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Naturfreundehaus Berg

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Die Front des 1927 fertiggestellten Steinhauses.
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Das Naturfreundehaus Berg verfügt über 71 Betten. Es steht für Schulklassen und Kindergärten, für Familien- und Wanderferien, für Seminare und Freizeiten zur Verfügung. Angeboten werden Teil- und Vollpension mit bürgerlicher Küche, auf Wunsch vegetarisch. Mehrere Aufenthalts- und Seminarräume unterschiedlicher Größen, ein separater Speiseraum sowie Medien- und Konferenzausstattung gehören zum Angebot. Ziele sind der Aufbau einer positiven Naturbeziehung ebenso wie die Vermittlung von ökologischen Zusammenhängen. Die anerkannte ganzjährig geöffnete Einrichtung oberhalb des Vischelbachtales verzeichnet jährlich rund 14.000 Gäste, die von fünf Personen sowie drei Zivildienstleistenden betreut werden. Für Schulklassen gibt es zudem das Angebot „Natur-aktiv-Schule“ des Diplom-Biologen und Naturpädagogen Ludwig Mehler. Außerdem bietet die Einrichtung Geocaching und Klima-Frühstücke sowie Bach- und Fledermausexkursionen an.[1]


Anschrift und Standort

Naturfreundeweg

53505 Berg

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Kontakt

Herbertseltern

Ehepaar Brigitte Auras-Schwickert und Reimund Schwickert (beide ab 1990 bis 31. Januar 2021), Vorgänger: Lore Bensberg und Heinz Bensberg (beide bis 1990)

Träger

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Naturfreunde Deutschlands hat die Gebäude und Freiflächen an den Hausverein Natur-Freunde Berg verpachtet. Zu dessen Aufgabe gehört es, die Heimeltern einzusetzen.

Chronik

Das Naturfreundehaus geht auf eine im Jahr 1902 erbaute Mooshütte zurück. Das Haus wurde 1926 von Bonner Naturfreunden mit viel Handund Spanndienst gebaut. Aus alten Protokollen geht hervor, dass sie notwendiges Baumaterial mit Fahrrädern in die Eifel transportierten. Unter den Nationalsozialisten wurde die Herberge enteignet und nach dem Krieg an die Naturfreunde Nordrhein-Westfalen zurückgegeben.

Zeitweise waren Flüchtlinge im Naturfreundehaus untergebracht. Das Corona-Virus und wohl auch veränderte Erwartungen des jugendlichen Publikums, das es mehr in Städte ziehe, hätten das Naturfreundehaus „in wirtschaftliche Schieflage gebracht“, berichtete der General-Anzeiger (GA) am 6. Oktober 2020. Zu dieser Zeit wurden dort Saisonmitarbeiter der Frutania GmbH aus Ringen beherbergt. Insgesamt 50 bis 60 Mitarbeiter aus Osteuropa, die meisten aus Polen, seien dort beherbergt worden, wusste der GA. Bei den Mitarbeitern handele es sich nicht um landwirtschaftliche Helfer. Die Männer und Frauen würden bei Frutania vielmehr für die Verpackung von Obst und Gemüse eingesetzt und seien – im Gegensatz zu Erntehelfern – sozialversicherungspflichtig. Frutania-Geschäftsführer Markus Schneider besitze er bereits ein Hotel in Altenahr, in dem er Helfer unterbringe. Und er habe sich auch das Hotel Lochmühle im Mayschosser Ortsteil Laach. Die aber sei für Frutania zu groß. Ein Verkauf der Herberge am Vischelbach beabsichtige der Naturfreundeverband NRW als Eigentümer nach derzeitigem Stand nicht. Bis Ende Januar 2021 sei das Naturfreundehaus an Frutania vermietet.

Nach 30 Jahren gehen Ende Januar 2021 außerdem die Heimeltern in den Ruhestand. Eine Weiterführung Mietverhältnisses werde aber von beiden Seiten angestrebt, sagte Sascha Sonnwald von den Naturfreunden NRW GA-Reporterin Christine Schulze. Denn wegen der Corona-Pandemie sei die Belegung mit Schulklassen und anderen Gruppen eingebrochen und „eine Rückkehr zu einem wirtschaftlichen Betreiben des Hauses auf dieser Basis für die nächste Zeit nicht absehbar“, wie der ehemalige Vorsitzende des Naturfreunde-Landesverbandes NRW, der in Bonn wohnende Paul Raths, dem GA sagte. Um das Haus wirtschaftlich zu betreiben, müsste die Zahl der jährlichen Übernachtungen von 6000 (vor Corona) verdoppelt werden. Außerdem seien Änderungen an der Herberge erforderlich. Bereits vor Corona seien die Zahl der Klassenfahrten, für die die Herberge hauptsächlich genutzt worden sei, und die Verweildauer zurückgegangen. Winfried Potthoff, Vorsitzender des Hausvereins NaturFreunde Berg, versicherte dem General-Anzeiger im Oktober 2020 jedoch: „Das Haus ist nicht zu verkaufen – für mindestens drei bis vier Jahre.“ Im Flächennutzungs- und Landschaftsplan der Verbandsgemeinde Altenahr ist das Naturfreundehaus nämlich als „sozialen Zwecken dienende“ Einrichtung dargestellt. Wenn die Nutzung in eine gewöhnliche gewerbsmäßige Beherbergung überführt werden soll, müsse die Verbandsgemeinde , wie es im weiter GA hieß, ihren Flächennutzungsplan anpassen. Und weil sich das Haus im Außenbereich befindet, sei der Kreis Ahrweiler für die Genehmigung einer solchen Nutzungsänderung zuständig. Frutania wolle nun eine Nutzungsänderung beantragen.[2]

Weitere Bilder

Mediografie

Christine Schulze: Dezentrale Unterbringung in der Verbandsgemeinde Altenahr - Flüchtlinge im Naturfreundehaus Berg, general-anzeiger-bonn.de vom 6. November 2015

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: „Die Chefin“ ist seit 25 Jahren im Einsatz - Brigitte Auras-Schwicker leitet seit einem Vierteljahrhundert das Naturfreundehaus, in: Rhein-Zeitung vom 4. Juli 2015
  2. Quelle: Christine Schulze: Saisonarbeiter im Naturfreundehaus – Grafschafter Unternehmen Frutania nutzt die Herberge in Berg für seine ausländischen Arbeitskräfte, in: General-Anzeiger vom 6. Oktober 2020