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St.-Marien-Kirche Schelborn

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Blick auf die zweite Schelborner Schule und die St. Marien-Kirche Schelborn
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Die St. Marien-Kirche Schelborn wurde im Jahr 1883 erbaut. Bis ins Jahr 1882 stand es am heutigen Standort der Kirche lediglich ein kleines Gebetshäuschen. Weil sich die Schelborner eine richtige Kirche wünschten, begannen sie damit, Geld zu sammeln, mit dem sie Baumaterial kaufen konnten. Unterstützung erhielten sie dabei von Pfarrer Hartmann aus Blasweiler; Schelborn gehörte seit Mitte des 18. Jahrhunderts zum Blasweiler Kirchensprengel. Bis dahin mussten die Gläubigen aus Schelborn den langen Weg bis nach Niederzissen gehen, um einen Gottesdienst mit zu feiern.


Standort

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Chronik

Im Jahr 1883 war so viel Geld zusammen gekommen, dass mit dem Bau der Kirche begonnen werden konnte. Und weil die Schelborner viel Eigenleistungen erbrachten, war der Bau bereits im Herbst vollendet und die Kirche konnte der Gottesmutter Maria gewidmet und eingeweiht werden. Weil der Weg vor Tiefflieger-Angriffen relativ geschützt war, wurden die Gottesdienste in der Schelborner Kirche während des Zweiten Weltkriegs häufig von Gläubigen aus umliegenden Ortschaften besucht.[1]

Nachdem die Einwohner von Blasweiler wegen des Luftwaffenübungsplatzes Ahrbrück umgesiedelt worden waren, wurde die Schelborner Kirche zur Pfarrkirche der Restpfarrei Blasweiler-Schelborn erhoben. So kam im Jahr 1946 die Idee auf, die Kirche zu erweitern. Der Ramersbacher Pfarrer Pörtner, der damalige, Verwalter leitete alles in die Wege. Im September 1949 konnte der Anbau eingeweiht werden. Als zweiten Schutzpatron wählten die Gläubigen von Schelborn St. Judas Thaddäus, zu dem sie in Notzeiten häufig beteten. Eine Unkelbacher Familie stiftete eine Statue, die in den folgenden Jahren jeweils am letzten Oktober-Sonntag Ziel von Prozessionen war.

An der Wende zum 21. Jahrhundert, nachdem mehr als drei Jahrzehnte lang nichts mehr saniert worden war, war das Kirchengebäude in einem schlechten baulichen Zustand. Ein Architekt kalkulierte nach eingehender Besichtigung 22.000 Euro für die dringend nötige Dacherneuerung, jeweils 12.000 Euro für die Sanierung von Turm und Ostseite samt Putzarbeiten sowie 8000 Euro für neue Fenster. Dach- und Glockenstuhl waren in einem derart maroden Zustand, dass die Balken erneuert werden mussten – ebenso wie das alte Kreuz samt Wetterhahn.

Die Außensanierung wurde in drei Bauabschnitte gegliedert. 154.500 Euro waren dafür veranschlagt; aber es wurden nur 114.250 Euro ausgegeben. Mehr als 12.500 Euro wurden in Form von Eigenleistungen erbracht. Die tatsächlichen Baukosten beliefen sich auf 101.700 Euro. Das Bistum Trier förderte die beiden ersten Bauabschnitte mit einem Zuschuss von 80 Prozent, den dritten mit 60 Prozent. Anschließend wurden die Kirche innen saniert und das Umfeld im Rahmen der Dorferneuerung gestaltet. Die Bürger brachten etwa 50.000 Euro an Eigenleistungen und Spenden auf.

Weitere Bilder

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 16. November 2010