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Private Ganztagsschule mit Internat „Carpe Diem“ Bad Neuenahr

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Bad Neuenahr - Heinz Grates (654).jpg
Seit April 2004 dient das Gebäude des ehemaligen Hotel Johannisberg am Johannisberg in Bad Neuenahr als Internatsgebäude

Die Private Ganztagsschule mit Internat „Carpe Diem“ Bad Neuenahr ist eine staatlich anerkannte Ergänzungsschule zur Vorbereitung auf die mittlere Reife und das Abitur. Sie bietet individuelle Betreuung der Schülerinnen und Schüler in kleinen Klassen.


Anschrift und Standort

Hardtstraße 3 (Villa Hülse)

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Bad Neuenahr)

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Kontakt

Schulleitung

Schulleitung und Geschäftsführung: Luca Bonsignore

Stellvertretende Schulleitungen: Frau Spitz und Herr Lesum

Chronik

„Die erste private Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz kommt nach Bad Neuenahr-Ahrweiler“, berichtete die Rhein-Zeitung (RZ) am 10. Januar 2003, im Sommer 2003 werde die Realschule mit integriertem Gymnasialzweig mit 70 Schülern starten. Ein passendes Gebäude werde noch gesucht. Am Tag zuvor hatte die Initiatorin Barbara Josten ihre Pläne, die kurz zuvor vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium genehmigt worden waren, vorgestellt. „Carpe Diem ist eine besondere Schule und lehnt sich sehr an das Beispiel Englands an, was den familiären Rahmen und das Zusammengehörigkeitsgefühl betrifft“, schilderte Josten.

„Carpe diem“ – dieses Schulmotto stehe dabei für „die Philosophie, den ganzen Tag wirklich sinnvoll auszufüllen“, sagte Josten den Journalisten. „Kleine Klassen von acht bis zwölf Schülern sollen ein optimales Lernklima ermöglichen, das auch einseitig Begabten oder Kindern mit verzögerter Persönlichkeitsentwicklung eine Chance gibt“, berichtete die RZ. Jeder Schüler erhalte eine auf ihn zugeschnittene Lernstrategie. Großer Wert werde auf die Vermittlung moralischer und gesellschaftlicher Regeln gelegt. Die geplante Ganztagsbetreuung biete außerdem Möglichkeiten, Talente und Fähigkeiten der Kinder zu erkennen und gezielt zu fördern.

Der Unterricht basiere auf den staatlichen Lehrplänen und biete Gelegenheit, den Stoff mehrmals zu erklären und zu vertiefen. Ein „Sitzenbleiben“ solle verhindert werden. „Gymnasiasten, die ein Leistungstief haben, arbeiten beispielsweise auf Realschulniveau weiter und können später wieder in den Gymnasial-Zweig umsteigen“, hieß es in der RZ. Schwächen würden durch zusätzliche Intensivkurse am Nachmittag ausgeglichen. Ab Klasse 5 werde Englisch unterrichtet, in der Klasse 7 komme Französisch oder Latein hinzu. Mit Beginn der neunten Klasse stünden dann wahlweise Spanisch, Italienisch oder Portugiesisch sowie Wirtschafts- und Sozialkunde auf dem Stundenplan.

Die Schuleltern würden regelmäßig schriftlich über den Leistungsstand ihrer Kinder informiert. Das Schulgeld beläuft sich auf 750 Euro monatlich. Neben dem Unterricht seien darin Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, zahlreiche Förderprogramme und Nachhilfe enthalten. Außerdem stehe den Kindern am Nachmittag bis 16 Uhr ein exklusives Freizeitprogramm zur Verfügung – unter anderem mit Tennis, Reiten, Bogenschießen, Tauchen und Golf sowie Angebote im musischen und künstlerischen Bereich.

Am 11. Februar 2003 meldete die Rhein-Zeitung, dass die neue Schule in die historische Villa Hülse in der Hardtstraße in Bad Neuenahr einziehen werde.

Am 1. September 2003 nahm die erste private Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz dann mit 70 Schülern, davon sieben Internatsschüler, sowie mit zehn Lehrern ihren Betrieb auf. Die evangelische Pfarrerin Regina Meinhof und ihr katholischer Kollege Pfarrer Peter Dörrenbächer segneten die Schule ein. „Carpe Diem ist zweizügig mit den Klassen fünf bis acht, eine Realschule mit integrierten Gymnasialklassen“, hieß es am Tag darauf in der Rhein-Zeitung, maximal zwölf Schüler würden in einer Klasse unterrichtet. Zu den Lehrern der ersten Stunde gehörten Eva Michels (Latein und Religion) und Alexandra Tschida (Musik- und Gesangsunterricht).

Seit April 2004 dient die historische Johannisburg Am Johannisberg in Bad Neuenahr als Internatsgebäude für die Schüler von „Carpe Diem“. Mehr als 7000 Quadratmeter Grünfläche umgeben das Internat mit direkter Anbindung an öffentlichen Parks, Schwimmbad, Tennisplätze, Bogenschießanlage und andere Sportstätten. Wie in der Schule stehe auch im Internat die individuelle Betreuung und Förderung jedes einzelnen Kindes an oberster Stelle, sagte Schulleiterin Josten.[1] Das neue Internat biete Platz für mehr als 40 Schüler. Zwischen Einzel- und Zweibettzimmern könne frei gewählt werden. Alle seien mit eigener Dusche und WC ausgestattet. Für Jungen und Mädchen gebe es jeweils eine eigene Wohnetage. Außerdem verfüge die Schule jetzt über einen eigenen Schularzt: Dr. Philipp Mirbach aus Bad Neuenahr sei Sportmediziner, Allgemeinarzt und Spezialist für Chirotherapie und Homöopathie. Freitagnachmittags fahren die Kinder nach Hause und kehren am Sonntag zurück ins Internat. Carpe Diem sei „als private Ergänzungsschule ein Gymnasium mit integriertem Realschulzweig. Der Unterricht findet für beide Leistungsstufen eines Jahrgangs in einem Klassenraum statt“, berichtete die RZ, „die Leistungsdifferenzierung erfolgt durch verschiedene Aufgabenstellungen und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, die von den Schülern selbst bestimmt werden.“

Am 4. Mai 2004 hieß es in der RZ, das Internat verfüge über einen geräumigen Speisesaal mit Blick ins Grüne, einen Aufenthaltsraum mit bunten Sofas und eine große Terrasse. Waldwege und gemütliche Sitzgruppen unter Bäumen versprächen im Sommer schattige Kühle. Ein Bolzplatz und ein Platz für Beachvolleyball würden noch angelegt. Federball und Tischtennis hingegen könnten schon gespielt werden. Im Haus gebe es außerdem einen Fitness-Raum mit Stepper, Gewichten, einer Reckwand und Geräten fürs Herz-Kreislauf-Training. Ein Pädagogen- und Betreuerteam sei „dafür zuständig, dass die Internatsschüler sich wohl fühlen, und sie erklären Vertrauen, Einfühlungsvermögen und Geduld zu ihren Leitprinzipien.“

Am 31. Mai 2006 meldete die Rhein-Zeitung, dass Carpe Diem ab sofort auch ein Fußball-Internat für talentierte Jungen und Mädchen anbiete. Am Tag zuvor war das gemeinsam mit Günther Feltens Fußballleistungszentrum, dem Footballpoint Sinzig von Robert Schumacher und Managementberater Marc Ulrich entwickelte Konzept vorgestellt worden:

Die Kinder gehen auf Carpe Diem zur Schule, übernachten im Internat auf dem Johannisberg und werden mit dem schuleigenen Shuttle nach Sinzig zum Leistungszentrum gebracht. Dort lernen sie wetterunabhängig auf den vier Kunstrasenfeldern unter der Anleitung von insgesamt zwölf lizenzierten Trainern (darunter zwei DFB-A- und fünf B- und C-Trainer) Kicken wie die Profis. Auch Bayern-München-Spielerin Bianca Rech gehört mit zum Team, die auch auf das Ferienfußballschulangebot hinwies.

Videoanalysen sowie sportärztliche und sportpsychologische Betreuung gehörten ebenso zum Programm wie regelmäßige Gesundheits- und Fitnesstests.

Die Schulleitung setzte sich in der Anfangszeit folgendermaßen zusammen:

Die Privatschule Carpe Diem plant, eine deutschsprachige Schule mit Internat in der Nähe der chinesischen Küstenstadt Qingdao in der Provinz Shandong zu eröffnen. Der Bürgermeister Jun Zhang habe dem Vorhaben zugestimmt. Und die Regierung stellte im Sino-German Ökopark Qingdao für die neue Schule ein Gelände mit einer Gesamtgröße von 120.000 Quadratmetern bereit. Auf dem Campus soll es auch ein chinesisches Gymnasium mit deutschsprachigem Schwerpunkt geben. Damit soll die gemeinsame Beschulung von deutschen und chinesischen Schülern ermöglicht werden. Die deutsche Privatschule soll sich dabei nach den curricularen Vorgaben und Standards des Landes Rheinland-Pfalz richten. Außerdem soll sie nahezu ausschließlich mit deutschem Lehrpersonal und deutscher Leitung besetzt werden. Das angegliederte Internat werde ebenfalls nach den Richtlinien für deutsche Internate gebaut. Mit dem chinesischen Partner Aery Education werde zudem über eine gemeinsame Grundschule und über einen deutschen Kindergarten gesprochen. Darüber hinaus wollen die beiden Partner ein attraktives Freizeitprogramm für die Internatsschüler entwickeln. Die Zusammenarbeit mit einer Segelschule und einem Reiterhof sei bereits vereinbart, so Luca Bonsignore. Vertreter von Carpe Diem hatten im September 2014 an einer Wirtschaftsdelegationsreise der damaligen rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke nach China teilgenommen. Damals stand der Sino-German Ökopark in Qingdao, eine Demonstrationszone mit weltweiter Modellfunktion und Ansiedlungsmagnet für internationale Unternehmen der High-End-Industrie, im Fokus der Reise. Carpe Diem knüpfte damals Kontakte zu chinesischen Mittelschulen von Peking bis Shanghai. „Gerade in den Gesprächen mit Vertretern deutscher Wirtschaftsunternehmen kristallisierte sich der Gedanke heraus, mit einer eigenen Schule mit Internat deutsche Bildung nach China zu exportieren“, so Schulleiter Luca Bonsignore. „Viele Führungskräfte deutscher Unternehmen können so ihren Kindern in Qingdao eine deutsche Schule anbieten.“ Allein im Raum Qingdao, einer Stadt mit neun Millionen Einwohnern, wurden mehr als 2000 deutsche Führungskräfte arbeiten.[2]

Mediografie

Weblink

http://www.privatschule-carpe-diem.de

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 22. Januar 2004
  2. Quellen: Privatschule Carpe Diem plant Ableger in China – Bildung Erste rheinland-pfälzische Privatschule mit Internat entsteht, in: Rhein-Zeitung vom 26. Juli 2016, und Christoph Lüttgen: Bad Neuenahrer Unternehmen baut in China – Carpe Diem gründet deutsche Schule in China, general-anzeiger-bonn.de vom 29. Juli 2016