FacebookLogo.png   TwitterLogo.png   Wordpress-logo-notext-rgb.png

Niddehöde Backes (Ahrweiler)

Aus AW-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Niddehöde Backes.jpg
Der aus den 1930er Jahren stammende Backhofen im Erdgeschoss
Fahnen-Entwurf von Karl Kirfel
Veranstaltungsplakat: Niddehöde Backesfest 2015

Das neue Niddehöde Backes (auf Hochdeutsch: Backhaus der Niederhut) am Sebastianuswall 11 im Stadtviertel Niederhut in Ahrweiler stand ursprünglich auf der nördlichen Seite neben der heutigen Gaststätte „Zum Torwächter“. Im Zweiten Weltkrieg wurde das kleine Gebäude durch einen Bombentreffer schwer beschädigt. Was übrig geblieben war, wurde in den 1950er Jahren abgerissen. Einen Steinwurf weit vom historischen Standort entfernt, wurde im August 2000 mit dem ersten Niddehöde Backesfestes das neue Backhaus der Niederhut eingeweiht. Im Mittelalter waren die Backkhäuser in Ahrweiler allesamt eingeschossig. Für den Neubau hatte die Verwaltung jedoch die Auflage gemacht, „die Baulücke komplett zu schließen“, also zweigeschossig zu bauen. Der Optik wegen erhielt das Gebäude außerdem einen Zwerchgiebel. Der Neubau wurde vom Junggesellenverein „Niddehöde Jonge“ realisiert, in dessen Eigentum sich das Backes befindet. Der Niddehöde Backesverein verwaltet und unterhält das Backes heute. Das Backes wird u.a. mit den Gewinnen aus dem Niddehöde Backesfest betrieben und unterhalten.


Heutiger Standort

Sebastianuswall 11

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Ahrweiler)

Die Karte wird geladen …

Historischer Standort

Die Karte wird geladen …

Träger

Niddehöde Backesverein Ahrweiler e.V.

Raumangebot

Das Niddehöde Backes verfügt über einen Backraum im Erd- und einen Patryraum im Obergeschoss sowie eine Toilette und ein Bad. Neben Spülbecken, Herd und Kühlschränken ist eine Musikanlage vorhanden, an die Wiedergabegeräte angeschlossen werden können. Das Niddehöde Backes bietet für etwa 50 Personen Platz zum Feiern.

Ansprechpartner

Backesmeister Dirk Hennemann, Franz-Wenzel-Straße 15, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Telefon 0178 5347444, E-Mail backesmeister@niederhut.de

Chronik

Im Mittelalter hatte jede der vier Huten von Ahrweiler ein eigenes Backhaus, das von einem Backesmeister verwaltet wurde. Die Backhäuser wurden der Brandgefahr wegen aus Stein gemauert, und sie wurden unmittelbar an die Stadtmauer angebaut – mit einem Sicherheitsabstand zur Wohnbebauung. Private Backöfen waren wegen der Brandgefahr verboten. Aber jeder Hut-Bewohner durfte im Backes seiner Hut Brot backen. Von dem gemeinsamen Backen versprach sich die Stadtverwaltung auch einen sparsamen Umgang mit Brennholz.[1]

Planung, Statik und Bauleitung für das neue Backhaus lagen in den Händen von Hermann Terporten. Ursprünglich waren die Backhäuser in Ahrweiler immer nur eingeschossig. Die Backhäuser werden heute für kulturelle und gesellige Zwecke genutzt, auch für private Feiern können sie angemietet werden. Das Backes der Niederhut ist dabei voll funktionsfähig. Im Oberschoss des Backes befindet sich ein Veranstaltungsraum, im Erdgeschoss u.a. der voll funktionstüchtige Backofen, der in den 1930er Jahren von der Firma Johann Heuft & Söhne in Bell/Kreis Mayen gebaut wurde. Früher stand dieser Ofen in der Backstube der ehemaligen Bäckerei Schragen, wobei es sich nicht um die noch existierende Bäckerei Schragen an der Ahrhutstraße handelte, sondern um eine zwischenzeitlich geschlossene zweite Bäckerei gleichen Namens. Der Brotteig wird heute von der Bäckerei Hilmer Heinrichs vorbereitet. Bevor der Ofen zum Backen genutzt werden kann, muss er jedoch zwei Wochen lang aufgeheizt und behutsam auf Betriebstemperatur gebracht werden. Beim Niddehöde Backesfest wird in dem Ofen regelmäßig Brot gebacken.

Weitere Fotos

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quellen: Hans-Georg Klein: Ahrweiler, 2. aktualisierte und überarbeitete Auflage, Jünkerath: Eifel-Verlag 2016, 64 Seiten, ISBN 978-3-943123-20-3, S. 17, und Backesfest des Niddehöde Backesverein – Flammkuchen, Holzofenbrot und Döppekooche waren der Renner – Historischer Ofen stammt aus den 1930er Jahren, blick-aktuell.de vom 12. September 2016