FacebookLogo.png   TwitterLogo.png   Wordpress-logo-notext-rgb.png

Klostergut Maria Laach

Aus AW-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Klostergut Maria Laach ist ein mehrfach prämierter Biolandbau-Demonstrationsbetrieb. Verbraucher und Landwirte können sich dort über ökologische Landwirtschaft informieren. Zum Hof gehören 162 Hektar Ackerbau und Viehhaltung (250 Rinder) sowie der Hofladen Maria Laach.


Ullenbruch s.jpg
Die Rinder des Klosterguts weiden auf den Wiesen zwischen Laacher See und Kloster.

Anschrift

56653 Maria Laach

Kontakt

Chronik

Als im Jahr 2000 plötzlich der für das Klostergut zuständige Pater Willibald starb, übernahmen die aus Bell stammenden Nina Ullenbruch und Michael Ullenbruch das Klostergut zur Bewirtschaftung und machten es innerhalb kürzester Zeit zu einem Demonstrationsbetrieb für kontrolliert ökologisches Wirtschaften.

Mit der Übernahme der Landwirtschaft durch die Ullenbruchs blieben die sieben bestehenden Arbeitsstellen erhalten, außerdem wurde eine zweite Lehrstelle eingerichtet. Der zugehörige Hofladen Maria Laach bietet die selbst erzeugten Produkte an. Sieben Angestellte und acht Aushilfen arbeiten dort seit der Eröffnung 2001; eine Lehrstelle zur Einzelhandelskauffrau mit Schwerpunkt Naturkost sollte 2005 ermöglicht werden.

Nach dem Umbau, der Anfang Oktober 2005 fertig gestellt werden und den Laden auf 200 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitern sollte, sei geplant, zwei weitere Arbeitskräfte einzustellen. Außerdem bietet das Hofgut Praktikumsmöglichkeiten. Drei Mitarbeiterinnen haben eine zweijährige berufsbegleitende Ausbildung zur Naturkostfachberaterin absolviert.

Sofort nach der Übernahme begann der gelernte Diplom-Agraringenieur mit der Umstellung auf eine kontrolliert biologische Bewirtschaftung mit 300 Rindern - schon 2002 gab es die erste Auszeichnung als Demonstrationsbetrieb "Ökologischer Landbau" durch das Bundesverbraucherministerium. Ein Jahr zuvor wurde auch der Hofladen unter der Leitung von Diplom-Pädagogin Nina Ullenbruch eröffnet. 2002 folgten 200 Bio-Mastschweine in den neuen Stall mit bedachtem Strohauslauf. Auf 280 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche wird unter anderem Weizen, Dinkel und Roggen als Brotgetreide geerntet. Für die Direktvermarktung im Hofladen werden noch zwei Hektar Bio-Kartoffeln angebaut. In naher Zukunft ist der Aufbau einer kontrolliert biologischen Hühnerhaltung geplant.

Das Klostergut erhielt mehrmals Auszeichnungen für seinen Öko-Landbau. Auch die artgerechte Tierhaltung wurde durch das Landwirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz prämiert. Transparenz ist wichtig für den Vorzeigebetrieb, Termine für Besichtigungen werden jederzeit gemacht.

Das Klostergut ist Teil eines Netzwerks von rund 200 Demonstrationsbetrieben des ökologischen Landbaus, die Verbrauchern und Landwirten als Anschauungsobjekt den Zugang zur ökologischen Wirtschaftsweise erleichtern sollen. Die 900 Jahre alte Tradition der Mönche, den Einklang mit der Natur zu wahren, wird von Michael Ullenbruch auf diese Art und Weise fortgesetzt.

Da zum Schutze von Tieren, Menschen, Wasser, Wildpflanzen und Nützlingen keine Chemikalien verwendet werden, wird das Unkraut mit Striegel und Hacke in Zaum gehalten. Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge dient ebenfalls der Gesunderhaltung des Bodens. Gedüngt wird nur mit hofeigenem Mist und hofeigener Gülle, um den Boden nicht zu belasten.

Die Bio-Produkte aus der Landwirtschaft werden im Hofladen verkauft. Die Stammkunden kommen aus dem Umkreis, aber auch aus Bonn, Düsseldorf, Wiesbaden und Mainz - mit angelockt durch das Kloster und den Laacher See.

Siehe auch

Mediografie

Weblink

http://www.klostergut-maria-laach.de