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Leopold Wolff

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Der jüdische Viehhändler Leopold Wolff († 1925) und seine Ehefrau Henriette kauften im Jahr 1904 von der verwitweten Auguste Pollack (geb. Stamm) das Hotel du Nord an der Hauptstraße in Bad Neuenahr sowie das Gelände auf der Nordseite der Straße, den heutigen Max-Maier-Park. Den Park gab es damals noch nicht, wohl aber den 1880 seiner Bestimmung übergebenen Neuenahrer Bahnhof. Als Hotelier handelte Leonhard Wolff weiterhin mit Vieh. Auf dem Gelände des späteren Max-Maier-Parks ließ er bis zu seinem Tod im Jahr 1925 Kühe und Rinder grasen, die er für den Verkauf vorgesehen hatte. Wolff wurde auf dem jüdischer Friedhof in Beul, wo sein Grab noch heute existiert. Im Jahr 1935 gingen Hotel und Kuhweide in den Besitz der Kölner Handelsbank über, die die Immobilien später an einen Privatmann verkaufte. Dessen Erben veräußerten Hotel und Weide später wieder. Auf dem Grundstück, auf dem einst das Hotel du Nord stand, steht heute ein Teil des Quellenhof-Centers Bad Neuenahr, die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ist Eigentümerin der ehemaligen Kuhwiese. Die Witwe Henriette Wolff wollte bereits vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in die USA fliehen, starb aber im Jahr 1939 in Marseille, wo sie vermutlich einschiffen wollte. Ihrem Sohn Sally Wolff, dem die Flucht in die USA gelungen war, starb 1953 mit 50 Jahren in Vineland in New Jersey. Seine etwa 1901 geborene Schwester Lena Wolff ließ sich in Greenwich in Connecticut nieder.[1]

Fußnoten

  1. Quelle: Jochen Tarrach: Neues Hotel kommt auf geschichtsträchtigen Boden – Jüdischem Hotelier und Viehhändler gehörte einst der Max-Meier-Park, in: Rhein-Zeitung vom 26. September 2019