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Kläranlage Bauler

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Die Abwässer aus der Ende der 1990er-Jahre gebauten Kläranlage Bauler werden nach ihrer Klärung in den Trierbach eingeleitet. Die Kapazität der Anlage ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl von Bauler - insgesamt etwa 60 - auffallend groß. Das hat einen Grund: Der Nürburgring hat keine eigene Kläranlage. Abwässer werden deshalb nach den großen Nürburgring-Veranstaltungen in Rückhaltebehältern gesammelt und nach und nach der tiefer liegenden Kläranlage Bauler zugeführt.


Standort

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Gewässer-Ökologie

Die Wassermenge im oberen Teil des Trierbachs ist verhältnismäßig klein. Der Anteil von geklärten Schmutzwasser ist deshalb nach Großveranstaltungen am Nürburgring besonders hoch, was zu Problemen bei der Gewässerökologie führen kann. Die BUND-Kreisgruppe Ahrweiler hat die Entscheidung für den Standort der Kläranlage in dieser Größenordnung deshalb kritisiert. Die Rhein-Zeitung berichtete im Juli 2014:

Wenn die Kläranlage – wie nach dem Großbrand in Kelberg im November 2013 – mit hochgiftigem Löschwasser zurechtkommen muss, stehen die Anlage und das Ökosystem des Baches erheblich unter Druck. Das Löschwasser mit hochgiftigen Inhalten wurde auf der Anlage zwischengespeichert, um später ordnungsgemäß entsorgt zu werden. Dadurch war seither offenbar mehrfach nicht mehr hinreichend Speichervolumen für das kommunale Abwasser von mehreren Gemeinden vorhanden. Bei starken Niederschlägen im Winterhalbjahr wurde so mehrfach über den Regenüberlauf der Kläranlage stark verschmutztes Mischwasser ungeklärt in den Trierbach abgegeben. ... Eine privat entnommene Probe im Bachschlamm nach der Einleitungsstelle für den Regenüberlauf hat ... ergeben: Die Werte für PCB (polychlorierte Biphenyle) lagen sehr hoch. PCB sind hochgiftige und Krebs auslösende organische Chlorverbindungen. Sie zählen inzwischen zu den zwölf als „Dreckiges Dutzend“ bekannten organischen Giftstoffen, die 2001 weltweit verboten wurden.[1]

Mediografie

Trierbach: Kripo ermittelt wegen Verunreinigung, rhein-zeitung.de vom 20. März 2014

Fußnoten

  1. Quelle: Der Trierbach hat mit Belastungen zu kämpfen, in: Rhein-Zeitung vom 4. Juli 2014