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Michael Pirosson

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Der im Jahr 1695 von Michael Pirosson geschaffene Hochaltaraufsatz in der Katholischen Pfarrkirche „St. Petrus“ Kesseling stand ursprünglich in der Abteikirche Maria Laach. Er gilt als ältester barocker Hochaltaraufsatz im Ahrgebiet.

Der Kunstschreiner und Holzbildhauer Michael Pirosson (* Oktober 1645 in Wehr, † 22. Juli 1724) führte jahrzehntelang die Werkstatt der Abtei Steinfeld. Pirosson wurde in seinem Geburtsort Wehr beigesetzt.[1]


Werke

  • Pirosson schuf die barocke Innenausstattung der Katholischen Pfarrkirche "St. Potentinus" in seinem Geburtsort Wehr. Dazu gehören als Hauptaltar ein aus drei Altären bestehendes Ensemble in Form von zweigeschossigen Säulenaltären mit einer Höhe von gut zehn Metern. Die ebenfalls von Pirosson geswchaffene Figurenreihe der zwölf Apostel beherrscht nach den Altären den Kirchenraum. In Lebensgröße stehen sie an den Pfeilern und unter der Empore. Außerdem finden sich überall Engel und Putten. Im Jahr 1738, Bruder Michael Pirosson war da bereits seit 14 Jahren verstorben, wurde sein Werk durch den Einbau einer ebenfalls in guter künstlerischer Qualität geschaffenen Kanzel vollendet.
  • Der Hochaltaraufsatz der Katholischen Pfarrkirche „St. Petrus“ in Kesseling, der wohl älteste barocke Hochaltaraufsatz im Ahrgebiet, wurde im Jahr 1695 von Michael Pirosson für Maria Laach geschaffen. Wenige Jahre nach der Aufhebung des Klosters dort (1802) wurde das Inventar der Klosterkirche versteigert. Dabei kamen der mächtige Altar und weitere Kunstwerke nach Kesseling.[2]
  • Madonna aus Lindenholz in Villip[3]
  • achtfüßiges Hauptwerksgehäuse mit schwerem Barockdekor für die Orgel der Klosterbasilika Steinfeld[4]
  • Die Innenausstattung der Wallfahrtskapelle "Sancta Maria Immaculata" Pützfeld stammt wahrscheinlich von Pirosson.[5]

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Romanik und Barock im Dorfkern von Wehr – Denkmalverein Sinzig sah sich bei Exkursion in der Nachbarschaft um, museum-sinzig.de
  2. Quelle: klosterlexikon-rlp.de: Benediktinerpropstei, Kessling
  3. Quelle: Neue Attraktion in der Pfarrkirche Villip – Strahlend restaurierte Muttergottes schaut aus ihrer blauen Nische mit 120 goldenen Sternen auf die Gläubigen herab, blick-aktuell.de vom 13. Oktober 2013
  4. Quelle: Krzysztof Latala – An der historischen König-Orgel (Basilika Steinfeld) – Zum Bachjahr 2000 (2000), allerleibuntesausdeutschland.wordpress.com vom 30. Mai 2013
  5. Quelle: Harry Lerch: Kapelle der Marienminne. Dreihundert Jahre wird die Madonna in Pützfeld verehrt, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1982