an der Gottesdienst-Gestaltung und an den anschließenden öffentlichen Veranstaltungen, der zu einem Festtag wurde, wie ihn der kleine Höhenort seit Menschengedenken nicht erlebt hatte. Zwei Jahre später, am 11. Juni 1911, wurde die neue Kirche vom Trierer Weihbischof Carl Ernst Schrod feierlich konsekriert.[1]

Weitere Bilder

Siehe auch

Friedhofskapelle "St. Gertrudis" Oedingen

Fußnoten

  1. Quelle: Karl Beelke: Zur Geschichte von Oedingen. Von 853 bis 2000, 2002, 207 S. (Hrsg.: Hallengemeinschaft Oedingen e.V.), S. 75 f.