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Kreissparkasse Ahrweiler

St.-Sebastianus-Kapelle Bad Bodendorf

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Halbrelief des St. Sebastianus aus der Werkstatt von Egino Günter Weinert

St. Sebastianus-Kapelle ist, von Sinzig aus gesehen, das erste Gebäude von Bad Bodendorf. Ganz ähnlich, wie die Kapelle heute an der Gabelung der Einfahrt in die Dorfmitte und der Umgehungsstraße Bad Bodendorf steht, kennzeichneten die Kapelle und das zuvor an ihrer Stelle stehnde Kreuz einst eine Gabelung der Aachen-Frankfurter Heerstraße in den älteren Zweig der in Richtung Dorfmitte führte und eine jüngere Südumgehung des Dorfes, die etwa dem Verlauf der heutigen Umgehungsstraße Bad Bodendorf entspricht. Die heutige Kapelle, die im Jahr 1953 von der St. Sebastianus-Bruderschaft 1681 Bad Bodendorf e.V. nach Plänen des Remagener Architekten Uebach gebaut wurde, ist mindestens der dritte Bau in diesem Bereich seit dem 17. Jahrhundert.


Standort

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Chronik

Im Jahr 1670 stand an der Gabelung der Aachen-Frankfurter Heerstraße ganz in der Nähe des heutigen Kapellen-Standortes ein Kreuz. 1741 stand dort ein Heiligenhäuschen, das 1864/65 durch einen Neubau ersetzt wurde. Im Zuge des Baus der Umgehungsstraße Bad Bodendorf musste diese Kapelle im Jahr 1940 weichen.

Einige Meter vom historischen Standort entfernt baute die St. Sebastianus-Bruderschaft 1681 Bad Bodendorf e.V. im Jahr 1953 nach Plänen des Remagener Architekten Uebach die heutige Kapelle - mit Hilfe unter anderen von Peter Josef Bauer ("Pittjupp"), von dem das Schieferdach stammt. Am 13. September 1953 wurde mit dem Bau begonnen; drei Monate später, am 13. Dezember 1953, ist die Kapelle eingeweiht worden.[1]

Ausstattung

Eine ältere Gipsfigur von St. Sebastianus wurde im Jahr 1965 gestohlen. 1969 wurde sie durch eine St. Sebastianus-Figur aus dem Bestand der Katholischen Pfarrkirche "St. Sebastianus" Bad Bodendorf ersetzt. Diese Figur wurde im Jahr 1993 ebenfalls gestohlen, nachdem sie 1990 durch Vandalismus schwer beschädigt und im Jahr darauf von Malermeister Heinz Kranz restauriert worden war. Umgerechnet mehr als 17.000 Euro ließ sich die Bruderschaft in den Jahren 1995 und 1996 die Renovierung der Kapelle kosten. Dabei zog 1995 auch ein bronzenes Halbrelief von St. Sebastianus aus der Werkstatt des Kölner Künstlers Egino Günter Weinert in die Kapelle ein. Im November 2002 waren in der Kapelle wieder Vandalen am Werk; die Bleiglasfenster der Kapelle wurden eingeschlagen. Die Täter konnten allerdings ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden.

Weitere Bilder

Fußnoten

  1. Quelle: Festbuch 300 Jahre St. Sebastianus Bruderschaft, ab Seite 11