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Kreissparkasse Ahrweiler

Katholische Pfarrkirche „St. Walburga“ Gelsdorf

Aus AW-Wiki
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St.-Walburga-Statue über dem Hauptportal
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Die katholische Pfarrkirche „St. Walburga“ Gelsdorf befinden sich eine sehr alte Pieta sowie Reliquien der Kirchenpatronin St. Walburga.


Standort

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Küsterin

Marlene Prange

Chronik

Nach Paul Clemens' Buch Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz aus dem Jahr 1938 gab es in Gelsdorf bereits im Jahr 877 eine Kirche. Wie sie aussah und wo sie stand, ist nicht bekannt. Für die Jahre von 1156 bis 1158 ist ein Pfarrer Widiko von Geldisdorp bekannt. Dann ist erst im Jahr 1684 zu lesen, dass sich die Gelsdorfer Kirche in sehr schlechtem Zustand befand. 1690 wurde Gelsdorf von den Franzosen eingeäschert.[1]

Im Jahr 1718 wird der Turm und 20 Jahre später das Kirchenschiff als Saalbau erstmals aufgeführt. 150 Jahre wird hinter dem Chor eine Sakristei angebaut. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der bis dahin barocke Hallenraum der Kirche durch einen neugotischen Altar (1891 konsekriert) sowie Heiligenfiguren, einen Kreuzweg und durch einen farbigen Anstrich der Wände gotisiert.

Ottmar Prothmann schrieb 1985 in seinem Buch Die Gemeinde Grafschaft in alten Bildern, dass der Maurermeister Borg aus Niederberg im Frühjahr 1912 eine neue Ausmalung vornahm. Nachdem im Jahr 1959 am Ortsrand ein neuer Friedhof eingerichtet worden war, sind die Gräber rund um die Kirche nach und nach eingeebnet worden.

1962/63 wurde die Kirche erneut renoviert. Im Jahr 1967 ist der neugotische Hochaltar durch einen neuen ersetzt worden.

Im Blickpunkt steht heute das um das Jahr 1440 geschaffene Vesperbild eines unbekannten Künstlers. In dem modernen Hochaltar ist diese Pietà gut sichtbar aufgestellt. Als „Pietà“, auch „Vesperbild“, wird die Darstellung der heiligen Maria als „Mater Dolorosa“ (Schmerzensmutter) mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus in ihrem Schoß bezeichnet. Die frühesten erhaltenen Darstellungen dieser Art stammen aus den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts. Pietàs sind weit verbreitet und befinden sich als Zeichen der Marienverehrung in fast jeder Kirche. Das nach Paul Clemen um 1440 entstandene Vesperbild in der Gelsdorfer Kirche zählt damit zu den ältesten Darstellungen dieser Art. Außergewöhnlich ist auch, dass nicht nur Maria mit dem Leichnam dargestellt wird, sondern zusätzlich auch noch der Apostel Johannes.

In einem gläsernen Schrein mit Silbereinfassung, der sich in einer kleinen Nische neben dem Altar befindet, sowie in einer etwa 30 Zentimeter hohen Monstranz von etwa 1730 werden Reliquien von St. Walburga, der Patronin der Kirche, aufbewahrt.

Im Winter 2008/09 wurde die Kirche mit einem Aufwand von 200.000 Euro innen saniert. Drei Jahre zuvor war das Gotteshaus außen saniert worden.

Weitere Fotos

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Jochen Tarrach: Schon 877 gab es in Gelsdorf ein Gotteshaus – Um 1718 wurde mit dem Bau der Pfarrkriche St. Walburga begonnen, in: Rhein-Zeitung vom 22. Juli 2016
  2. Quelle: Christine Schulze: Er hat bereits drei Jahrhunderte überdauert – Der Kirchturm von Sankt Walburga stand im Blickpunkt des Pfarrfestes, in: General-Anzeiger vom 4. Juni 2018