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Münzbrunnen Sinzig

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Der Sinziger Münz- oder UNICEF-brunnen wurde beim Bau der neuen Geschäftsstelle Sinzig der Kreissparkasse (KSK) Ahrweiler im Jahr 1958 an der Barbarossastraße in Sinzig in der Kundenhalle als „Kunst am Bau“ aufgestellt. Ein weiteres Kunstwerk in der damaligen Sinziger KSK-Schalterhalle war ein weiteres von Prof. Gottfried Albert geschaffenes Wandmosaik, das die römische Göttin Fortuna darstellte, die Göttin des Glücks, die Goldstücke auf die Stadt Sinzig regnen ließ. Unten im Bild waren die Agrob-Plattenfabrik, die Präparandie, das Schulgebäude, die katholische Pfarrkirche „St. Peter“ und eine Andeutung der Barbarossastadt zu sehen. Anders als den Brunnen gibt es das Wandmosaik heute nicht mehr.

Nach dem Umzug der Filiale Ende der 1970er Jahre in die Bachovenstraße wurde der Münzbrunnen wegen Platzmangels in der KSK-Zentrale in Ahrweiler aufgestellt. Seit die Zentrale umgebaut wurde, lagert der Brunnen in einer Garage in Ahrweiler. Nachdem die zwischenzeitlich verstorbene Wiltrud Post etwa 2002 vorgeschlagen hatte, den Brunnen nach Sinzig zurückzuholen, setzen sich etwa 2017 auch die Rüstigen Rentner Sinzig dafür ein, dass der Brunnen wieder in Sinzig aufgestellt wird, wendeten sich an Bürgermeister Andreas Geron und schlugen den Kirchplatz als Standort vor. Bis November 2020 geschah in der Sache allerdings nichts. Als Grund nannte Uwa Degen, der Gründer der Rüstigen Rentner, der Rhein-Zeitung „fehlendes Interesse des Stadtchefs“, obwohl Geron Kontakt zum KSK-Vorstandvorsitzenden Dieter Zimmermann aufgenommen habe. Im April 2020 habe Geron den Rüstigen Rentnern mitgeteilt, dass der Brunnen nicht im Freien aufgestellt werden könne, weil das Material Bronze dafür nicht geeignet sei. Der Standpunkt, dass man Bronze nicht im Freien aufstellen könne, sei „ein Witz“, entgegnete Uwa Degen im Gespräch mit der RZ.[1]

Der Brunnen ist von Prof. Gottfried Albert, künstlerischer Leiter der ehemaligen Agrob–Werke (heute Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG), geschaffen worden. Das runde aus Bronze bestehende Brunnenbecken hat einen Durchmesser von zwei Metern und eine Mittelsäule von zwei Metern Höhe. Thema des Bronzekleinods ist das „Kind im Weltgeschehen“. Dokumentiert wird dies durch vier Bilderfolgen, wobei ganz unten die Geburt Christi zu sehen ist. Der Brunnen trägt die Inschrift: „Die Münzen im Brunnen gehören den hungernden und notleidenden Kindern der Welt“. Besucher der KSK–Filiale Münzen warfen Geldmünzen in den Brunnen, die regelmäßig an die UNICEF gespendet wurden. So sollte das Kunstwerk eben nicht nur den Raum schmücken, sondern darüber hinaus auch dem humanitären Zweck dienen.

Am 13. Januar 2021 berichtete die Rhein-Zeitung, der Brunnen werde „vielleicht schon bald wieder irgendwo in der Barbarossastadt stehen.“ Ein Aufstellungsort werde aber noch gesucht.

Fußnoten

  1. Quellen: Silke Müller: Sauer auf die Stadt Sinzig: Rüstige Rentner gehen auf die Barrikaden, rhein-zeitung.de, 28. November 2020, und Der Münzbrunnen: Bald wieder daheim? Rüstige Rentner Sinzig wollen Kleinod zurückholen – Künstler hatte auch ein Wandmosaik geschaffen, in: Rhein-Zeitung vom 13. Januar 2021