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Paul Wolber

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Grab von Pfarrer Paul Wolber auf dem Friedhof Oedingen
Anlässlich des 100. Jahrestages der Chor-Gründung im Jahr 1982 ließ der MGV auf dem Grab seines Gründers diesen Gedenkstein aufstellen.

Paul Wolber (* 23. September 1841 in Monreal, † 16. Mai 1902) übernahm zum Jahresende 1869 die Pfarrei Oedingen.


Lage des Grabes von Pfarrer Paul Wolber

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Vita

Paul Wolber wurde am 23. September 1841 in Monreal geboren und am 26. August 1865 in Trier ordiniert. Zunächst war er als Kaplan in Münstermaifeld, danach als Pfarrer in Kell tätig, bevor er zum Jahresende 1869 die Pfarrei Oedingen übernahm.[1]

Sein Vorgänger in Oedingen, Pfarrer Nikolaus Hoffmann, hatte die Gemeinde im Unfrieden verlassen. Aber auch Pfarrer Wolber, eine energische Persönlichkeit, geriet bald mit dem Gemeinderat aneinander, weil er dringende Reparaturen an seinem Pfarrhaus anmeldete, die die Gemeinde jedoch aus Kostengründen nicht durchführen konnte. Dennoch rauften sich Pfarrer und Gemeinderat bald zusammen. Pfarrer Wolber forderte von seinen Schäfchen Ordnung und Gottesfurcht. Dabei ging er selbst mit gutem Beispiel voran, weshalb er sich bald zur Respektsperson entwickelt hatte. Im Juli 1882 gründete Pfarrer Wolber zusammen mit dem Lehrer und Küster Heinrich Mahlberg sowie mit Peter Profittlich, Matthias Schäfer, Josef Krahforst und Anton Braun den Männergesangverein „Cäcilia“ 1882 Oedingen, der zunächst als Kirchenchor konzipiert war.

Am 23. April 1896 musste Pfarrer Paul Wolber sein geliebtes Oedingen verlassen. Auf Veranlassung der Kirchenbehörde war er nach Kell ins Dekanat Andernach versetzt worden. Den Gottesdienst in Oedingen musste fortan der Unkelbacher Pfarrer Riesen mit übernehmen, dem auch die Pfarrverwaltung in Oedingen anvertraut wurde. Aber bereits im April 1897, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen auf seine Pfarrstelle in Kell verzichtet hatte, kehrte Wolber nach Oedingen zurück und übernahm dort die kirchlichen Handlungen als Privatgeistlicher. Körperlich geschwächt, aber ungebrochen in seinem Tatendrang, gründete er am 1. Dezember 1900 den St.-Gertrudis-Kirchenbau-Verein Oedingen und übernahm den Vereinsvorsitz. Das Rückgrat des Vereins bildete der Männergesangverein „Cäcilia“ 1882 Oedingen im Rahmen der Gertrudis-Bruderschaft. Dem rührigen Seelsorger blieben noch zwei Jahre erfolgreicher Tätigkeit in Oedingen, während der er vorrangig die finanziellen Mittel für den geplanten Kirchenneubau beschaffte. Er starb unerwartet am 16. Mai 1902. Danach übernahm Pfarrer Buhr aus Leimersdorf vorübergehend Verwaltung und Seelsorge in Oedingen.

Fußnoten

  1. Quelle: Karl Beelke: Zur Geschichte von Oedingen. Von 853 bis 2000, 2002, 207 S. (Hrsg.: Hallengemeinschaft Oedingen e.V.), S. 68 f.