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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Städtische Kindertagesstätte "Max und Moritz" Bad Bodendorf

Aus AW-Wiki
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Die Städtische Kindertagesstätte "Max und Moritz" Bad Bodendorf entstand im Jahr 2003 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Bad Bodendorfer Kindergärten "Bienenhaus" und "Pusteblume". Der Kindergarten "Pusteblume" ging 1994 in Betrieb. Im Februar 2014 bietet die Kita 123 Plätze in sechs Gruppen an und zählte damit zu den größten Tagesstätten im Gebiet des Kreises Ahrweiler. 26 Plätze konnten von Kindern unter drei Jahren belegt werden, außerdem standen 34 Ganztagsplätze bereit. Eine der Regelgruppen verfügte über eine reduzierte Größe, sodass drei Kinder mit Behinderung aufgenommen werden konnten.


Im Februar 2014 bekam die Kita Besuch von Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der mit Kita-Leiterin Magdalene Dawid und ihrer Stellvertreterin Marieke Göttlicher sowie mit Sinzigs Bürgermeister Wolfgang Kroeger, Bad Bodendorfs Ortsvorsteher Alexander Albrecht und Stefan Spiller von der Stadtverwaltung Sinzig sprach.
Kita-Leiterin Magdalene Dawid (sitzend) mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler (stehend) und Bürgermeister Wolfgang Kroeger (vorne rechts).
Luftaufnahme der Kindertagesstätte und der Grundschule "St. Sebastianus" Bad Bodendorf von einem Modellflugzeug aus.
Einladungsplakat zum Tag der offenen Tür
Freuten sich über die Zuschüsse, die Landrat Dr. Jürgen Pföhler (r.) nach Bad Bodendorf brachte: Kiga-Leiterin Magdalene Dawid, Bürgermeister Wolfgang Kroeger und Kinder.

Anschrift

Saarstraße 25 + ?

53489 Sinzig-Bad Bodendorf

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Kontakt

Leitung

Erzieherinnen

Pädagogisches Konzept

Das pädagogische Konzept der Einrichtung orientiert sich am sogenannten "situationsorientierten Ansatz". Dabei handelt es sich nicht um ein festgefügtes Regelwerk, sondern um ein Bildungskonzept für den Elementarbereich, das die jeweils aktuellen Bedingungen - vor allem die persönlichen Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien – berücksichtigt und in die Umsetzung einbezieht.

Der "Situationsansatz", wie er kurz genannt wird, bietet also einen flexiblen Rahmen, der es ermöglicht, auf übergeordnete pädagogische Ziele - Autonomie, Solidarität und Kompetenz – hin zu arbeiten. Dazu werden Methoden der offenen Planung, der Altersmischung, der Mitbestimmung sowie das Öffnen der Gruppen nach innen und außen angewendet. Die Konkretisierung hängt dabei immer auch von den aktuellen Bedingungen der Tagesstätte und der Mitarbeiterinnen ab.

Das pädagogische Team betrachtet es dabei als seine Aufgabe, aus beobachteten Situationen Bildungsinhalte herauszufiltern und methodisch und didaktisch so aufzubereiten, dass den Kindern ausreichend Freiräume für selbstbestimmtes Forschen, Experimentieren und Endecken eröffnet werden. Als Grundsatz gilt dabei, dass die Kinder selbst von Anfang an Kompetenzen haben, um ihre Umwelt altersgemäß zu beeinflussen und zu gestalten und somit ihre Entwicklung aktiv zu steuern.

Dauerhafte Projekte

  • Im "Maxi-Club" wird den Kindern die Beteiligung an bestimmten Schwerpunktthemen angeboten.
  • Das Waldprojekt mit dem Waldtag soll den Kindern zeigen, das es eine Alternative zur konsum – und medienorientierten Umwelt gibt. Im Wald können die Kinder alles finden, was sie brauchen, während sie die Natur als die vielleicht wichtigste pädagogische Kraft erleben, die es überhaupt gibt. Jeden Mittwoch geht’s mit gepacktem Rucksack los!
  • Die "Spielzeugfreie Zeit" ist als Maßnahme zur Suchtprävention gedacht, denn im Kindergartenalter können schon mögliche Bausteine gelegt werden, die zu einer späteren Gefährdung führen. Die Kinder sollen im Rahmen dieses Projekts lernen, sich ohne ihr liebstes Konsumgut, das Spielzeug, zu beschäftigen. Dieses Projekt wird seit mehreren Jahren jeweils für drei Monate durchgeführt.
  • Im Rahmen des Projekts "Psychomotorik" - Psychomotorik bezeichnet den Zusammenhang zwischen Geist, Seele und Bewegung – werden das gezielte Einsetzen des eigenen Körpers, Planen und planvolles Handeln, Teamgeist, Kreativität, aber auch der Wunsch ein gestecktes Ziel zu erreichen, trainiert. Dabei Psychomotorik tagtäglich in die erzieherische Arbeit der Kindertagesstätte ein. Darüber hinaus wird mit Kindern, die beispielsweise in der Grobmotorik Schwierigkeiten haben, einmal wöchentlich gezielt an der Psychomotorik gearbeitet.
  • Im Rahmen des Projekts "Sprachförderung" wird jeweils für alle Vorschulkinder, also im letzten Kindergartenjahr, ein Sprachtraining, das sogenannte "Würzburger Sprachprogramm", durchgeführt. Daneben gibt es eine vom Land finanzierte Förderung für Kinder mit erhöhtem Sprachförderbedarf, die mehrmals wöchentlich in kleinen Gruppen stattfindet und die von einer externen Sprachförderkraft geleitet wird.

Gründung und Entwicklung

Im Jahr 1974 bekam Bad Bodendorf einen Kindergarten: die Vier-Gruppen-Einrichtung „Bienenhaus“. Weil ab 1990 die Kinderzahlen im Sinziger Stadtteil Bad Bodendorf erheblich gestiegen waren, entschied die Stadt, Trägerin der Einrichtung, im Jahr 1994, in unmittelbarer Nähe des "Bienenhauses" eine zweigruppige zweite Einrichtung zu bauen.

Dieser Kindergarten „Pusteblume“ wurde von Anfang an im Hinblick darauf geplant und gebaut, dass die Kinderzahlen längerfristig wieder sinken würden. Dann wäre die Einrichtung nur durch die Einführung zusätzlicher Betreuungsangebote zu sichern. Zunächst war geplant, Ganztagsbetreuung und Hortplätze anzubieten. Wegen der veränderten Bedürfnisse der Familien wurde das Angebot jedoch im Jahr 2003 auf Schulkinder, auf Kinder unter drei Jahren sowie auf 22 Tageskinder und einen Integrativplatz erweitert. Diese Altersmischung, verlängerte Öffnungszeiten, bessere Nutzung der Räumlichkeiten und mehr Flexibilität beim Einsatz der pädagogischen Mitarbeiter führten im Jahr 2003 zu einer Zusammenlegung von "Bienenhaus" und "Pusteblume" zur Kindertagesstätte "Max und Moritz".

Helene de Cleur war im "Bienenhaus" von Anfang an dabei. Als die "Pusteblume" im Jahr 1994 eröffnet wurde, übernahm sie die Leitung. Sie leitete den Kindergarten bis zum Zusammenschluss zur Kindertagesstätte "Max und Moritz" im Jahr 2003.

Im November 2010 verfügte die Einrichtung über zwei Regelgruppen, zwei geöffnete Gruppen für jeweils bis zu sechs zweijährige Kinder sowie zwei altersgemischte Gruppen für je bis zu sieben Kinder unter drei Jahren. Damit bot die Einrichtung 130 Plätze an, wovon 26 Plätze von Kindern unter drei belegt werden konnten. Es gab 30 Ganztagsplätze mit Übermittagsbetreuung.

Der Förderverein spendierte dem Kindergarten im Herbst 2012 eine Küche im Wert von knapp 5000 Euro. Die Stadt als Trägerin investierte wenig später rund 350.000 Euro in die Sanierung des Kindergarten-Daches. Die achteckigen Baukörper wurden 1972/73 mit einer innenliegenden Entwässerung durch das Gebäude gebaut. Diese Entwässerung war undicht geworden. Außerdem werden die Dachflächen wärmegedämmt. Die alte Styropordämmungen hatte sich nämlich durch kondensierten Wasserdampf regelrecht vollgesogen.[1]

Der Kreis Ahrweiler unterstützte die Kindertagesstätte im Jahr 2013 mit 113.000 Euro. Die Gebäude der aus sechs Gruppen bestehenden Einrichtung wurden umfassend saniert - mit einer neuen Eindeckung und Entwässerung des Dachs sowie Maßnahmen der Wärmedämmung. Die zuwendungsfähigen Kosten wurden mit rund 340.000 Euro kalkuliert, von denen der AW-Kreis ein Drittel übernahm.[2]

Das aus dem Jahr 1974 stammende Gebäude sollte im August 2016 umfangreich und mit einem Aufwand von 280.000 Euro saniert werden. Bei Voruntersuchungen wurden dann in Fugendichtungen und Fassaden PCB und Asbest gefunden. Ein Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass die PCB-Belastung im Boden unter den Grenzwerten lang.Die Eltern warfen der Stadt in diesem Zusammenhang eine schlechte Informationspolitik vor; die Gesundheit ihrer Kinder sei leichtfertig aufs Spiel gesetzt worden. Die Sanierungsarbeiten sollten zunächst während des laufenden Betriebs durchgeführt werden. Außerdem habe die Stadt vorgeschriebene Sanierungsgutachten nicht eingeholt, Baumaßnahmen seien bei übergeordneten Behörden nicht angemeldet und mit ihnen abgestimmt worden. Damit habe die Stadt „kleine Kinder, Erzieherinnen und vollkommen in Unkenntnis gelassene Handwerker erheblichen Gesundheitsgefahren aussetzt“. Sinzigs Bürgermeister Wolfgang Kroeger wies diese Vorwürfe zurück: Die Kita-Leitung sei frühzeitig über die belasteten Baustoffe informiert worden. Außerdem habe die Verwaltung am 1. September 2016 in der Kita einen entsprechenden Aushang angebracht. Und nachdem die Ergebnisse des Schadstoffgutachtens vorlagen, habe die Stadt Raumluftmessungen durchführen lassen. Im Zuge der Sanierung wurden dann belastete Böden rausgerissen sowie mit PCB und Asbest belastete Fensterfugen und Aluelemente von einer Spezialfirma beseitigt. Ende Januar 2017 soll die Sanierung abgeschlossen und die Kita wiedereröffnet werden.[3]

Siehe auch

Förderverein der Kindertagesstätte Max und Moritz Bad Bodendorf e.V.

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Kindertagesstätte in Bad Bodendorf: Moritz bekommt ein neues Dach, general-anzeiger-bonn.de vom 18. Oktober 2012
  2. Quelle: Max und Moritz haben neues Dach über ihren Köpfen - Kindertagesstätten in Sinzig: 630.000 Euro vom Kreis - Landrat zu Besuch in Bad Bodendorf, Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 14. Februar 2014
  3. Quelle: Jan Lindner: Bodendorfer Kita soll Ende Januar fertig sein – Langwierige Arbeiten nach Asbest- und PCB-Fund – Bis dahin weiterhin eingeschränkter Betrieb, in: Rhein-Zeitung vom 7. Januar 2017